Sonntag, 30. Juni 2024

Allersberg und Brombachsee

Trotz der vorabendlichen Aufregung machten wir uns gestern (Samstag, 29.06.) auf den Weg Richtung Nürnberg. Die Fahrt zog sich ganz schön hin. Es ist doch eine ordentliche Strecke vom Norden in den Süden. Kurz nach 14 Uhr waren wir am Ziel und wurden von Jörg und Christina begrüßt. Nach einer kurzen Erfrischung bei den beiden fuhren wir gemeinsam zum Schmidt Bäcker nach Roth, wo wir etwas aßen und uns ausgiebig unterhielten.

Sabine war zum ersten Mal hier und kannte Jörg und Christina noch nicht. Es gab also eine Menge zu erzählen, und die Zeit verging wie im Flug. Am späten Nachmittag fuhren wir zurück nach Allersberg und zeigten Sabine das Grundstück, auf dem ich vorhabe, zu bauen. Anschließend ging es weiter zum Rothsee. Zu viert saßen wir gemütlich am Ufer, tranken etwas und genossen die Abendsonne.

Für die Übernachtung buchten Sabine und ich uns ein Zimmer in der Pension Schneider. Wir bekamen tatsächlich nochmal Hunger und fuhren kurzerhand nochmal nach Roth zum dortigen McDonald's. Es war bereits dunkel aber immer noch angenehm warm, und so genossen wir unsere Portion Pommes im Freien auf der Terrasse. Bis wir zurück in der Pension waren und ins Bett kamen, war es spät geworden.

Leider hatte ich den ganzen Tag über vergessen, Fotos für den Blog zu machen 


Heute haben wir ausgeschlafen. Als wir aufstanden sahen wir, dass die Straßen nass waren und es große Pfützen gab. Nachts hatte es offenbar ordentlich geregnet. Um 11 Uhr checkten wir aus und fuhren nach Roth zum Schmidt Bäcker. Hier suchten wir uns einen schönen Platz auf der Terrasse und bestellten uns ein leckeres Frühstück.



Um die Mittagszeit gesellte sich Jörg dazu. Wir quatschten nochmal lange miteinander. Erst nach 15 Uhr verabschiedeten wir uns. Der ursprüngliche Plan sah vor, dass wir an die österreichische Grenze ins Berchtesgadener Land zum Königssee fahren. Aufgrund der Wettervorhersage, die für heute und die nächsten Tage überwiegend Regen ankündigte, beschlossen wir, erstmal hier in der Gegend zu bleiben und uns Gedanken über den weiteren Verlauf unserer freien Tage zu machen. Wir fuhren das kurze Stück zum Großen Brombachsee. Dort fanden wir eine gemütliche Bank am Ufer und genossen den Blick auf das Wasser.



Nach und nach zog der Himmel immer mehr zu und es begann in der Ferne zu donnern. Auf der Terrasse des netten Strandlokals aßen wir noch leckere Nudeln und einen Salat mit Lachsfilet. Dann machten wir uns auf den Weg nach Rülzheim. Wir hatten beschlossen, den Urlaub hier abzubrechen und stattdessen unseren Umzug voranzutreiben. Den Königssee schauen wir uns dann irgendwann bei besserem Wetter an.

Sabine schlug vor, dass wir - wenn wir eh schon im Süden sind - meine Sachen in Rülzheim abholen und mitnehmen. Damit würde ich mir eine zusätzliche Fahrt in ein paar Wochen ersparen. Von unterwegs rief ich Chris an und teilte unsere spontanen Pläne mit. Die Begeisterung hielt sich erwartungsgemäß in Grenzen. Online mietete ich für den nächsten Tag einen Sprinter bei Sixt. Gegen 21 Uhr kamen wir in Rülzheim an.

