Wir fuhren gestern nur noch einen Teil des Heimwegs und übernachteten in Essen. Hier wollten wir heute den knapp 10 km langen Graffiti-Walk ablaufen, der zu verschiedenen Murals führt, die in der ganzen Stadt verteilt sind. Als wir um 9 Uhr am Parkhaus starteten war es noch sehr frisch, und ich befürchtete, dass das meiner gerade auskurierten Erkältung nicht zuträglich sei. Aber im Laufe der Zeit wurde es spürbar wärmer.
Der erste Fotostopp befand sich unweit vom Parkhaus in einem Hinterhof.
Am Viehofer Platz befindet sich ein zehn Jahre altes, 320 m² großes Wandbild, an dem Kunststudenten und etablierte Street Art- und Graffitikünstler mitwirkten. Leider wurden an der Straße Bauarbeiten durchgeführt, und so störten diverse Baken das Bild.
Reste der Berliner Mauer findet man vor der Kreuzeskirche. Hier hat sich u.a. der französische Maler Thierry Noir verewigt.
Das erste Mural in der Südstadt ist ein 130 m² großes Wandgemälde, das 2017 zusammen mit 16 weiteren in NRW entstand. Es soll die Ziele für nachhaltige Entwicklung sichtbar machen, die von den Vereinten Nationen beschlossen wurden. Hier in Essen steht Ziel 4 'Hochwertige Bildung gewährleisten' im Mittelpunkt des Murals.
Das nächste Mural heißt Kreislauf des Lebens. Es soll die Menschen daran erinnern, das Leben wieder in den Mittelpunkt ihrer Aufmerksamkeit zu stellen.
Das größte Mural der Tour befindet sich in der Alfredstraße. Es wurde 2016 von zwei Graffitikünstlern innerhalb von drei Monaten erstellt. Damals war Essen 'grüne Hauptstadt Europas'. Das Bild hat den Titel Ever Green und thematisiert Menschen und das urbane und grüne Leben in der Stadt. Es gehört zu meinen Favoriten der Tour.
Auf dem Weg zurück in die Nordstadt kommt man am Stadtgarten vorbei, Essens ältester öffentlich zugänglicher Grünanlage. Hier finden sich weitere sehenswerte Graffitis.
Das letzte Graffiti, das wir entdeckten, befand sich auf dem Weg vom Stadtgarten zurück auf die Rü, wie die Rüttenscheider Straße hier genannt wird.
Um etwa 13 Uhr waren wir schließlich wieder am Parkhaus und machten uns auf den Heimweg.











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