Wenn so ein besonderes Projekt wie Auri auf Tour geht, dann bietet es sich an, mehrere Konzerte zu besuchen. Als Anfang des Jahres feststand, dass wir in den Süden ziehen, bestellte ich uns daher zwei Karten für das Konzert in Mannheim. Aufgrund des schleppenden Vorverkaufs bekamen wir noch sehr gute Plätze in der vierten Reihe.
Das Mannheimer Konzert blieb von einer Verlegung in eine andere, kleinere Location verschont, und so fuhren wir gegen 18:30 Uhr los. Das Capitol liegt in der Innenstadt, wo es bekanntermaßen schwierig ist, Parkplätze zu finden. Wir hatten aber mal wieder Glück und fanden einen kostenlosen Platz in einer der umliegenden Nebenstraßen.
Als wir am Capitol ankamen, hatte der Einlass bereits begonnen. Da wir Platzkarten hatten, war das für uns irrelevant. Allerdings stellten wir fest, dass wir trotz Reihe 4 deutlich weiter von der Bühne entfernt saßen als in Stuttgart. Alleine zwischen Bühnenrand und den Sitzplätzen der ersten Reihe waren locker drei Meter Abstand.
Auch heute gab es keinen Support, und das Konzert begann pünktlich um 20 Uhr. Die Setlist war identisch zu Stuttgart. Johanna setzte sich zu Those We Don't Speak Of wieder an den Bühnenrand, und zum Ende des Liedes betraten die restlichen Musiker die Bühne. Neben den Auri Mitgliedern Tuomas Holopainen und Troy Donockley waren das Kai Hahto (Schlagzeug), Johanna Iivanainen (Keyboard, Gesang) und Mikko Iivanainen (Gitarre).
Ein schönes Lied folgte auf das andere. Es fällt wirklich schwer, ein Highlight zu nennen, da mir nahezu alle gespielten Songs gefallen. Es war wirklich ein Genuss, und ich war froh, dass wir noch ein zweites Konzert erleben konnten. Die Atmosphäre in Stuttgart war zwar im direkten Vergleich besser, was aber vermutlich an der dortigen Nähe zur Bühne lag.
Sabine freute sich natürlich auf Kiss The Mountain, das sie auch filmen wollte, aber ein Ordner hatte vorab schon darauf hingewiesen, dass bitte nicht gefilmt werden soll. Das hielt den einen oder anderen in den Reihen vor uns trotzdem nicht davon ab, jedoch waren die Handys deutlich weniger präsent als bei anderen Konzerten, was grundsätzlich nicht verkehrt ist.
Auf der Setlist standen auch zwei Lieder, die Troy singt. Aber wie schon in Stuttgart, wurden diese auch heute leider nicht gespielt. So konnte man seiner Stimme nur bei den einen oder anderen backing vocals lauschen. Dennoch war es wieder ein fantastisches Konzert, das viel zu schnell vorbei ging.
Nach gut 90 Minuten war bereits Schluss. Bleibt nur zu hoffen, dass es nach einem etwaigen neuen Album in ein paar Jahren wieder eine Tour geben wird.
Sabine und ich schauten noch kurz am Merch-Stand vorbei, aber da gab es nichts, was wir hätten brauchen können. So machten wir uns auf den Heimweg und verließen das Capitol. Wir waren gerade mal ein paar Meter gegangen, als ich im Vorbeigehen dachte "den kennst du doch?" und meinen Augen nicht traute. Da stand tatsächlich Tuomas Holopainen und unterhielt sich mit einem Fan. Zwei weitere Fans warteten, und ich beschloss, mich ebenfalls anzustellen. Wenige Minuten später wechselte ich ein paar Sätze mit einem meiner musikalischen Idole, und Sabine machte noch ein Foto. Wow, das war das i-Tüpfelchen dieses Abends!
Ich war super glücklich und strahlte über das ganze Gesicht. Jetzt liefen wir aber wirklich zurück zum Auto und machten uns auf den Heimweg.
Setlist
1. Those We Don't Speak Of
2. The Space Between
3. I Hope Your World Is Kind
4. Skeleton Tree
5. The Duty Of Dust
6. Night 13
7. Libraries Of Love
8. Blakey Ridge
9. Kiss The Mountain
10. Aphrodite Rising
11. The Long Walk
12. See
13. The Valley
14. Shieldmaiden
15. Museum Of Childhood
16. Them Thar Chanterelles + Reels
---------------
17. Pearl Diving