Samstag, 31. Mai 2025

Demontage der Decken & Kinobesuch

Wir haben ausgeschlafen, in der notdürftig eingerichteten Ersatzküche gefrühstückt, und um kurz nach 9 Uhr wieder losgelegt. Die Paneelen im Esszimmer gingen flott von der Decke. Der Kronleuchter stammt noch von den Vorbesitzern. Für ihn war es nun an der Zeit, die Reise zum Sperrmüll anzutreten.



Nach zwei Stunden war das Esszimmer von der Decke befreit.


Nun musste der Nebenraum zwischen Küche und Esszimmer ausgeräumt werden. Dominic half mir, sämtlichen Sperrmüll in die Garage zu tragen, wo wir ihn zwischenlagerten. Den Side-by-side Kühlschrank, der auch für die neue Küche eingeplant ist, schob ich einfach auf seinen Rollen in den Flur.

Für die Mittagszeit hatten sich zwei Leute angekündigt, die die Echtholzdecke abholen wollten. Die Einen kamen mit etwas Verspätung, der Zweite meinte auf Nachfrage, dass er es total vergessen hätte, und ob er die Decke morgen holen könnte. Naja, immerhin ein Teil der Paneelen ging schon mal weg.

Jetzt war Sabines Zeit gekommen. Sie wollte auch zeigen, was sie kann, und machte sich an die Demontage der Küchendecke.


Mit dieser Hand holte sie die Paneelen runter und entfernte die Klammern aus den Dachlatten.



Und weil's so schön war, machte sie gleich im Raum nebenan weiter. Um 17 Uhr waren wir mit unserer für dieses Wochenende geplanten Arbeit fertig.



Wir sprangen schnell unter die Dusche, denn es stand noch ein weiteres Event auf der Tagesplanung. Zusammen mit Dominic fuhren wir nach Landau, wo wir einen Tisch in der Bistro Lounge Detox reserviert hatten. Wer hart arbeitet, darf auch gut essen 😉
Sabine und ich bestellten uns ein leckeres Schnitzel, Dominic entschied sich für eine Pizza.


Direkt neben dem Restaurant befindet sich die Filmwelt Landau, und hier hatten wir Karten für den neuen Mission: Impossible Film mit Tom Cruise.


Leider kann der Film meines Erachtens nicht mit den Vorgängern mithalten. Für das Finale wollte man zu viel und hat maßlos übertrieben. Dennoch vergingen die drei Stunden wie im Flug, und um 23 Uhr machten wir uns auf den Weg zurück nach Rülzheim und auf unsere geliebte Matratze 😉

Freitag, 30. Mai 2025

Wir beginnen mit renovieren

Heute hatten wir ein volles Programm und sind deswegen zeitig aufgestanden. Zuerst mussten wir um 9 Uhr den Transporter vollgetankt bei Sixt in Karlsruhe abgeben. Dann ging es zurück in die Pfalz, denn Sabine hatte ein Vorstellungsgespräch in der Nähe von Landau. Auf dem Weg dahin besorgten wir bei Marktkauf noch ein Doppel-Induktionskochfeld für die Ersatzküche in Rülzheim.

Nach dem Vorstellungsgespräch fuhren wir nach Wörth ins Maximilian-Center zur dortigen JYSK Filiale. Vor ein paar Wochen waren Sabines Esszimmerstühle in der Werbung, und wir hatten zwei zusätzliche Stühle für Rülzheim gekauft, aber vereinbart, sie in Wörth abzuholen, um sie nicht auch noch transportieren zu müssen. Zum Mittagessen sind wir dann nebenan zu Subway gegangen.



Zurück in Rülzheim starteten wir mit unseren Renovierungsarbeiten. Zunächst mussten die im Haus verbliebenen Möbel abgebaut werden. Dann begannen wir damit, die Holzdecke im Wohnzimmer abzunehmen und die Fußleisten zu entfernen.



Parallel dazu kamen um 15 Uhr die Männer, die die Küche abbauten und mitnahmen. So sah der Raum anschließend leer aus.



Sabine und ich kamen auch gut voran. Ich hatte die Holzdecke ebenfalls online angeboten, um sie nicht selbst entsorgen zu müssen, und deswegen stapelten wir die Echtholz-Paneelen auf zwei Stapel.



Um 22:30 Uhr machten wir Feierabend. Mit dem Wohnzimmer waren wir komplett fertig, und im Esszimmer fehlten auch bereits die ersten Reihen. Nicht schlecht für einen halben Tag Arbeit.