Freitag, 28. Juni 2024

Schlüsselübergabe & Notaufnahme

Heute morgen um 9 Uhr hatten wir mit unserem Vermieter die Hausbegehung und Schlüsselübergabe. Wir gingen Raum für Raum durch und erstellten ein Übergabeprotokoll. Leider hatte die Putzfrau, die das Haus vor der Übergabe noch putzen sollte, kurzfristig abgesagt. Uns wurde angeboten, dass das morgen nachgeholt wird und wir dann ab Sonntag ins Haus können. Da wir aber gleich morgen früh für ein paar Tage wegfahren wollen, haben wir gesagt, dass wir das übernehmen. Beim Umzug gibt es eh wieder Dreck.

Nachdem wir die Schlüssel erhalten haben, fuhren wir zum Baumarkt. Wir hatten uns im Vorfeld entschieden, einzelne Wände farbig zu streichen, und das wollten wir heute Nachmittag noch machen, bevor wir dann zu unserem Kurztrip aufbrechen. Wir klebten die betroffenen Wände ab. Während Sabine damit begann, die Wand im Wohnzimmer zu malern, brachte ich den Briefkasten an, den unser Vermieter besorgt hatte.




Barney hatte sich ein schönes Plätzchen gesucht und bewachte die Haustür. Und eine Etage höher brachte Lynn die gewünschte Farbe in ihrem Zimmer an.



Ich fuhr nochmal zum alten Haus, um ein paar Sachen zu holen. Als ich gegen 19:45 Uhr wieder zurück kam, hatte auch die Küchenwand ihren ersten Anstrich erhalten, und Sabine war aufgeregt am Telefonieren. Wie ich dann mitbekam, hatte ihre Insulinpumpe den Dienst quittiert, und an der Notfallhotline saß ein Mitarbeiter, der den Versand einer Ersatzpumpe nicht beauftragen konnte, weil er die Kundendaten nicht fand.


Der Abend endete damit, dass wir nach Bremen in die Notaufnahme gefahren sind, damit Sabine Insulin bekommt. Zuerst waren wir am falschen Krankenhaus, die uns woanders hinschickten. Dort mussten wir dann eine zeitlang warten, aber schließlich bekam Sabine ein Rezept, das wir in einer Nachtapotheke einlösen konnten. Sie bekam einen Pen mit Insulin, damit sie sich die nötigen Dosen erstmal selbst verabreichen konnte, bis der Ersatz mit der Insulinpumpe geklärt ist.

Wir hatten einen wahnsinnig aufregenden Abend. Zwischenzeitlich stand im Raum, dass wir unseren geplanten Kurzurlaub canceln, aber Sabine meinte, dass sie früher auch mit Pen gearbeitet hat und sie das schon hinkriegt.

Donnerstag, 27. Juni 2024

The National (Konzert)


Im Oktober letzten Jahres sah ich The National zum ersten Mal live. An diesem Abend beschloss ich, bei der nächsten Tour erneut dabei zu sein. Nur wenige Wochen später wurde das heutige Konzert im Rahmen der Sommer-Festivals angekündigt, und ich kaufte mir umgehend ein Ticket. Nachdem ich Sabine kennengelernt hatte und wir für Ende Juni ein paar Tage wegfahren wollten, war eigentlich geplant, dass ich das Konzert als Zwischenstopp für die Fahrt zu ihr nach Bremen nutze. Durch meinen spontanen, schnellen Umzug, ergab sich nun eine gänzlich neue Situation, mit Hin- und Rückfahrt vom Norden aus.

Ich fuhr direkt nach dem Mittagessen los, um pünktlich zum Einlass um 17 Uhr in Bonn zu sein. Parken konnte man direkt neben dem Kunst!Rasen-Gelände in einer Tiefgarage. Obwohl am Einlass schon eine lange Schlange stand und ich drin auch noch kurz aufs WC ging, verlief sich das Ganze auf dem großen Gelände. Ich hatte ein Front of Stage Ticket, also für den exklusiven Bereich direkt vor der Bühne. Dieser Bereich war sehr groß, und ich war froh, mich beim Ticketkauf so entschieden zu haben. Ansonsten wäre ich mindestens 30 Meter von der Bühne weggestanden.


