Heute
klappten wir um 7:30 Uhr die Augen auf. Das Frühstücksbuffet im großzügigen
Frühstücksraum war vielfältig und gut.
Eine gute
Stunde später hatten wir unser Gepäck fertig fürs Flugzeug gepackt und im Auto
verstaut. Bis zur Abgabe des Mietwagens hatten wir noch 6 Stunden Zeit, und so
fuhren wir nach dem Check-out ins Zentrum zum Las Vegas Boulevard.
Unser erstes
Ziel war die M&M’s World. Claus wollte sich diesen Laden unbedingt
anschauen. Wir vermuteten einen kleinen Shop für diese bekannten Schokolinsen.
Vorgefunden haben wir ein Einkaufszentrum über vier Etagen, von unten bis oben
vollgepackt mit Merchandise von M&M‘s.
Nicht nur
die Größe des Shops hat uns umgehauen, sondern auch die Preise. Eine dieser
hübschen Boxen war für $12.95 zu haben. Zwei gab’s zum Schnäppchenpreis von
$20.
An diesem
Automaten konnte man seine M&M’s individuell bedrucken lassen. Über ein
Touch-Display tippt man den gewünschten Text ein, wählt die Farbe der M&M’s
und kurz darauf kommen für teures Geld personalisierte Schokolinsen zum
Vorschein.
Außerdem gab
es noch „ein paar“ Dispenser zum Selberzapfen:
Nach diesem
Erlebnis gingen wir ein paar Meter den Strip entlang. Bei Famous Footwear fand Dominic
einen Rucksack. Im Ross nebenan haben wir nix gefunden, was aber vermutlich
daran lag, dass wir keine Shoppinglaune mehr hatten.
Auf dem
Rückweg statteten wir dem Coca-Cola Shop noch einen Besuch ab. Vom Hocker hat uns
dieser Laden aber nicht gehauen.
Der Weg ins
Parkhaus führte uns erneut durch die M&M‘s World. Schon vorhin hatte Claus
mit einem Hoodie geliebäugelt, nun entschied er, ihn tatsächlich mitzunehmen.
Unser
letztes Ziel waren die Las Vegas Premium Outlets South, die nur einen Steinwurf
vom Flughafen entfernt liegen. Um 11:00 Uhr begannen wir, durch die Läden zu
schlendern und wurden bei Adidas für Dominic und bei Under Armour für Claus
fündig. Aber irgendwie war die Luft raus, und nach anderthalb Stunden
beschlossen wir, fertig zu sein.
Für das
Mittagessen kehrten wir gegen 13:00 Uhr ins Outback Steakhouse auf der
gegenüberliegenden Seite des Parkplatzes ein. Zum Abschluss des Urlaubs
bestellten wir uns alle ganz stilecht einen Burger. Mit dem kleinen Bildschirm
auf dem Tisch kann man Speisen oder Getränke nachordern, den Kellner rufen und
seine Rechnung bezahlen. Das Essen war gut, die kleinen Automaten witzig, aber
unsere Favoriten bleiben Applebee’s und Texas Roadhouse.
Schon um 13:45
Uhr waren wir wieder raus. Der Dunkin‘ Donuts nebenan lockte Chris mit einem Kaffee
und Claus mit einem Donut. Zudem verstauten wir die letzten Einkäufe noch gut
und sicher im Gepäck, bevor wir die wenigen Meter zum Rental Car Center fuhren
und um kurz nach 14:00 Uhr überpünktlich unseren Mietwagen abgaben.
Eine halbe
Stunde später saßen wir im Shuttle zum Flughafen. Gepäckaufgabe und
Sicherheitscheck gingen erstaunlich schnell für einen internationalen Flughafen
dieser Größe.
Schon um
15:15 Uhr waren wir durch alles durch und gingen zum Gate. Wer noch nicht genug
vom Zocken hat, kann direkt im Flughafengebäude weiter machen 😉.
Während Dominic
am Handy spielte und auf das Handgepäck aufpasste, stöberten Claus und Chris
durch die Läden. Im America Shop stellten wir fest, dass die Amerikaner
durchaus auch politischen Humor beweisen und jede Menge Anti-Trump Stuff
verkaufen.
Bei Carls
Jr. holten wir zwei leckere Milkshakes, um uns die restliche Wartezeit am Gate
zu versüßen. Wir konnten zusehen, wie unser Flugzeug bestückt wurde und sich
die Crew am Gate sammelte.
Als sich die
Boardingzeit näherte, bildete sich die übliche Schlange derer, die es nicht
erwarten können, das Flugzeug als erstes zu betreten. Die nächste Durchsage
kündigte dann aber an, dass sich wegen technischer Probleme das Boarding um ca.
20 Minuten verzögern würde. Für die dann folgende Durchsage war es gut, dass
wir noch saßen: Der Pilot höchstpersönlich informierte uns auf Deutsch, dass das
Flugzeug an der Hydraulik kaputt sei. Ein neues Teil sei bereits bestellt worden,
würde aber erst morgen eintreffen und müsse dann noch eingebaut werden. Er sagte
den Flug hiermit offiziell ab.
