Samstag, 8. November 2025

Wir schwimmen mit Delfinen

Der Urlaub diente zwar der Erholung, aber so ganz ohne ein besonderes Erlebnis wollten wir ihn dann doch nicht beenden. Und so hatten wir einen Ausflug gebucht, der Sabine von einer Bekannten empfohlen wurde. Um 3:30 Uhr klingelte der Wecker. Wir gingen ins Bad, zogen uns an, packten unsere Sachen und standen eine Dreiviertelstunde später abholbereit vor unserem Hotel. Wenige Minuten später fuhr ein kleiner Bus vor und sammelte uns ein. Dann fuhren wir durch das nächtliche Sahl Hasheesh und holten bei diversen Hotels weitere Urlauber ab. Um 5:15 Uhr erreichten wir den Hafen. Noch einige Meter zu Fuß, dann bestiegen wir das Boot von Erlebnis Ägypten, unserem Tour-Veranstalter.


Wir wurden freundlich begrüßt und suchten uns freie Plätze. Während wir auf die Abfahrt warteten, ging über dem Meer die Sonne auf und tauchte die Stadt und den Hafen in wunderschönes Licht.




Punkt 6 Uhr legten wir ab und fuhren aus dem Hafen hinaus aufs Rote Meer. Es ging zunächst an der Küste entlang Richtung Norden.





Die Crew fragte ab, wer bereits Erfahrung mit Schnorcheln usw. hatte und wer noch blutiger Anfänger war. Die Profis hatten natürlich allesamt ihre eigene Ausrüstung dabei. Wir Greenhorns bekamen passendes Equipment vom Veranstalter gestellt und eine Einweisung dazu. Die Jungs von Erlebnis Ägypten waren super freundlich und sprachen sehr gut Deutsch.




Uns wurde gesagt, dass der Schutz der Tiere und der Natur im Vordergrund stünden und man uns somit nicht garantieren könnte, dass wir Delfine sehen werden. Es wurde betont, dass man im Gegensatz zu anderen Veranstaltern auch keine Jagd auf die Tiere mache, und wenn sie nicht wollten, man sie in Ruhe ließe.




Nach gut zwei Stunden Fahrt erreichten wir eine Stelle, an der in der Vergangenheit häufig Delfine zu sehen waren. Heute war niemand da, und die Crew entschied sich, weiter gen Norden zu fahren.



Auf der linken Seite war wieder das Festland zu erkennen. Mittlerweile hatte ein Crew-Mitglied ein leckeres Frühstücksbuffet angerichtet, an dem wir uns nun bedienen durften. Als wir wieder zu unseren Plätzen zurückkehrten, hatte das Boot kleine Inseln oder Sandbänke erreicht.





Gegen 10 Uhr kamen wir an einer weiteren Stelle an, die für Delfinsichtungen bekannt ist. Die Crew beobachtete das Meer mit Ferngläsern und plötzlich waren alle ganz aufgeregt vor Freude. Vor und neben unserem Boot schwammen Delfine im Wasser.





Jetzt musste alles ganz schnell gehen. Die Treppe runter zum hinteren Teil des Boots, Schnorchel und Flossen an, und dann ab ins Wasser. Sabine hatte im Vorfeld erwähnt, dass sie aufgrund ihrer Frozen Shoulder nicht ins Wasser geht, aber die Crew wollte auch ihr ein einzigartiges Erlebnis bieten, und so bekam sie einen separaten Guide an die Seite gestellt, der sich nur um sie kümmerte. Mir war im Wasser wohl auch schnell der blutige Anfänger anzumerken. Jedenfalls widmete sich ein weiterer Guide mir und einer anderen Frau, die mit ihrem Schnorchel Probleme hatte. Zusammen schwammen wir den Delfinen hinterher. Der Guide rief irgendwann, dass ich den Kopf unters Wasser stecken soll. Als ich das Tat, bot sich mir ein fantastischer Anblick: Unter mir schwammen ganz viele Delfine 😊
Die Crew machte den ganzen Tag über Fotos und Videos mit einer GoPro, und dieses Video ist eines davon. So sah das auch aus, als ich den Kopf unter Wasser hielt.


Wir wurden dann wieder mit dem Boot eingesammelt und konnten von Bord Fotos und Videos von den Delfinen machen, die neben dem Boot herschwammen.







Wahnsinn, das war so schön! Ein super Erlebnis!




Es war inzwischen 11:30 Uhr, als wir an einem Korallenriff ankerten. Hier hatten wir die Möglichkeit, zu schnorcheln, was die meisten aus unserer Gruppe auch nutzten. Sabine und ich blieben mit einigen wenigen aber auf dem Boot.




Etwa eine Stunde später traten wir die Rückfahrt an. Die Stimmung auf dem Boot war ausgesprochen gut. Kein Wunder bei diesen tollen Erlebnissen.






Plötzlich war die Crew völlig aus dem Häuschen. Alle liefen ganz aufgeregt herum und zeigten ins Wasser. Der Grund war ein Walhai, der im Wasser vor dem Boot schwamm. Man erklärte uns, dass es sehr selten sei, einen Walhai zu sehen, und dass wir riesiges Glück hätten. Sogar für einen Teil der Crew war diese Sichtung das erste Mal. Das Boot wurde angehalten, und die etwas professionelleren Schnorchler und Taucher gingen mit einem Teil der Crew ins Wasser. Auf meinen Fotos ist der Walhai leider nicht so gut zu erkennen.




Nach einiger Zeit waren die Taucher zurück auf dem Boot. Die meisten hatten Pech, aber einer erzählte freudestrahlend, dass er es geschafft hätte, den Walhai mit seiner GoPro zu filmen. Das ist sein Video.


Nach so viel Aufregung war es jetzt Zeit für das Mittagessen.




Auf der weiteren Rückfahrt nach Sahl Hasheesh begegneten wir tatsächlich nochmal einer weiteren Delfin-Familie. Für einige die Gelegenheit, ein letztes Mal ins Wasser zu gehen.




Um 16 Uhr gab es für alle nochmal einen Nachmittags-Snack und etwas zu trinken. Die Crew bedankte sich bei uns, und wir hatten die Gelegenheit, uns bei allen zu verabschieden und die Fotos/Videos zu bestellen, die uns dann einige Tage später zugeschickt wurden. Wir alberten mit Hiro und Kiro herum, und sie gaben mir den Spitznamen Miro, damit es sich so schön reimt 😉




Eine halbe Stunde später ging die Sonne über Sahl Hasheesh unter.




Wir erreichten den Hafen und gingen von Bord.



Auf dem Weg zu unserem Shuttlebus kamen wir an diesem Kameraden vorbei und bemerkten erst, das es echt war, als es den Kopf bewegte 😉


Die Rückfahrt ins Hotel dauerte wieder anderthalb Stunden, und es war schon dunkel, als wir ankamen. Das Restaurant hatte aber zum Glück noch auf, so dass wir uns für das Abendessen am Buffet bedienen konnten. Damit endete dann ein langer, erlebnisreicher Tag, der uns wahnsinnig schöne Erinnerungen bescherte.

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