Mittwoch, 31. Juli 2024

Sonstiges aus dem Juli

Unser Hauptaugenmerk beim Umzug lag erstmal darin, das alte Haus leer zu kriegen, um dort die notwendigen Nacharbeiten durchführen zu können. Tapeten mussten entfernt und Bohrlöcher zugeschmiert werden. Im Zuge dessen war unser neues Haus ständig dermaßen vollgestellt, dass wir stets nur schmale Wege hatten und über irgendwelche Dinge drübersteigen mussten, was uns auf Dauer tierisch nervte.


Die Deutsche Glasfaser hatte uns zwar ein Leerrohr ins neue Haus gelegt, aber das eigentliche Kabel konnte nicht verlegt werden, weil in unserer Straße kein freier Port (Steckplatz) verfügbar war. Hier mussten zuerst am Verteilkasten Änderungen vorgenommen werden. Bis dahin arbeitete ich weiterhin im leeren Schlafzimmer des alten Hauses. Ein paar Umzugskartons behielt ich noch hier, damit ich mich nicht ganz so einsam fühlte.


Um die letzten großen Dinge vom alten ins neue Haus zu transportieren, mieteten wir uns nochmal einen Anhänger. Leider war der Anhänger von tedox aufgrund eines fehlenden Schutzblechs am Rad nicht buchbar, und so mussten wir auf den Anhänger von Bauhaus zurückgreifen. Der große Schmetterlingsbaum aus dem Garten musste unbedingt mit, und Sabine kann mit Stolz sagen: "Ich hab ihn selbst ausgewurzelt." 😉



Bei meinem Auto erschien schon einige Tage lang die Meldung, dass das Motoröl gewechselt werden muss. Im August ist außerdem der TÜV fällig. Deswegen fuhr ich zum örtlichen Ford-Händler und machte einen Termin aus. Leider war der nächstmögliche Termin erst Mitte September zu haben. Bis dahin sind sie komplett ausgebucht. Auf dem Heimweg machte ich bei Subway Mittagspause.



Am Montag (22.07.) haben wir endlich unseren Glasfaseranschluss bekommen. Gegen 16 Uhr kamen zwei Techniker der Deutschen Glasfaser vorbei, legten das Glasfaserkabel ins Haus und nahmen im Anschluss gleich die Aktivierung vor. Daraufhin konnte ich Sabines Fritz!Box anschließen und einrichten. Seitdem arbeite ich vom neuen Haus aus. Dazu habe ich meinen PC provisorisch auf Sabines Arbeitsplatten aufgebaut. Ich habe mir bereits einen höhenverstellbaren Schreibtisch ausgesucht, den ich mir kaufen möchte. Aber derzeit steht das Arbeitszimmer noch mit jeder Menge Umzugskartons voll.


Lynn feierte ihren 16. Geburtstag. Wir haben versucht, wenigstens im Esszimmerbereich das Umzugschaos soweit beiseite zu räumen, dass wir einigermaßen dekorieren und zum Feiern gemütlich am Tisch sitzen konnten.


In der letzten Juliwoche habe ich es endlich geschafft, die erste Lampe zu montieren. Jetzt haben wir zumindest im Wohn-/Esszimmer gutes Licht.


Heute (Mittwoch, 31.07.) hatten wir um 17:30 Uhr den Termin mit Sabines ehemaligen Vermietern zur Hausübergabe. Es wurde alles anstandslos abgenommen und im Übergabeprotokoll abgehakt. Damit ist dieses Kapitel abgeschlossen, und wir können uns auf das Einrichten des neuen Hauses konzentrieren. Zur Feier des Tages fuhren wir anschließend zu Subway und aßen ein leckeres Sandwich zum Abendbrot.



Sonntag, 21. Juli 2024

Unser Gartenhäuschen

Das Haus, in dem wir wohnen, hat weder einen Keller noch eine Garage. Stauraum bietet lediglich der Dachboden, der über eine ausklappbare Dachbodentreppe, einer Hühnerleiter ähnlich, zu erklimmen ist. Für unsere Fahrräder, den Rasenmäher und all die anderen Dinge, die man für den Garten und ums Haus herum braucht, bestellte Sabine ein Gartenhäuschen. Das wurde diese Woche geliefert.

Jonas hatte im Vorfeld aus den mitgebrachten Platten eine Terrasse als Untergrund verlegt. Darauf begannen wir gestern Nachmittag, das Häuschen aufzustellen. Als erstes legten wir den Rahmen.


Die nächste Stunde ging dafür drauf, die einzelnen Blechplatten von der selbstklebenden Schutzfolie zu befreien. Diese sollte wohl vor Kratzern schützen, was sinnlos ist, wenn diverse Teile schon vom Transport eingedellt sind. Immerhin brachte uns das einen Nachlass von 10% ein.

