Freitag, 28. September 2018

Erstens kommt es anders...

Ursprünglich wollten wir nach unserem letztjährigen Urlaub in der Sächsischen Schweiz, der uns sehr gut gefallen hat, uns dieses Jahr ein wenig an der mecklenburgischen Seenplatte erholen. Als dann Ende März ein Newsletter mit günstigen Übersee-Flügen eintraf, reifte nach und nach die Idee, ein Vorhaben, das in den letzten Jahren entstanden ist, in die Tat umzusetzen. Das stellte unsere Planung komplett auf den Kopf. Anstatt im Sommer sollte unser Jahresurlaub nun in den Herbstferien stattfinden. Nach etwa einer Woche, in der wir u.a. die Urlaubssituation auf Arbeit klärten, entschieden wir uns Anfang April, die Flüge zu buchen. Das war ein Novum: Wir hatten bislang noch nie Flüge gebucht, ohne vorher eine Routenplanung erarbeitet zu haben. Das war nun Claus‘ Aufgabe in den folgenden Wochen.

Zentraler Angelpunkt war dabei Claus‘ lang gehegter Wunsch, den Grand Canyon komplett hinunter zu wandern. Drum herum entstand Schritt für Schritt eine Rundreise, die uns so ziemlich alle Ecken des Grand Canyon zeigen und dabei auch noch auf individuelle Wünsche aller Familienmitglieder eingehen sollte. So war es z.B. Dominics Wunsch, trotz Rundreise nicht jede Nacht woanders zu übernachten.

Bereits 2009 kamen wir auf unserer Rundreise durch den Südwesten der USA am Grand Canyon vorbei. Neben den Aussichtspunkten am South Rim (die Claus bereits aus seinem USA-Urlaub 2000 kannte) konnten wir die enormen Ausmaße des Canyons bei einem Helikopterflug bestaunen. Dermaßen von der Größe beeindruckt und durch diverse Reiseberichte anderer Urlauber befeuert, entstand bei Claus der Wunsch, den Grand Canyon noch ein drittes Mal zu besuchen und dabei hinunter zum Colorado River zu wandern. Eigentlich wollte er dabei den Canyon von Nord nach Süd durchqueren, während Chris mit dem Auto außen herumfahren und ihn abends wieder einsammeln sollte. Als Chris dann äußerte, auch (zumindest teilweise) in den Canyon wandern zu wollen, wurde das Vorhaben in eine Wanderung mit Start/Ziel South Rim geändert. Die besondere, sportliche Herausforderung bei dem Unternehmen ist, dass die 1,400 Höhenmeter an einem Tag bewältigt werden müssen, denn ein Übernachtungsplatz am Grund des Canyons wird durch eine Lotterie über ein Jahr im Voraus vergeben.

Und so sieht unsere Route en detail aus:



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