Donnerstag, 23. Mai 2024

Trier & Reichsburg Cochem

Im Übernachtungspreis des Hotels war bereits eine Kaffee-Flatrate enthalten, weswegen wir uns gegen eine Frühstücksbuchung entschieden haben. Wir holten einen Kaffee für Sabine und eine Schoki für mich und setzten uns auf den Balkon des Hotels. Von hier hat man einen wunderschönen Blick auf die älteste Brücke Deutschlands - die Römerbrücke. Die Sonne hatte schon ordentlich Kraft und blendete uns.



Um 10 Uhr machten wir uns auf den Weg in die Stadt. Von der Römerbrücke aus sahen wir den Balkon, auf dem wir eben noch saßen.


Wenige Minuten später waren wir am Kornmarkt. Wir holten uns ein Brötchen in einer Bäckerei, setzten uns auf eine Bank am St. Georgsbrunnen und frühstückten erstmal. Nur wenige Meter weiter befindet sich der Hauptmarkt. Ab hier reiht sich eine Sehenswürdigkeit an die nächste. Wir waren fasziniert von den alten Häusern mit Statuen, Verzierungen, Glocken und Uhren.





Die Kirche St. Gangolf war das erste Gebäude, das wir uns von innen ansahen.




Wir liefen am Petrusbrunnen vorbei zur Porta Nigra. Das frühere römische Stadttor ist heute Wahrzeichen der Stadt.






Der Name stammt aus dem Mittelalter. Das Bauwerk blieb unvollendet und wurde später zur Simeonkirche umgebaut.




Wir liefen zurück Richtung Hauptmarkt und kamen am Dreikönigenhaus vorbei. Das Besondere an diesem Patrizierhaus ist, dass sich der Eingang im ersten Obergeschoss befand und nur über eine Treppe erreichbar war.


Auf dem Weg zum Dom kamen wir an der Welschnonnenkirche vorbei.


Ich war schon öfters im Speyerer Dom, aber der Trierer Dom stellt diesen locker in den Schatten. So ein opulentes Bauwerk habe ich noch nicht gesehen. Im Keller gibt es u.a. eine Kapelle. Der Kreuzgang führt um einen Garten herum.






Von außen ist der Dom St. Peter einfach nur ein gewaltiger, massiver Klotz. Man kann nicht im entferntesten ahnen, wie es drin aussieht.




Direkt nebenan steht die Liebfrauenkirche. Hier war allerdings gerade ein Gottesdienst, weswegen wir nicht hinein konnten. Wir setzten uns gegenüber hin und machten eine kurze Verschnaufpause.


Dann liefen wir weiter zur Konstantin-Basilika. Von außen einfach nur ein hässlicher Klotz, und von innen... auch. Diese evangelische Kirche kann mit den katholischen Kirchen nicht mal ansatzweise mithalten. Man kann der katholischen Kirche viel vorwerfen (und auch zu recht), aber beeindruckend bauen konnte sie. So schnell, wie wir in der Konstantin-Basilika drin waren, waren wir auch wieder raus - ohne Foto.


Das kurfürstliche Palais mit seinem großen Garten befindet sich direkt daneben und sieht deutlich schöner aus.




Wie macht man ein Selfie? Ich tu mich damit immer noch schwer, aber immerhin haben wir viel zu lachen.



Auf unserem weiteren Weg zu den Kaiserthermen kamen wir an einem Springbrunnen vorbei.


Um für eine bevorstehende Veranstaltung aufzubauen, war das Gelände an den Kaiserthermen abgesperrt, so dass wir sie nicht besichtigen konnten. Wir hatten aber die Dinge von meiner Liste so weit gesehen und entschieden uns, Mittagessen zu gehen. Ich hatte bereits vorab online das Restaurant Kartoffel Kiste entdeckt, und uns lachten beide die Bratkartoffeln mit Speck und Spiegeleiern an. Wir fanden einen Tisch im Freien. Während wir aufs Essen warteten, regnete es kurz aber heftig. Unter den Schirmen war das kein Problem, und wir merkten es nur, weil die Leute in der Fußgängerzone plötzlich so flott unterwegs waren. Leider waren die Bratkartoffeln nicht der erhoffte Hit.