Wir breiteten die verschiedenen Bauteile auf dem Rasen aus und machten uns voller Elan ans Werk. Die Anleitung war jedoch alles andere als einfach zu lesen. Die Zeichnungen und Beschreibungen waren so vage, dass wir bei jedem Schritt erstmal überlegen mussten, was damit wohl gemeint war. Das nervte auf Dauer und verzögerte die Arbeit unnötig. Irgendwann standen die vier Ecken. Der Anfang war gemacht und man konnte erkennen, was es einmal werden sollte, wenn es fertig ist.


Als wir die Seitenwände aufbauten, rutschte mir eine Blechwand weg. Beim Versuch, sie aufzufangen, schnitt sich das scharfkantige Blech in meinen Daumen. Es blutete ziemlich stark und lange. Von da an konnte ich mehr oder weniger nur noch beratend zur Seite stehen. Trotzdem stand das Häuschen abends weitestgehend.


Heute haben wir noch das Dach und die Türen montiert. Die Schienen wurden in die Terrassenplatten verschraubt, damit uns das Haus bei einem Sturm nicht abhanden kommt und plötzlich beim Nachbarn im Garten steht 😉



Sabine baute das Regal aus ihrer alten Garage auf und räumte das Gartenhäuschen ein.


Jonas muss noch eine oder zwei Reihen Terrassenplatten verlegen, dann sieht es ganz schick aus 😊


Dienstag, 16. Juli 2024

Die Küche ist fast fertig

Eine funktionierende Küche gehört zu den essentiellen Dingen, die man zum Wohnen braucht. Sabine war es von Anfang an wichtig, ihre zwei Jahre alte Wunschküche in das neue Haus mitnehmen zu können. In manchen Objekten, die wir uns angeschaut hatten, war bereits eine Küche eingebaut oder sollte eine eingebaut werden, und es war nicht gewünscht, eine eigene Küche mitzubringen. Auch für das Haus, in dem wir jetzt wohnen, war seitens des Vermieters eine Einbauküche vorgesehen. Allerdings hatte er noch nichts bestellt und meinte, dass wir gerne unsere eigene Küche mitbringen könnten.

Nachdem wir den Mietvertrag unterschrieben hatten, verbrachte Sabine viel Zeit damit, mit Hilfe einer 3D-Planungssoftware die vorhandenen Küchenmöbel in den Grundriss einzufügen. Das war alles andere als einfach. Ich hatte eigentlich vor, meinen Side-by-side Kühlschrank aus Rülzheim mitzubringen. Allerdings hätten wir dann die beiden hohen Schränke mit dem Backofen und dem Dampfgarer nicht stellen können. So verzichtete ich schweren Herzens darauf.

Letztendlich schafften wir es aber, alle vorhandenen Küchenmöbel unterzukriegen. Zwar stehen sie nicht alle optimal, aber jeder Schrank hat einen Platz, und wir müssen keine Möbel zwischenlagern. Sogar die Kücheninsel macht sich optisch ganz gut zwischen Küche und Esszimmer.



Natürlich passen die Arbeitsplatten nicht mehr, und wir mussten für die beiden langen Wände neue besorgen und zusägen. Für die geraden Schnitte ging ich in den Baumarkt. Ein freundlicher Mitarbeiter bei Hornbach erklärte sich bereit, auch Fremdware zuzusägen. Die Löcher für Spüle und das Induktionskochfeld sägte ich mit der Stichsäge selbst aus den Platten.


Das Anschließen des Induktionskochfelds war ein Kinderspiel. Früher bestanden die Anschlüsse für den Herd aus unzähligen winzigen Drähten. Heute sind das sechs normale Kabel in unterschiedlichen Farben. Auch die Abzugshaube war relativ einfach zu montieren.



Nun fehlen nur noch Kleinigkeiten, wie die Sockelblende unter den Küchenmöbeln.

Donnerstag, 11. Juli 2024

Ein leeres Paket

Ich habe sämtliche Geräte fürs Heimkino in Rülzheim gelassen. Hintergrund war, dass ich mir in den letzten Jahren schon einige Filme in der 4k-Version gekauft habe und daher auch hardwareseitig auf 4k-Equipment umsteigen wollte. Mit dem Panasonic DP-UB9004 hatte ich mir bereits im April in Rülzheim einen 4k-Player bestellt. Jetzt sollte der passende Heimkino-Receiver folgen. Im Internet fand ich ein gutes Angebot für den gewünschten Yamaha Receiver bei einem Euronics Händler in Sinsheim, ganz in der Nähe meines alten Wohnortes. Laut DHL sollte das Paket heute ankommen.

