Samstag, 29. September 2018

...und zweitens als man denkt

Da denkt man, es ist alles erledigt: Flüge und Hotels gebucht, ESTA-Anträge erfolgreich durchgeführt, das Urlaubsdokument mit allen Infos fertig, die Koffer gepackt, usw. und eigentlich möchte man nur noch kurz den nächsten Blogeintrag mit dem freudigen Titel „noch einmal schlafen“ erstellen. Bei der Gelegenheit noch ein kurzer Blick auf den Wetterbericht und – oh Schreck: Hurricane Rosa, ein Wirbelsturm der Kategorie 4, tobt über dem Pazifik, wird am Wochenende auf das mexikanische Festland südlich von San Diego treffen und dann Kurs nach Nord-Ost nehmen – in Richtung Grand Canyon! Wochenlang schönstes Wetter, und ausgerechnet wenn wir landen, erleben wir die Ausläufer des Hurricanes in Form von Regen und Gewitter. Na prima!



Da wir bereits morgen nach München zum Flughafen fahren, mussten wir heute noch in den USA anrufen und eine vorgebuchte Tour bestätigen. Bei dieser Gelegenheit fragten wir nach dem örtlichen Wetter und erhielten die Aussage, dass Montag und vor allem Dienstag (der Tag unserer gebuchten Tour) mit ordentlich Regen zu rechnen sei und es durchaus möglich wäre, dass das Event seitens des Veranstalters kurzfristig abgesagt wird. Wir hätten aber auch die Möglichkeit, auf Mittwoch umzubuchen. Hm, da wollten wir doch eigentlich gemütlich zum Grand Canyon fahren… Na gut, das Wetter am Mittwoch soll deutlich besser sein, also buchen wir um. Müssen wir halt direkt im Anschluss die vier Stunden zum Grand Canyon durchfahren und werden es zeitlich nicht mehr ins Visitor Center bzw. das Backcountry Office schaffen, wo wir die letzten Detailinfos für die geplante Wanderung am Donnerstag einholen wollten. Aber sei’s drum. Immerhin soll das Wetter am Donnerstag ok sein. Das ist ein Anfang, wenngleich Claus sich keine Hoffnung macht, den Colorado River mit klarem Wasser zu sehen. Nach Regenfällen wird so viel Schlamm in den Fluss gespült, dass er wie eine rotbraune Drecksbrühe aussieht. Aber auch das lässt sich nicht ändern. Wir hoffen einfach, dass sich Rosa über Land schneller als erwartet abschwächt und wir dementsprechend geringere Auswirkungen erleben werden.

Und jetzt aber wirklich: Noch einmal schlafen… 😉

2 Kommentare:

  1. Gut, dass ihr noch umdisponieren konntet. Und die 4 h Fahrt zum Grand Canyon sind sicherlich viel entspannter als normalerweise das Autofahren in D ist. Empfinden wir eigentlich immer so ;-).

    Die Wanderung in den Grand Canyon ist auf jeden Fall eine Riesensache, wow! Ich habe da schon die wildesten Stories gehört, aber vor allem von den Sommermonaten, wenn es so heiss und doch wahnsinnig anstrengend ist. Bei dieser Wanderung ist es wohl auch so hart, weil es erst immer runter geht und zum Schluss immer nur hoch...

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    1. Autofahren in den USA ist total easy. Ich genieße das immer richtig. Vor allem, dass die Ampeln hinter den Kreuzungen sind (Stichwort: Genickstarre) und die deutlich lesbaren Straßenschilder sind ein Genuss. Nicht zu vergessen: Die Linksabbiegespuren in der Straßenmitte.

      Ja, die Wanderung wird ne ziemliche Herausforderung, eben weil es erst 1,400 Höhenmeter hinab und dann - wenn man müde ist - wieder hinauf geht. Und die letzten 4.5 mi sind die anstrengendsten. Aber ich habe mich ein halbes Jahr bestens vorbereitet und bin guter Dinge. Morgen ist es soweit. Ich freu mich schon total.

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