Samstag, 9. März 2024

Bergpark Wilhelmshöhe

Für das heutige Posting gibt es wieder eine Vorgeschichte. Im Hinblick auf den Verkauf unseres Hauses und den bevorstehenden Umzug im Sommer 2025, hatte ich entschieden, mich von vielen Dingen zu trennen, die sich im Laufe der Jahre angesammelt haben. Obwohl ich mit einem Hausbau liebäugle, war mir klar, dass ich mich wohntechnisch verkleinern werde, und ich wollte daher nur mit dem Nötigsten umziehen. Deshalb verkaufe ich seit über zwei Jahren ganz viele Dinge bei eBay, die mir zu schade sind, um sie wegzuwerfen. Das läuft insgesamt richtig gut.

Ende Januar hat mir dann Sabine, ein Fan aus Norddeutschland, ein paar Artikel meiner Lieblingsband mesh abgekauft. Irgendwie entstand daraus ein netter Kontakt, der sich nach Austausch unserer Handynummern per WhatsApp fortsetzte. Im Laufe der letzten fünf Wochen haben wir uns gegenseitig wahre Romane geschrieben und es haben sich Gefühle entwickelt, die über Freundschaft hinausgehen. Damit entstand auch der Wunsch, sich persönlich kennenzulernen.

Ich habe für unser erstes Date nach einem schönen Ausflugsziel in der geografischen Mitte gesucht und wurde mit dem Bergpark Wilhelmshöhe in Kassel fündig. Heute war dann der große Tag, und ich fuhr mit Kribbeln im Bauch und reichlich Aufregung gen Norden. Sabine und ich hatten uns zu 12 Uhr verabredet. Am Bergpark gibt es mehrere Parkplätze, und irgendwie haben die Navis uns zu unterschiedlichen Parkplätzen geführt, so dass wir uns erst mal zusammenfinden mussten. Ich nutzte die Zeit, und besorgte im Besucherzentrum schon mal einen Parkplan.



Als Sabine am Parkplatz ankam und aus dem Auto stieg, bin ich beinahe im Erdboden versunken. Da lief eine total hübsche Frau auf mich zu, was meine Nervosität nicht besser machte. Nach einem kurzen Stopp am Besucherzentrum schlenderten wir Hand in Hand Richtung Schloss Wilhelmshöhe. Ab hier reiht sich eine Sehenswürdigkeit an die nächste und es geht steil aufwärts, was ich im Vorfeld bei der Planung nicht bedachte. Als erstes kamen wir am Jussow-Tempel vorbei.



Am Aquädukt legten wir auf einer Parkbank eine kurze Pause ein. Aufgrund der Jahreszeit war das Wasser im Park größtenteils noch abgestellt, die Bäume waren teilweise noch kahl und es blühte auch kaum etwas. Für uns nur nebensächlich, denn wir waren in unser Gespräch vertieft und genossen die Zweisamkeit. Wir hatten vorab per WhatsApp schon viele Gemeinsamkeiten neben mesh entdeckt, und jetzt stellten sich im Gespräch weitere heraus. Bei uns passen so viele Dinge, dass es schon fast unheimlich ist.





Über die Teufelsbrücke erreichten wir die Neptungrotte unterhalb des Herkules. Die zahlreichen Stufen hinauf zur Statue des griechischen Gottes sparten wir uns, da die Wasserspiele erst am 1. Mai beginnen. Wir drehten um, holten uns im Café Jerome beim Schloss Wilhelmshöhe etwas zu trinken und setzten uns in die Sonne.



Irgendwann entstand der Wunsch, etwas zu essen, und Sabine schlug vor, in die Stadt zu fahren. Wir liefen zum Parkplatz zurück, fuhren in die City und suchten uns ein Einkaufszentrum. Beim Bäcker Kamps kauften wir uns zwei belegte Brötchen, die wir draußen im Freien essen wollten, und bummelten noch ein wenig durch das Center. Beim Verlassen des Depot lösten wir versehentlich Alarm aus, als wir den Notausgang benutzten, durch dessen zuvor offene Tür wir den Laden betreten hatten. Das war uns kurz peinlich.

Wir fuhren weiter zum Staatspark Karlsaue. Auf der Suche nach einem gemütlichen Platz in der Sonne schlenderten wir um den Aueteich. Mangels freien Bänken setzten wir uns schließlich auf die Treppenstufen am Teich und aßen unsere Brötchen in der Nachmittagssonne. Als die Sonne unterging und es kühler wurde, machten wir uns auf den Weg zurück zum Auto.



Wir fuhren erneut zum Bergpark Wilhelmshöhe, wo noch Sabines Auto stand, und unterhielten uns eine ganze Weile. Als wir auf die Uhr schauten, war es schon fast halb neun. Sollten wir jetzt im Dunkeln noch mehrere Stunden heim fahren? Kurzerhand buchten wir uns online ein Hotel. Nach dem Check-in gingen wir noch ein Sandwich essen (nein, ausnahmsweise mal nicht bei Subway). Eigentlich wollten wir den Tag gemütlich ausklingen lassen, fanden in der Nähe jedoch nur eine Baguetteria/Pizzeria, die noch auf hatte. Anschließend machten wir noch einen kurzen Zwischenstopp in einem Späti, und dann waren wir auch schon zurück im Hotelzimmer.

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