Ich fand einen guten Platz in der dritten Reihe, recht mittig vor der Bühne, mit dem ich sehr zufrieden war. Die anderthalb Stunden Wartezeit bis zum Beginn zogen sich dann aber etwas. Immerhin war es sonnig und warm. Um 18:30 Uhr betrat Bess Atwell die Bühne. Die britische Sängerin spielte eine halbe Stunde lang ihre Lieder inkl. der aktuellen Single Release Myself. Dann begann die Umbaupause.




Um kurz nach 19:30 Uhr betraten The National die Bühne. Zum Einstieg gab es wie gewohnt ein ruhiges Lied, diesmal war es Runaway. Dann ging es mit neuen Songs weiter: Eucalyptus und Tropic Morning News vom Album First Two Pages Of Frankenstein. Auf Don't Swallow The Cap folgte Bloodbuzz Ohio. Ich freute mich riesig, dass mit I Need My Girl eines meiner Lieblingslieder gespielt wurde.




Auch Conversation 16 gehört zu meinen Favoriten. Aufgrund des enormen Repertoires der Amerikaner war zu erwarten, dass sie gegenüber dem Konzert im Oktober ein paar Lieder auf der Setlist tauschen werden. Und so gab es mit Cherry Tree und Abel im weiteren Verlauf zwei ältere Stücke, bevor es mit Songs der beiden aktuellen Alben vom letzten Jahr weiterging.




Was mich an The National vom ersten Moment an live faszinierte, war die enorme Nähe der Band bzw. des Sängers Matt Berninger zum Publikum. Bei nahezu jedem Lied bezieht er seine Zuhörer mit ein. Mal mit Gesten, mal indem er sich nach vorne beugt und auf einzelne Personen zeigt. Und regelmäßig verlässt er die Bühne und begibt sich direkt hinein ins Publikum. Da er kein Funkmikrofon benutzt, hat der für das Mikrofonkabel zuständige Roadie bei den Konzerten immer jede Menge zu tun und sieht häufig genervt aus. Ich frage mich zudem immer wieder, wie lang solche Kabel wohl maximal sein können, denn Matt läuft auch gerne mal quer durch die Halle nach hinten, bzw. heute auf dem Open Air Gelände bis zur hinteren Absperrung des Front of Stage Bereichs, um auch die Fans dahinter zu erreichen.





Für den Song Rylan betrat Bess Atwell nochmal die Bühne und sang zusammen mit Matt. Das Lied England musste unterbrochen werden, nachdem ein paar Meter hinter mir offenbar jemand zusammengebrochen war. Vielleicht zu wenig getrunken oder Kreislauf, jedenfalls mussten die Sanitäter kommen. Matt signierte in der Zwischenzeit eine LP für einen Fan und bedankte sich anschließend bei den Rettungskräften für ihren Einsatz. Dem Konzertbesucher schien es auf jeden Fall wieder gut zu gehen.




Nachdem England wiederholt wurde, ging es mit Light Years weiter. Fake Empire ist ein kritischer Song über das Heimatland der Band und gleichzeitig eines der erster Lieder, die ich von The National gehört habe. Space Invader beendete dann den regulären Teil des Konzerts.





Natürlich ließ es sich Matt nicht nehmen, nochmal von der Bühne zu steigen und den Kontakt zu den Fans zu suchen. Dass er sich eine Weile im Fotograben aufhielt und dort an die Bühne gelehnt weitersang, gefiel sogar einem Security Mitarbeiter. Das erlebt dieser sicher nicht so oft.






Schon nach wenigen Minuten kam die Band für die Zugaben zurück auf die Bühne. Meine persönlichen Highlights waren hier Terrible Love und About Today. Die Jungs gaben nochmal alles, und Matt unternahm nochmal einen letzten Ausflug zu den Fans in der ersten Reihe. Dann waren die Akkus aber auch leer. Mit Vanderlyle Crybaby Geeks endete das Konzert gegen 22 Uhr.





