Heute haben wir ausgeschlafen. Sabine hatte es tatsächlich erwischt, sie hustete und hatte Schnupfen. Nach dem Aufstehen fuhren wir zunächst mit dem Aufzug fünfzehn Etagen nach unten zum Frühstück. Das Hotel erinnerte mich optisch total an die Hotels in Las Vegas. Das war der Flur zu unserem Zimmer und der Bereich mit den Aufzügen.
Das üppige Frühstücksbuffet ließ keine Wünsche offen. Es fiel uns ausgesprochen schwer, uns zwischen Rührei, Spiegelei und Speck, sowie Brötchen, Hefezopf und süßen Teilchen zu entscheiden. Oder doch lieber ein Müsli? Wir holten uns von allem eine Kleinigkeit und waren am Ende pappsatt.
Gegen 10:30 Uhr checkten wir aus dem Hotel aus und machten uns auf den Weg Richtung Grenze. An einer Tankstelle fütterten wir den Puma zu einem deutlich günstigeren Preis als in Deutschland.
Die Fahrt lief wie schon die letzten Tage äußerst problemlos, und um 15 Uhr kamen wir in München an unserem B&B Hotel an. Mit dem Parken hatten wir erneut Glück, an der Straße gab es jede Menge freie Parkplätze. Und so sah unser Zimmer aus.
Als nächstes fuhren wir ein paar Straßen weiter zu einer Apotheke, wo sich Sabine Medikamente gegen die Erkältung kaufte. Zeitlich war es inzwischen leider zu spät, um noch ein Restaurant zu suchen und ausgiebig Mittagessen zu gehen. Aber wir hatten genug gefrühstückt, so dass uns eine Kleinigkeit beim nahegelegenen McDonald's reichte. Nach dem gestrigen Tag in Prag fiel uns der krasse Gegensatz zu Deutschland auf. Hier bei McDonald's mitten in München waren wir von Kopftüchern umgeben, hörten kein einziges Wort Deutsch und kamen uns eher wie im Orient vor.
Wir fuhren weiter zur Location, wo wir auch direkt einen kostenlosen Parkplatz an der Straße fanden. Außer dem Fotografen Helge und seinem Freund war noch niemand da. Wir stellten uns zu den beiden und warteten auf den Einlass.
Dieser wurde um eine halbe Stunde vorverlegt und begann pünktlich um 18:30 Uhr. Sabine und ich schafften es tatsächlich erneut in die erste Reihe. Während wir dort auf den Beginn des Konzerts warteten, kam Janosch an. Er hatte mir bereits vor ein paar Tagen per WhatsApp geschrieben, dass er auf der Gästeliste steht, und seitdem freuten wir uns auf ein Wiedersehen nach längerer Zeit.
Mari Kattman begann um 19:30 Uhr mit ihrem Auftritt. Lieder wie Take und The Worst hatten sich zwischenzeitlich fest in unsere Ohren eingebrannt.
Nachdem wir Blackbook über uns ergehen lassen hatten, betraten mesh um 21 Uhr die Bühne. Die Setlist war identisch zu den Konzerten in Prag und Leipzig. Offenbar war die Band mit der jetzigen Reihenfolge der Lieder zufrieden, und wir waren das ebenfalls.
Meine persönlichen Favoriten waren der Titelsong The Truth Doesn't Matter, die Single Hey Stranger, die Lieder ab Everything As It Should Be bis This World, Kill Us With Silence sowie der Abschluss Exile.
Die Stimmung in München empfanden wir im Vergleich zu den anderen Konzerten als sehr schlecht, das Publikum war äußerst träge. Eigentlich ein Grund, nach Berlin auch zukünftig den Weg in die bayrische Landeshauptstadt zu meiden.
Ein schönes Ereignis ergab sich noch nach dem Ende des Konzerts. Stefan, ein ehemaliges Mitglied aus dem Depeche Mode Forum, stand nach 20 Jahren plötzlich vor mir. Er hatte sich aufgrund Familie viele Jahre von Konzerten ferngehalten. Seit Kurzem frönt er nun wieder seinem Hobby.
Da wir müde waren und Sabine weiter kränkelte, fuhren wir zurück ins Hotel und legten uns schlafen.
Setlist
1. Cipher (Intro)
2. The Truth Doesn't Matter
3. A Storm Is Coming
4. My Protector
5. Lone Wolf
6. Crash
7. Hey Stranger
8. I Bleed Through You
9. Kill Your Darlings
10. Everything As It Should Be
11. Bury Me Again
12. Tilt
13. State Of Mind
14. This World
15. Hold & Restrain
16. Kill Us With Silence
17. Taken For Granted
18. Be Kind
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19. Last One Standing
20. Born To Lie
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21. Exile
