Das Pensum für heute war erfüllt, und wir begaben uns auf unsere komfortable Matratze auf dem Schlafzimmerboden 😉

Donnerstag, 29. Mai 2025

Vollgepackt nach Süden

Wir fühlen uns hier im Haus nicht wohl. Die Bausubstanz und Wärmedämmung ohne Lüftungsanlage ist dermaßen schlecht, dass wir wahnsinnig unter der trockenen und schlechten Luft leiden. Schlafen geht z.B. grundsätzlich nur mit komplett offenem Fenster und Rollladen. Deswegen haben wir uns nach Alternativen umgesehen und zwei schöne Grundstücke zum Bauen hier in der Gegend gefunden.

Die Tatsache, dass mein Job und meine Familie im Süden sind, hat uns mit dem Gedanken spielen lassen, meiner Ex-Frau deren Haushälfte abzukaufen und nach Süddeutschland zu ziehen. Anfang April waren wir dazu ein verlängertes Wochenende in der Karlsruher Gegend (ich hatte darüber hier im Blog berichtet) und haben uns u.a. verschiedene Schulen für Lynn angeschaut.

Letztendlich fiel die Entscheidung aufgrund der Rahmenbedingungen zugunsten des Südens, auch wenn wir uns hier im Norden deutlich wohler fühlen. Im Zuge der bevorstehenden Scheidung wurde ein Notarvertrag zur Eigentumsübertragung ausgearbeitet, mit dem ich alleiniger Eigentümer des Hauses in Rülzheim werde. An den vergangenen Mai-Wochenenden ist meine Ex-Frau aus dem Haus ausgezogen, und nachdem ich vor wenigen Tagen den vereinbarten Kaufpreis überwiesen hatte, war nun für heute die schriftlich vereinbarte Übergabe anberaumt.

Sabine und ich hatten gestern Abend einen Transporter bei Sixt gemietet und ihn mit bereits gepackten Umzugskartons und Möbeln vollgeladen, die wir hier in den letzten paar Wochen nicht mehr benötigen.




Auch mein Auto wurde bis unters Dach vollgepackt.


Während andere heute Vatertag feierten oder in ein verlängertes Wochenende aufbrachen, starteten wir um 9 Uhr unsere Mission Umzug. Nach gut zwei Stunden machten wir eine erste kleine Pause.


Natürlich waren die Straßen ziemlich voll und wir landeten in diversen Staus. Nach weiteren knapp zweieinhalb Stunden und etwa der Hälfte der Strecke machten wir Mittagspause bei einem McDonald's in der Nähe von Kassel.


Gegen 16:30 Uhr waren wir in der Mannheimer Gegend und legten nochmal eine kurze Pause ein, weil Sabines Handy die Verbindung zum Puma verloren hatte und dadurch die Navigation nicht mehr funktionierte. Auf dem Parkplatz sahen wir auch Herbie. Er war nicht auf großer Fahrt wie in den Filmen der 1970er Jahre, sondern wurde auf einem Anhänger transportiert.


Eine halbe Stunde später kamen wir in Rülzheim an und legten direkt mit dem Ausladen los. Um 19 Uhr waren wir nahezu fertig.



Die Schlepperei hatte uns geschafft. Dominics Arbeitskollegin Chrissi hatte Lasagne gekocht, und die ließen wir uns nun schmecken. Anschließend richteten wir uns ein provisorisches Bett ein, indem wir eine Matratze auf den Boden des Schlafzimmers legten.

Und dann hatten wir noch eine Sonderaufgabe zu verrichten. Meine Ex-Frau hatte nach gemeinsamer Absprache online die alte Küche angeboten, und die sollte morgen abgeholt werden. Leider hatte sie das Dominic und Chrissi nicht explizit mitgeteilt, so dass die beiden mein altes Geschirr aus dem Keller in sämtliche Schränke verteilt hatten. Wir mussten jetzt also die kompletten Küchenmöbel ausräumen und einen anderen Platz im Haus als Ersatzküche finden. Dazu wurde kurzerhand das Arbeitszimmer auserkoren.

Um 23 Uhr waren wir endlich mit allem fertig und gingen fix und fertig schlafen.

Mittwoch, 28. Mai 2025

Dies und Das aus dem Mai

Am Dienstag (6. Mai) schien auf der morgendlichen Runde mit Barney die Sonne wunderschön durch die Bäume.


Die Nächte hier im Norden waren Anfang Mai noch sehr kalt. Am Mittwoch (7. Mai) konnte man hinten über der Wiese sehr gut den Morgennebel erkennen.



Abends waren wir nach längerer Zeit mal wieder im Strikee's eine Kleinigkeit essen und sind anschließend ins Kino gegangen. Anlässlich des 35-jährigen Jubiläums wurde noch einmal Pretty Woman gezeigt. Ich hatte den Film zum ersten Mal im Januar 1991 während der Schul-Abschlussfahrt in Berlin im Kino gesehen.


Als Sabine und ich am Donnerstag (8. Mai) abends mit Barney spazieren gingen, sahen wir diesen Heißluftballon am Himmel.


