Da denkt
man, es ist alles erledigt: Flüge und Hotels gebucht, ESTA-Anträge erfolgreich
durchgeführt, das Urlaubsdokument mit allen Infos fertig, die Koffer gepackt,
usw. und eigentlich möchte man nur noch kurz den nächsten Blogeintrag mit dem
freudigen Titel „noch einmal schlafen“ erstellen. Bei der Gelegenheit noch ein
kurzer Blick auf den Wetterbericht und – oh Schreck: Hurricane Rosa, ein
Wirbelsturm der Kategorie 4, tobt über dem Pazifik, wird am Wochenende auf das
mexikanische Festland südlich von San Diego treffen und dann Kurs nach Nord-Ost
nehmen – in Richtung Grand Canyon! Wochenlang schönstes Wetter, und ausgerechnet
wenn wir landen, erleben wir die Ausläufer des Hurricanes in Form von Regen und
Gewitter. Na prima!
Da wir bereits
morgen nach München zum Flughafen fahren, mussten wir heute noch in den USA
anrufen und eine vorgebuchte Tour bestätigen. Bei dieser Gelegenheit fragten
wir nach dem örtlichen Wetter und erhielten die Aussage, dass Montag und vor
allem Dienstag (der Tag unserer gebuchten Tour) mit ordentlich Regen zu rechnen
sei und es durchaus möglich wäre, dass das Event seitens des Veranstalters
kurzfristig abgesagt wird. Wir hätten aber auch die Möglichkeit, auf Mittwoch
umzubuchen. Hm, da wollten wir doch eigentlich gemütlich zum Grand Canyon
fahren… Na gut, das Wetter am Mittwoch soll deutlich besser sein, also buchen
wir um. Müssen wir halt direkt im Anschluss die vier Stunden zum Grand Canyon
durchfahren und werden es zeitlich nicht mehr ins Visitor Center bzw. das
Backcountry Office schaffen, wo wir die letzten Detailinfos für die geplante
Wanderung am Donnerstag einholen wollten. Aber sei’s drum. Immerhin soll das
Wetter am Donnerstag ok sein. Das ist ein Anfang, wenngleich Claus sich keine
Hoffnung macht, den Colorado River mit klarem Wasser zu sehen. Nach Regenfällen
wird so viel Schlamm in den Fluss gespült, dass er wie eine rotbraune Drecksbrühe
aussieht. Aber auch das lässt sich nicht ändern. Wir hoffen einfach, dass sich
Rosa über Land schneller als erwartet abschwächt und wir dementsprechend
geringere Auswirkungen erleben werden.
Und jetzt aber wirklich: Noch einmal schlafen…
😉
Gut, dass ihr noch umdisponieren konntet. Und die 4 h Fahrt zum Grand Canyon sind sicherlich viel entspannter als normalerweise das Autofahren in D ist. Empfinden wir eigentlich immer so ;-).
AntwortenLöschenDie Wanderung in den Grand Canyon ist auf jeden Fall eine Riesensache, wow! Ich habe da schon die wildesten Stories gehört, aber vor allem von den Sommermonaten, wenn es so heiss und doch wahnsinnig anstrengend ist. Bei dieser Wanderung ist es wohl auch so hart, weil es erst immer runter geht und zum Schluss immer nur hoch...
Autofahren in den USA ist total easy. Ich genieße das immer richtig. Vor allem, dass die Ampeln hinter den Kreuzungen sind (Stichwort: Genickstarre) und die deutlich lesbaren Straßenschilder sind ein Genuss. Nicht zu vergessen: Die Linksabbiegespuren in der Straßenmitte.
LöschenJa, die Wanderung wird ne ziemliche Herausforderung, eben weil es erst 1,400 Höhenmeter hinab und dann - wenn man müde ist - wieder hinauf geht. Und die letzten 4.5 mi sind die anstrengendsten. Aber ich habe mich ein halbes Jahr bestens vorbereitet und bin guter Dinge. Morgen ist es soweit. Ich freu mich schon total.