Donnerstag, 4. Oktober 2018

Impressionen vom South Rim

Nach dem langen, gestrigen Tag und der Tatsache, dass wir die für heute geplante Wanderung in den Grand Canyon auf morgen verschoben hatten, schliefen wir heute aus. Um 8:00 Uhr wachten wir auf. Chris holte sich in der Lobby kostenlosen Kaffee, und dann schrieben wir an unserem Blog. Als gegen 9:30 Uhr das Housekeeping vor der Tür stand, siedelten wir mit dem Laptop für einige Zeit in die Lobby um und kehrten später ins Zimmer zurück.




Erst nach 12:00 Uhr haben wir das Hotel verlassen und uns auf die Suche nach einem Restaurant für das Mittagessen gemacht. Das war gar nicht so einfach. Erst beim vierten Versuch – nachdem wir kurz im Big E Steakhouse, im Pizza Hut und im Yippee-Ei-O! Steakhouse waren – landeten wir letztendlich im We Cook Pizza and Pasta und bestellten uns zu dritt zwei große Pizzen und einen Salat. Groß bedeutet in den USA wirklich groß, und somit hatten wir nach dem Verlassen des Restaurants noch ein Lunchpaket für unterwegs im Gepäck.




Um 14:00 Uhr standen wir an der Einfahrt zum Grand Canyon Nationalpark und wollten uns eigentlich den Nationalpark-Pass kaufen. Die Rangerin im Tickethäuschen fragte uns, welche Nationalparks wir sonst noch geplant hätten. Wir erzählten ihr, dass wir noch zum North Rim und an den Lake Powell wollten. Sie empfahl uns dann das 7-Tage-Ticket, mit dem wir $15 sparten. Interessanter und wichtiger war aber die Aussage, dass bei einem Sturzregen in der vergangenen Nacht ein Teil der Straße zwischen dem South Rim und Page weggespült wurde und nicht passierbar war. Für aktuelle Infos sollten wir uns an unsere Hotelrezeption wenden. Dann waren die Lichtblitze am Vorabend also doch etwas Größeres. Noch machten wir uns darum keine Sorgen. Auf dem Weg zum Visitor Center erfreuten wir uns an dem Rotwild, welches am Straßenrand seelenruhig graste.



Am Visitor Center angekommen, checkten wir als erstes die Buslinie (orange line), die uns morgen früh zum South Kaibab Trailhead, dem Start unserer Wanderung, bringen sollte. Die Zeiten an der Bushaltestelle deckten sich mit unseren Internetrecherchen. Im Book Store nebenan kauften wir noch kleinere Souvenirs und fuhren dann weiter zum Backcountry Information Center, wo wir allerdings eine eher unmotivierte und schweigsame Rangerin antrafen. Da wir aber alle benötigten Informationen zusammen hatten, war uns das egal und wir fuhren noch das kurze Stück zur Bright Angel Lodge. Der hiesige Trailhead war das Ende unserer morgigen Wanderung und wir wollten schon mal sehen, was uns hier erwartet.





Wir liefen ein paar Meter auf dem Bright Angel Trail hinunter und begegneten dort einem älteren Volunteer Ranger, der uns nach unserem Vorhaben fragte und uns für den nächsten Tag nützliche Ratschläge gab. Das meiste davon hatten wir aber aufgrund unserer Recherchen eh schon vorbereitet. Einzig eine Stirnlampe und Salzbrezeln hatten wir nicht dabei.







Anschließend spazierten wir ein Stück den Rim Trail an der Hermit Road entlang und genossen den Blick in den tiefen Canyon. Beim genauen Hinsehen entdeckten wir den Bright Angel Trail, den wir morgen hochwandern werden. Sogar der Indian Garden und die beiden Rastplätze – 3 Mile Resthouse und 1.5 Mile Resthouse – waren zu erkennen.








Auf unserem weiteren Weg zum Maricopa Point haben wir noch mehrere Stopps eingelegt und viele Fotos vom Grand Canyon beim Sonnenuntergang gemacht. Dann ließen wir uns vom kostenlosen Shuttle Bus um 18:12 Uhr zurück zur Bright Angel Lodge fahren, wo wir in unser Auto stiegen und direkt weiter zum Hotel fuhren.







Da wir von der Pizza noch satt waren, verzichteten wir auf ein Abendessen. Um 19:00 Uhr waren wir im Hotel und googelten nach der Straßensperrung, von der uns die Rangerin bei der Parkeinfahrt berichtet hatte. Erschrocken stellten wir fest, dass die Sperrung nördlich von Cameron genau auf unserer morgigen Route nach Page lag. Das Unwetter in der vorigen Nacht hatte 9m Straße weggespült und die einzig mögliche Umfahrung bedeutete zusätzliche 320 km bzw. 3 Stunden. Wir gingen zur Rezeption in der Hoffnung, dort anderslautende Infos zu bekommen, im besten Fall die Aussage, dass die Straße bereits repariert sei. Pustekuchen! Die Rezeptionistin bestätigte leider unsere Recherchen. Sie war super hilfsbereit, druckte uns eine Straßenkarte der Region aus, zeichnete die Umfahrung ein und rief sogar in unserer nächsten Unterkunft in Page an, um dort weitere Informationen zu bekommen und unsere Ankunft erst gegen Mitternacht anzukündigen. Denn unsere Wanderung in den Grand Canyon, die der Hauptgrund für diesen Urlaub war und um die herum wir alles andere geplant hatten, wollten wir auf gar keinen Fall ausfallen lassen.



Zurück im Zimmer sind wir in Anbetracht unseres morgigen Vorhabens früh schlafen gegangen.

Unterkunft
Red Feather Lodge, Tusayan

Wetter
Teils sonnig, teils bewölkt, bis zu 16° C

Claus
+ Sonnenuntergang am Maricopa Point. Der erste Blick auf unseren morgigen Trail.
- Restaurantsuche fand ich etwas nervig.

Chris
+ Blick in den Canyon mit seinen Steilwänden atemberaubend. Vorfreude auf morgen.
- Restaurantsuche nervig.

Dominic
+ Der ganze Tag war chillig.

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