Zum Muttertag am Sonntag (11. Mai) sind wir zu dritt mit dem Fahrrad nach Oyten ins Eiscafé gefahren und haben ein Spaghetti-Eis gegessen. Lynn hatte die kleinere Portion 😉


Eine Woche später, am Sonntag (18. Mai), haben die Wiesen auf unserer mittäglichen Hunderunde wunderschön lila geblüht.





Montags oder dienstags gehen Sabine und ich immer zusammen einkaufen. Am Dienstag (20. Mai) waren wir dazu im Weserpark. Während Sabine bei Rossmann etwas Bestimmtes suchte, entdeckte ich im Regal nebenan dieses Lockmittel für Haare. Kennt sich damit jemand aus? Welche Haare lockt denn dieses Mittel an? Nicht dass ich plötzlich Sabines Haare auf meinem Kopf trage und sie ohne dasteht 😉


Zum Namen dieses Riegels fiel mir spontan der Film aus den 80ern ein 😉


Auf dem Heimweg entsorgten wir noch Altglas am Container. Dieses Fellknäuel beobachtete uns dabei misstrauisch.


Samstag, 24. Mai 2025

Schwarze Wellen Part II

Wir waren im April beim Solar Fake Konzert (siehe dieses Posting), und es hat uns so gut gefallen, dass wir uns überlegt haben, die Band nochmal im Rahmen eines kleinen Festivals in einem Schafstall auf einer Hallig in der Nordsee zu sehen. Die Bands des ersten Tages interessierten uns nicht die Bohne, und so kauften wir uns nur ein Ticket für den zweiten Festival-Tag.

Heute morgen ging es dann nach dem Frühstück los. Wir fuhren gen Norden, an Hamburg vorbei und weiter Richtung dänischer Grenze. Wir landeten natürlich mal wieder im Stau, kamen jedoch noch rechtzeitig um 12:30 Uhr am Fährhafen Schlüttsiel an.


Die Blase drückte, und so gingen wir erst einmal auf's WC. Hier hing dieses Schild. Ich kannte bislang schon Plattfüße oder auch Senk- und Spreizfüße, aber Schlickfüße waren mir neu 😉


Auf der anderen Seite des Damms erblickten wir die Nordsee.



Im Fährhafen lag bereits unser Schiff, die SeeAdler, und wartete auf die Passagiere.



Gegen Vorzeigen unserer Tickets bekamen wir ein Tagesbändchen für's Festival um das Handgelenk. Pünktlich um 13:30 Uhr legte die SeeAdler ab.



Wir fuhren an der Insel Gröde vorbei. Viel los war nicht auf unserem Schiff. Ein paar Festivalbesucher von gestern hatten wohl auf der Hallig übernachtet.



Nach rund 75 Minuten kamen wir auf der Hallig Langeneß an. Die Halligen sind kleine, nicht oder nur durch eine Steinkante geschützte Marschinseln im nordfriesischen Wattenmeer in Schleswig-Holstein sowie an der Nordseeküste Dänemarks. Dieses Poster mit einer Landkarte hing auf dem Schiff. Wir waren also südlich der Insel Föhr.


Nachdem wir die SeeAdler verlassen hatten, stiefelten wir die einzige Straße entlang in Richtung der nächsten Gebäude.



Diese Kühe nahmen offenbar auch am Sitzstreik teil wie die bei uns in Oyten. Bis auf die überwiegend weiße Kuh. Der Außenseiter ist wohl nicht in der Gewerkschaft und muss stehen 😉


Ein paar Meter weiter kamen wir an diesem Schild vorbei 😉


Auf einem leichten Hügel lag das Gasthaus Hilligenley. Es war inzwischen 15 Uhr, und wir hatten seit dem Frühstück vor knapp sieben Stunden nichts mehr gegessen. Ein letzter Blick zurück zum Schiff, und dann betraten wir voller Vorfreude das Lokal. Tische gab es genug, die sich nach und nach füllten. Leider wurden wir darüber in Kenntnis gesetzt, dass die Küche geschlossen hätte, es aber nachher beim Festival diverse Essensstände gäbe. Na gut, dann tranken wir wenigstens eine Kleinigkeit.



Um 16 Uhr war Einlass zum Festivalgelände. Wir waren bei den ersten, die den Weg zum Schafstall antraten. Der Hunger trieb uns an. Ein Gedränge, wie man es von anderen Konzerten oder Festivals kennt, gab es hier nicht. Bei einer Größenordnung von ca. 250 Besuchern gab es auch keinen Anlass dazu.


Leider war das Essen noch nicht soweit, und so warfen wir schon mal einen Blick in den Schafstall, wo nachher die Bands auftraten. Recht überschaubar, klein und gemütlich. An der Seite war ein Merchandise-Stand aufgebaut.