Wir saßen gerade beim Mittagessen, als es an der Tür klingelte. Der DHL-Bote begrüßte mich mit den Worten, dass der Absender meines Pakets vermutlich einen viel zu großen Karton benutzt hätte, um die kleine, leichte Bestellung zu verschicken. Und tatsächlich: Der Karton konnte mit dem kleinen Finger angehoben werden. Ich sagte, dass da drin ein Heimkinoverstärker sein müsste, der gute 21 kg wiegt. Wir schauten uns das Paket genauer an und stellten fest, dass es trotz Banderole geöffnet und der Inhalt entwendet worden sein muss.


Ich rief umgehend beim Euronics Händler an und meldete den Fall. Der Chef persönlich nahm sich der Angelegenheit an und sagte mir, dass ich die Annahme des Pakets verweigern und mir den leeren Inhalt vom DHL-Boten bestätigen lassen soll. So haben wir das dann auch gemacht.



DHL hat das leere Paket wieder mitgenommen, und ich saß ohne Receiver da. Wenn man einmal nicht bei seinem Stammhändler bestellt... andererseits hätte das auch bei jedem anderen Paket passieren können. Immerhin habe ich so meinen neuen DHL-Zusteller in einem netten, lustigen Gespräch persönlich kennengelernt. Und die Ersatzlieferung wird hoffentlich nicht allzu lange auf sich warten lassen.

Sonntag, 7. Juli 2024

Die erste Umzugswoche

Am Dienstag (2.07.) gaben wir vormittags den Sprinter bei der Sixt Station in Bremen ab. Ich tankte kurz vorher noch voll. Bei der Rückgabe des Fahrzeugs wurde ein Schaden festgestellt, der nicht vermerkt war. Wir wiesen darauf hin, dass bei der Abholung des Fahrzeugs kein Übergabeprotokoll aufgenommen wurde und der Schaden nicht von uns verursacht wurde. In den Folgetagen erhielt ich dazu noch eine Onlinebefragung per eMail. Der Fall wurde dann geschlossen. Aber wir haben gelernt, dass man bei der Anmietung eines Mietwagens genau aufpassen muss, dass alle Schäden - und seien sie auch noch so klein - aufgelistet sind.

Am Mittwoch (3.07.) wurde von der Deutschen Glasfaser das Leerrohr für den Glasfaseranschluss in unser Haus verlegt. Es hatte sich vorab niemand gemeldet. Ein Glück waren wir gerade vor Ort mit dem Aufbauen von Möbeln beschäftigt. Sonst wären sie wohl unverrichteter Dinge wieder von dannen gezogen.



Sabine hatte im Vorfeld des Umzugs viele Dinge aussortiert und den Rest in Aufbewahrungsboxen gepackt. Nachdem der Dachboden von Spinnweben und anderem Dreck befreit war, brachten wir nun nach und nach die Boxen aus dem Schuppen des alten Hauses hierher. Auch die Umzugskartons, die wir mit dem Sprinter aus Rülzheim mitbrachten, fanden hier ihren Platz.




Sabine stellte die ersten Möbel im Wohnzimmer auf.


Parallel war ich damit beschäftigt, unseren Kleiderschrank aufzubauen. Da es für Sabines alten Schrank keinen passenden Korpus mehr gab, hatten wir uns dafür entschieden, einen komplett neuen Kleiderschrank zu kaufen. Nach und nach nahm dieser Form an. Ich war mir bei der Einteilung lange unsicher, wie viele Kleiderstangen, Schubladen und Ablagefächer ich brauche. Der Vorteil bei IKEA ist, dass das gesamte Ausstattungsprogramm einzeln erworben werden kann. So kaufte ich immer das, was ich nach dem Auspacken der Klamotten gerade brauchte. Außerdem entschieden wir uns für ein tolles Beleuchtungssystem.




Das war der Sonnenuntergang am Donnerstag (4.07.) von unserem neuen Schlafzimmer aus.


Am Freitag (5.07.) fuhren wir morgens zu IKEA, um nochmal Teile für den Kleiderschrank zu kaufen. Als erstes frühstückten wir dort. Ich hatte mir u.a. leckere Pancakes ausgesucht.


Sabine hatte vor ein paar Tagen bei tedox, einem Baumarkt, gesehen, dass sie dort Anhänger für 5 € pro Tag vermieten. Das war deutlich günstiger als bei Bauhaus, wo wir letztens einen Anhänger gemietet hatten. Wir hatten Glück, der Anhänger war verfügbar. Wir parkten ihn vor der Garage.


Als Jonas nachmittags von der Arbeit heim kam, begannen wir damit, die Küche abzubauen.


Über das Wochenende schafften wir es, alle großen und schweren Möbel und Geräte, wie die Waschmaschine und den Trockner, vom alten in das neue Haus zu befördern.