Jetzt kam
Bewegung in die Menschenmenge. Alles wuselte durcheinander und drängte in
Richtung Schalter, um weitere Details zu erfahren. Da von nun an nicht mehr
über die Lautsprecher informiert wurde, kamen einige Informationen nur per
stille Post zu den Passagieren, die weiter hinten standen. Letztendlich kam
heraus, dass bereits ein Hotel für alle Passagiere gebucht sei, wir eine Etage
tiefer an der Gepäckausgabe unsere Koffer zurückbekommen sollten und uns dann
vor dem Flughafengebäude treffen, um mit Shuttlebussen ins Hotel gefahren zu
werden. Und so sahen wir unsere neuen Koffer schneller als erwartet wieder 😉.
Um 19:15 Uhr
standen wir mit unserem Gepäck draußen und warteten auf die Busse. Mit den
Passagieren vor und hinter uns kamen lustige Gespräche zustande. Alle nahmen
die Umstände mit Galgenhumor hin und wider Erwarten verbreitete sich eine
positive Stimmung und ein Zusammengehörigkeitsgefühl.
Da nur eine
begrenzte Anzahl von Bussen zur Verfügung stand, mussten wir insgesamt eine
Stunde warten, die uns allerdings aufgrund der Frotzeleien viel kürzer vorkam.
Als wir z.B. kund taten, dass wir heute unseren Hochzeitstag feierten, wurden
sofort Geschichten dazu gesponnen, dass Claus das alles inszeniert habe, alle
wartenden Passagiere unsere Gäste seien und gleich das fahrende Buffet vorbei
käme.
Auf der
15-minütigen Fahrt zum Hotel fragten wir uns, wo man so spontan Zimmer für
geschätzte 300 Passagiere bekommt. Die Antwort lautete: Im The Orleans Hotel
& Casino, einem riesigen Bunker mit fast 1.900 Zimmern. Um 20:30 Uhr reihten
wir uns in die Schlange an der Rezeption ein und bekamen ein Zimmer in der 11.
Etage sowie Wertgutscheine für das Abendessen, das morgige Frühstück und das
Mittagessen.
Im Zimmer
haben wir uns erstmal anhand des Gebäudeplans, den es zur Zimmerkarte dazu gab,
orientiert und uns zwei bis drei infrage kommende Restaurants für das
Abendessen ausgesucht.
Auf dem Weg
zu den Restaurants gingen wir nochmal an der Rezeption vorbei, wo wir uns mit
dem einen oder anderen gestrandeten Passagier austauschten und gemeinsam unsere
Situation bedauerten.
Zum
Abendessen landeten wir letztendlich um 21:45 Uhr im Copper Whisk, nicht
zuletzt, weil die Wertgutscheine einen preislichen Rahmen vorgaben. Wir hatten
eine sehr freundliche, mitfühlende Kellnerin, und das Essen war auch prima.
Aufgrund der
Größe des Hotels waren stets lange Wege zurückzulegen, die immer durch das
riesige Casino führten. Um 23:00 Uhr waren wir wieder im Zimmer und sind hundemüde
ins Bett gefallen.
Unterkunft
The Orleans
Hotel & Casino, Las Vegas
Wetter
Warm, ca. 80° F
/ 27° C.
Claus
+ Die M&M’s World fand ich
beeindruckend.
- Der letzte Urlaubstag ist eh schon
nicht so meins, und wenn dann der Ort, von dem man nicht wegkommt, ausgerechnet
Las Vegas heißt… ☹
Chris
+ Las Vegas ist irgendwie eine krasse
Stadt, und auch wenn sie mir mit ihrem Lärm und Lichtermeer nicht so gut
gefällt, sind die Dimensionen doch beeindruckend, was man an der M&M’s
World beispielhaft erleben konnte.
- Die Zwangsverlängerung war nicht
mein Hauptproblem, sehr unangenehm fand ich das Chaos und das Fehlen jeglicher
Informationen.
Dominic
+ Das ganze Essen an diesem Tag. Das
Rumlaufen in der Stadt.
- Dass wir nicht heim geflogen sind.



















































Ein schoener "letzter" Tag, bis zu dem Zeitpunkt, wo euch mitgeteilt wurde, dass das Flugzeug kaputt ist und es dann ein bisschen unorganisiert zuging.
AntwortenLöschenGut war schon, dass man euch schnell das Hotelzimmer besorgt hatte und die Essensgutscheine. Trotzdem ist es ein doofes Gefuehl, wenn man eigentlich innerlich auf Ende des Urlaubes eingestellt ist und dann eine Zwangsverlaengerung bekommmt.
Das blöde war, dass es hieß, dass wir am nächsten Tag fliegen. Wenn wir von Anfang an gewusst hätten, dass wir erst am übernächsten Tag fliegen, dann hätten wir an dem zusätzlichen Tag etwas schönes unternehmen können. Aber so war es nur ein Warten im (nervigen) Hotel. Das hat tierisch auf die Stimmung gedrückt.
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