Wir gingen wieder hinaus und schauten erneut an den Essensständen vorbei. Es gab Currywurst, Nudelpfanne, Pulled-Pork im Brötchen und Paella. Super! 

Während wir noch überlegten, welches Gericht das kleinste Übel war, kam Vasi um die Ecke. Der Keyboarder war heute mit seiner Band Future Lied To Us am Start. Im April hatten wir ihn noch mit Frozen Plasma gesehen (siehe dieses Posting). Ich fragte ihn, ob er mich noch kennt, und er meinte "klar" und wir überlegten, dass es inzwischen 15 Jahre her sein muss, dass wir uns zuletzt sahen. Leider wurde er von einem Crewmitglied gerufen und musste weiter, aber der Abend war ja noch lang.

Immerhin wurde uns nun die Essensentscheidung abgenommen: Die Currywurst war als erstes fertig, der Rest wurde gerade erst angeliefert. Na gut, besser als nichts. Wir kauften uns zwei Currywürste für jeweils 6 €. Ja, kein Tippfehler, in Worten sechs Euros. Aber immerhin bekamen wir dafür auch die schlechteste Currywurst, die ich in meinem Leben je gegessen habe. Und es war noch nicht einmal ein Brötchen dabei. Wurst mit komischer Tomatensoße und Currypulver, das in der Soße wie von Zauberhand verschwand. Wie sagt man so schön? Der Hunger treibt's rein und der Ekel runter.

Bis zum avisierten Beginn um 17:45 Uhr war es noch etwas hin, und wir nutzten die Zeit für einen Spaziergang. Raus aus dem Festivalgelände und entlang der Wiesen auf der Hallig. Es war ziemlich windig, und als es auch noch leicht anfing zu regnen, kehrten wir um.


Im Schafstall bekamen wir einen schönen Platz in der ersten Reihe auf der linken Seite. Future Lied To Us hieß die erste Band des Abends und machte uns gleich viel Freude. Sabine gefällt dieses Projekt von Vasi deutlich besser als Frozen Plasma. Vielleicht macht es die Mischung, denn neben Vasi ist Krischan von Rotersand ein weiterer Teil der Band. Ich mochte die Lieder, die die Jungs heute spielten, ebenso. Das riecht mal wieder nach einem CD-Kauf 😉




Als nächste Band kamen dann Solar Fake auf die Bühne, die der Hauptgrund für unsere heutige Anwesenheit waren. Sänger Sven hüpfte wie gewohnt über die Bühne, und es bleibt festzuhalten, dass das zweite Konzert unseren Eindruck vom ersten Mal festigte: Diese Band kann man sich live echt gut ansehen.



Die dritte und letzte Band waren Covenant aus Schweden. Mit deren Musik können wir nicht viel anfangen. Bis auf zwei, drei Songs holen die Jungs uns einfach nicht ab. Und so gingen wir nochmal nach draußen und schnappten frische Luft.



Es war inzwischen 20:45 Uhr und unsere Mägen verlangten Nachschub. Wir überlegten kurz und kauften uns dann tatsächlich eine Nudelpfanne zu 7 €. Ein Kuchenteller mit Nudeln und Karottenstückchen, geschmacklich äußerst neutral, und so üppig, dass für jeden von uns ungefähr vier Gabeln heraussprangen. Ich hatte nur wenig Mitleid, als der Veranstalter erwähnte, dass es sich bei der diesjährigen Veranstaltung um das letzte Festival dieser Art auf der Hallig handeln würde.


Da es draußen inzwischen ziemlich kalt war, gingen wir zurück in den Schafstall und schauten uns das restliche Covenant Konzert von hinten an.



Irgendwann kam Sven von Solar Fake zum Merch-Stand, und Sabine wollte gerne ein Foto mit ihm. Vasi tauchte leider nicht mehr auf, sonst hätte ich ihn auch um ein Foto gebeten.


Nachdem Covenant zu Ende gespielt hatten, liefen wir im kalten Wind und Nieselregen zurück zum Schiff. Die SeeAdler trat die Rückfahrt zum Fährhafen Schlüttsiel an. Aufgrund des Wetters hatte die Nordsee nun ordentlich Wellengang und Sabine mit Übelkeit zu kämpfen.

Kurz nach Mitternacht waren wir wieder auf dem Festland, liefen schnellen Schrittes durch das nasse Wetter zum Auto und steuerten den nächstgelegenen McDonald's an. Dieser hatte leider zu, nur der Drive Through war noch geöffnet, so dass wir zur nächsten Filiale fuhren, die noch auf hatte. Wir hatten einen Bärenhunger, und wie das so ist, isst man dann immer mehr als man soll.

Mit voller Wampe absolvierten wir den Rest der Heimfahrt und fielen schließlich um 4:30 Uhr mit Erinnerungen an ein etwas anderes Festival todmüde ins Bett.