Es dauerte eine ganze Weile, bis sich der Front of Stage Bereich durch den schmalen Ausgang leerte. Im regulären Zuschauerbereich befand sich der Merchandise-Stand. Hier kaufte ich mir noch ein T-Shirt und einen Hoodie. Dann lief ich zügig zurück zur Tiefgarage, denn es lagen noch drei Stunden Fahrt vor mir. Leider war um Köln herum ein großer Stau, was mich viel Zeit kostete. Ich kam erst kurz nach 2:30 Uhr zuhause an. Trotzdem war ich froh, das Konzert gesehen zu haben, und selbstverständlich bin ich das nächste Mal wieder mit von der Partie.

Setlist
  1. Runaway
  2. Eucalyptus
  3. Tropic Morning News
  4. Don't Swallow The Cap
  5. Bloodbuzz Ohio
  6. The System Only Dreams In Total Darkness
  7. I Need My Girl
  8. Apartment Story
  9. Conversation 16
10. Cherry Tree
11. Abel
12. Alien
13. Deep End (Paul's In Pieces)
14. Day I Die
15. Rylan
16. England
17. Light Years
18. Graceless
19. Fake Empire
20. Space Invader
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21. Weird Goodbyes
22. Mr. November
23. Terrible Love
24. About Today
25. Vanderlyle Crybaby Geeks

Samstag, 22. Juni 2024

Wir bauen die Terrasse ab

Jonas' Aufgabe während meiner Abwesenheit war, die Terrassenplatten abzubauen. Einen Teil hatte er erledigt. Als ich gestern mit Arbeiten fertig war, machten wir uns an den Rest. Zu zweit bauten wir den Pavillon ab, damit die darunter liegenden Platten ebenfalls entfernt werden konnten. Natürlich fing es just in dem Moment an, in Strömen zu regnen. Aber nachdem es den ganzen Tag über mal mehr, mal weniger regnete, konnten wir darauf keine Rücksicht nehmen. Klatschnass bis auf die Unterhose hatten wir unsere Aufgabe bewältigt und die Terrassenplatten fein säuberlich gestapelt.




Heute morgen um 10 Uhr fuhr ich zu Bauhaus, wo Sabine und ich einen Anhänger für das Wochenende reserviert hatten. Da ich nach der Abschleppaktion von Andis Auto jetzt im Umgang mit der Anhängerkupplung geübt bin, war das Abholen des Hängers ein Kinderspiel. Jonas und ich begannen, den Anhänger mit den Terrassenplatten zu beladen. Auf drei Fahrten verteilt, schafften wir die Platten vom alten Haus auf das Grundstück des neuen Hauses.


Nachdem wir den Anhänger mit dem Pool beladen hatten, machten wir um 14:30 Uhr Mittagspause. Dazu liefen wir zu Burger King, das sich auf der anderen Straßenseite befindet. Jonas meinte, dass er noch nie Jemanden getroffen hat, der in einem Burger-Restaurant einen Salat gegessen hat 😉



Frisch gestärkt fuhren wir den Pool und den Pavillon zum neuen Haus. Anschließend luden wir die Palisaden des Sichtschutzes auf und fuhren auch diese zu ihrem neuen Zuhause.





Jetzt war Platz für unsere letzte Aufgabe.


Während Jonas im Garten des neuen Hauses Erde aushob, begann ich damit, den Sand der alten Terrasse auf den Anhänger zu schaufeln. Ich musste dabei irgendwie an die Sträflinge im Grand Canyon denken, die mit ihren Schaufeln den Weg instand hielten.




Wir verteilten die erste Ladung Sand, luden die ausgehobene Erde auf den Hänger und füllten damit das Loch im Boden der alten Terrasse auf. Um 21:30 Uhr machten wir Feierabend.






Der Himmel hatte sich zum Sonnenuntergang wunderschön eingefärbt.


Ein anstrengender Tag lag hinter uns. Ich freute mich auf die Dusche und wollte mich dann noch ein paar Stündchen aufs Ohr hauen, denn heute Nacht um 3 Uhr kommen Sabine und Lynn aus ihrem Urlaub zurück. Sie landen in Hannover, die Fahrt dahin dauert etwa eine Stunde. Und morgen ist dann wieder Sandschaufeln angesagt, denn am Montag müssen wir den Anhänger zurückgeben.