Wir fühlen uns hier im Haus nicht wohl. Die Bausubstanz und Wärmedämmung ohne Lüftungsanlage ist dermaßen schlecht, dass wir wahnsinnig unter der trockenen und schlechten Luft leiden. Schlafen geht z.B. grundsätzlich nur mit komplett offenem Fenster und Rollladen. Deswegen haben wir uns nach Alternativen umgesehen und zwei schöne Grundstücke zum Bauen hier in der Gegend gefunden.
Die Tatsache, dass mein Job und meine Familie im Süden sind, hat uns mit dem Gedanken spielen lassen, meiner Ex-Frau deren Haushälfte abzukaufen und nach Süddeutschland zu ziehen. Anfang April waren wir dazu ein verlängertes Wochenende in der Karlsruher Gegend (ich hatte darüber hier im Blog berichtet) und haben uns u.a. verschiedene Schulen für Lynn angeschaut.
Letztendlich fiel die Entscheidung aufgrund der Rahmenbedingungen zugunsten des Südens, auch wenn wir uns hier im Norden deutlich wohler fühlen. Im Zuge der bevorstehenden Scheidung wurde ein Notarvertrag zur Eigentumsübertragung ausgearbeitet, mit dem ich alleiniger Eigentümer des Hauses in Rülzheim werde. An den vergangenen Mai-Wochenenden ist meine Ex-Frau aus dem Haus ausgezogen, und nachdem ich vor wenigen Tagen den vereinbarten Kaufpreis überwiesen hatte, war nun für heute die schriftlich vereinbarte Übergabe anberaumt.
Sabine und ich hatten gestern Abend einen Transporter bei Sixt gemietet und ihn mit bereits gepackten Umzugskartons und Möbeln vollgeladen, die wir hier in den letzten paar Wochen nicht mehr benötigen.
Auch mein Auto wurde bis unters Dach vollgepackt.
Während andere heute Vatertag feierten oder in ein verlängertes Wochenende aufbrachen, starteten wir um 9 Uhr unsere Mission Umzug. Nach gut zwei Stunden machten wir eine erste kleine Pause.
Natürlich waren die Straßen ziemlich voll und wir landeten in diversen Staus. Nach weiteren knapp zweieinhalb Stunden und etwa der Hälfte der Strecke machten wir Mittagspause bei einem McDonald's in der Nähe von Kassel.
Gegen 16:30 Uhr waren wir in der Mannheimer Gegend und legten nochmal eine kurze Pause ein, weil Sabines Handy die Verbindung zum Puma verloren hatte und dadurch die Navigation nicht mehr funktionierte. Auf dem Parkplatz sahen wir auch Herbie. Er war nicht auf großer Fahrt wie in den Filmen der 1970er Jahre, sondern wurde auf einem Anhänger transportiert.
Eine halbe Stunde später kamen wir in Rülzheim an und legten direkt mit dem Ausladen los. Um 19 Uhr waren wir nahezu fertig.
Die Schlepperei hatte uns geschafft. Dominics Arbeitskollegin Chrissi hatte Lasagne gekocht, und die ließen wir uns nun schmecken. Anschließend richteten wir uns ein provisorisches Bett ein, indem wir eine Matratze auf den Boden des Schlafzimmers legten.
Und dann hatten wir noch eine Sonderaufgabe zu verrichten. Meine Ex-Frau hatte nach gemeinsamer Absprache online die alte Küche angeboten, und die sollte morgen abgeholt werden. Leider hatte sie das Dominic und Chrissi nicht explizit mitgeteilt, so dass die beiden mein altes Geschirr aus dem Keller in sämtliche Schränke verteilt hatten. Wir mussten jetzt also die kompletten Küchenmöbel ausräumen und einen anderen Platz im Haus als Ersatzküche finden. Dazu wurde kurzerhand das Arbeitszimmer auserkoren.
Um 23 Uhr waren wir endlich mit allem fertig und gingen fix und fertig schlafen.









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