Montag, 1. Juli 2024

Mit Sack und Pack in den Norden

Schon gestern waren Sabines Blutzuckerwerte schlechter geworden. Das war neben dem durchwachsenen Wetter mit ein Grund, den Urlaub abzubrechen und wieder heim zu fahren. Ich wollte im Notfall nicht meilenweit von Zuhause weg sein. Als wir heute morgen aufstanden, ging es Sabine nicht gut. Sie rief ihre Ärztin an, und es stellte sich heraus, dass sie am Freitag Abend in der Notaufnahme in Bremen zwar das Insulin für die untertägige Regulierung des Blutzuckerspiegels erhalten hatte, aber die Basis dafür fehlte. Während eine Insulinpumpe den Körper auch nachts versorgt, muss man sich ohne Pumpe morgens einen 'Grundbestand' spritzen. Das fehlte nun den dritten Tag in Folge und war laut Sabines Ärztin aufgrund der beschriebenen Symptome lebensbedrohlich. Sie stellte ihr umgehend ein Rezept für das Basisinsulin aus und schickte uns in die Apotheke. Dort angekommen stellte sich heraus, dass das Rezept nicht zu dem passte, was die Apotheke im Bestand hatte. Bestellen war keine Option, und so rief Sabine nochmal bei ihrer Ärztin an, damit diese das Rezept auf das Basisinsulin änderte, das die Apotheke auf Lager hatte. Die Aktualisierung des Rezepts auf der Krankenkassenkarte dauerte eine knappe halbe Stunde. Wir überbrückten die Zeit, indem wir eine Runde spazieren gingen. Für den Transport des Insulins bekamen wir einen Kühlakku von der Apotheke. Auf Sabines Hinweis, dass wir nicht von hier sind und ihn nicht zurückgeben können, meinte die Chefin, dass das kein Problem sei und sie ihr den Akku schenkt.

An dieser Stelle ein ganz großes Lob an die Kreuz Apotheke in Rülzheim! Ich wurde in den 11 Jahren, die ich hier wohnte, immer sehr gut bedient und beraten, und auch in der heutigen Notsituation wurde Sabine als unbekannte Kundin außerordentlich gut behandelt. Hier ist man als Patient wirklich in den besten Händen.

Auf dem Rückweg holten wir uns beim Bäcker etwas fürs Frühstück. Die Insulin Aktion hatte unseren Zeitplan ziemlich durcheinander gewirbelt. Ich schlug vor, die Mietwagenbuchung zu stornieren, denn was machen wir, wenn es Sabine schlechter geht und sie nicht mehr fahren kann? Immerhin dauert die Fahrt sechs bis sieben Stunden. Aber Sabine meinte, dass wir das jetzt durchziehen. Ich wollte bei Sixt Bescheid geben, dass wir später kommen, fand aber nur eine zentrale Hotline-Nummer in München. So fuhren wir nach dem Frühstück mit einer Dreiviertelstunde Verspätung nach Karlsruhe, wo wir um 10:45 Uhr ankamen. Der freundliche Sixt Mitarbeiter im Office änderte die Anmietzeit auf 11 Uhr ab, so dass wir bei der Abgabe des Autos morgen früh etwas mehr Zeit haben.

Die Übergabe auf dem Parkplatz war kurz und knackig. Der Fuhrpark-Mitarbeiter fragte mich, ob ich chinesisch spreche, weil es sich bei dem gemieteten Sprinter um ein Auto der chinesischen Marke Maxus handelte. Dann bekam ich den Schlüssel in die Hand gedrückt, und mir wurde gezeigt, wo die Ausfahrt des Firmengeländes ist. Das war's. Naja, Autofahren kann ich ja. Sabine folgte mir im Puma nach Rülzheim.

Wir begannen damit, die Kartons, die ich vor zwei Wochen gepackt hatte, einzuladen. Mein Fahrrad und die Winterräder fürs Auto kamen ebenfalls dazu. Letztendlich hätte das kleinere Sprintermodell auch gereicht. Da sieht man mal, wie leicht man sich verschätzt.


Um 14 Uhr verließen wir Rülzheim und begaben uns Richtung Autobahn. Anfangs fuhr Sabine noch brav hinter mir her, aber als wir auf der A7 ankamen und die Richtung klar war, übernahm sie auch öfters mal die Führung. Es war schon komisch, mein Auto fahrend von hinten zu sehen 😉


Nach zwei Stunden Fahrt machten wir auf einem Rastplatz eine Pause. Ich prüfte kurz, ob die Ladung verrutscht war, aber natürlich war alles in Ordnung. Wichtiger war ohnehin, dass sich Sabine gesundheitlich gut fühlte.



Wir fuhren wieder auf die Autobahn. Mit dem Wetter hatten wir heute Glück. Es war zwar wechselhaft und frisch, aber trocken. Als es zu dämmern begann, legten wir nochmal eine Pause ein. Dann fuhren wir die letzte Stunde nach Hause und luden den Sprinter aus.