Mittlerweile war es kurz nach 13 Uhr und wir überlegten, was wir mit der zweiten Tageshälfte noch anstellen könnten. Zur Auswahl standen der Geysir in Andernach und die Reichsburg Cochem. Nachdem Schnick-schnack-schnuck uns nicht weiter brachte (wir sind uns einfach zu ähnlich, und nach dem fünften Versuch gaben wir auf), entschied eine Münze, dass wir uns den Geysir anschauen. Sabine meinte dann aber, dass die Burg vielleicht doch schöner sei, und so verließen wir die Altstadt wieder über die Römerbrücke, liefen zum Hotel zurück und fuhren mit dem Auto in Richtung Burg. Das letzte Stück der Fahrt über die kurvenreiche und bergige Landstraße war sogar als Beifahrerin eine Herausforderung für Sabine, die das platte Land gewöhnt ist.

Um 15:45 Uhr parkten wir in Cochem. Wir liefen durch die engen Gässchen der Fußgängerzone, kamen am Marktplatz vorbei und fanden auf Anhieb den schmalen, steilen Weg hinauf zur Reichsburg.




Zwanzig Minuten benötigten wir für den Aufstieg. Oben angekommen wird man mit einem tollen Blick auf Cochem und die Mosel belohnt.




Die im Jahr 1100 erbaute Burg machte richtig was her. Da man den größten Teil der Burg nur mit einer Burgführung sehen kann, entschieden wir uns kurzerhand, eine solche mitzumachen.






Wir wurden durch verschiedene Räume geführt und über einen Geheimgang in die Stadt und Geheimtüren, die in andere Etagen führen, informiert.






Im Übergangszimmer, das die Verbindung zwischen zwei Gebäuden darstellt, hängt ein ganz besonderer Kerzenleuchter. Wer sich hier drunter stellt, die Augen schließt, und sich etwas wünscht, dessen Wunsch geht in Erfüllung, wurde uns gesagt. Wir haben es ausprobiert. Ob mein Wunsch wirklich in Erfüllung geht, wird sich zeigen. Ich werde es im Blog erwähnen, wenn es soweit ist.

Über eine Wendeltreppe gelangten wir eine Etage tiefer ins Jagdzimmer.



Von dort ging es durch ein weiteres Zimmer weiter zu einem großen Balkon, von dem man wieder einen herrlichen Blick auf die Mosel hatte.








Dann waren wir zurück im Innenhof mit dem Burgbrunnen, wo die Führung nach einer Dreiviertelstunde endete.







Es war inzwischen 17:15 Uhr. Wir verließen die Burg und machten uns auf den Weg hinunter nach Cochem.





Auf der Rückfahrt nach Trier machten wir noch drei Fotostopps. Einmal an einem Parkplatz, von dem man die Pestkapelle St. Rochus und dahinter die Reichsburg Cochem sieht. Ein weiteres Mal an einem anderen Parkplatz direkt am Moselufer mit tollem Blick auf die Burg, und ein letztes Mal an einem Aussichtspunkt oberhalb der Burg.




Um 19 Uhr waren wir zurück in Trier, parkten vor dem Hotel und liefen erneut zum Kornmarkt, wo wir im Louisiana eine Kleinigkeit aßen und einen leckeren Cocktail tranken. Wir ließen den Tag Revue passieren. Wir haben sehr viel erlebt und wunderschöne Dinge gesehen. Besser kann ein Urlaubstag kaum sein. Glücklich schlenderten wir zu später Stunde zurück ins Hotel.

2 Kommentare:

  1. Wunderschöne Orte sind das! Sowohl Trier als auch Cochem mit der Reichsburg gehört zu unseren absoluten Favoriten, wenn wir Deutschland besuchen. Ich war dieses Jahr sogar zweimal zu Besuch in D, habe Trier aber leider nicht geschafft. Dafür war ich aber beide Male in Cochem.

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    1. Auch hierfür warst du bzw. dein Blog die Inspiration. Ich habe 11 Jahre lang in der Südpfalz gewohnt, gerade mal zwei Stunden von Trier entfernt, und hab's nie dahin geschafft. Jetzt, im Vorort von Bremen, mit neuer Partnerin ist es endlich wahr geworden, und wir hatten einen wunderschönen Tag dort und auf der Reichsburg Cochem.

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