Donnerstag, 11. Oktober 2018

Rückflug (erster Versuch)

Heute klappten wir um 7:30 Uhr die Augen auf. Das Frühstücksbuffet im großzügigen Frühstücksraum war vielfältig und gut.



Eine gute Stunde später hatten wir unser Gepäck fertig fürs Flugzeug gepackt und im Auto verstaut. Bis zur Abgabe des Mietwagens hatten wir noch 6 Stunden Zeit, und so fuhren wir nach dem Check-out ins Zentrum zum Las Vegas Boulevard.



Unser erstes Ziel war die M&M’s World. Claus wollte sich diesen Laden unbedingt anschauen. Wir vermuteten einen kleinen Shop für diese bekannten Schokolinsen. Vorgefunden haben wir ein Einkaufszentrum über vier Etagen, von unten bis oben vollgepackt mit Merchandise von M&M‘s.





Nicht nur die Größe des Shops hat uns umgehauen, sondern auch die Preise. Eine dieser hübschen Boxen war für $12.95 zu haben. Zwei gab’s zum Schnäppchenpreis von $20.


An diesem Automaten konnte man seine M&M’s individuell bedrucken lassen. Über ein Touch-Display tippt man den gewünschten Text ein, wählt die Farbe der M&M’s und kurz darauf kommen für teures Geld personalisierte Schokolinsen zum Vorschein.


Außerdem gab es noch „ein paar“ Dispenser zum Selberzapfen:


Nach diesem Erlebnis gingen wir ein paar Meter den Strip entlang. Bei Famous Footwear fand Dominic einen Rucksack. Im Ross nebenan haben wir nix gefunden, was aber vermutlich daran lag, dass wir keine Shoppinglaune mehr hatten.


Auf dem Rückweg statteten wir dem Coca-Cola Shop noch einen Besuch ab. Vom Hocker hat uns dieser Laden aber nicht gehauen.





Der Weg ins Parkhaus führte uns erneut durch die M&M‘s World. Schon vorhin hatte Claus mit einem Hoodie geliebäugelt, nun entschied er, ihn tatsächlich mitzunehmen.



Unser letztes Ziel waren die Las Vegas Premium Outlets South, die nur einen Steinwurf vom Flughafen entfernt liegen. Um 11:00 Uhr begannen wir, durch die Läden zu schlendern und wurden bei Adidas für Dominic und bei Under Armour für Claus fündig. Aber irgendwie war die Luft raus, und nach anderthalb Stunden beschlossen wir, fertig zu sein.





Für das Mittagessen kehrten wir gegen 13:00 Uhr ins Outback Steakhouse auf der gegenüberliegenden Seite des Parkplatzes ein. Zum Abschluss des Urlaubs bestellten wir uns alle ganz stilecht einen Burger. Mit dem kleinen Bildschirm auf dem Tisch kann man Speisen oder Getränke nachordern, den Kellner rufen und seine Rechnung bezahlen. Das Essen war gut, die kleinen Automaten witzig, aber unsere Favoriten bleiben Applebee’s und Texas Roadhouse.





Schon um 13:45 Uhr waren wir wieder raus. Der Dunkin‘ Donuts nebenan lockte Chris mit einem Kaffee und Claus mit einem Donut. Zudem verstauten wir die letzten Einkäufe noch gut und sicher im Gepäck, bevor wir die wenigen Meter zum Rental Car Center fuhren und um kurz nach 14:00 Uhr überpünktlich unseren Mietwagen abgaben.


Eine halbe Stunde später saßen wir im Shuttle zum Flughafen. Gepäckaufgabe und Sicherheitscheck gingen erstaunlich schnell für einen internationalen Flughafen dieser Größe.



Schon um 15:15 Uhr waren wir durch alles durch und gingen zum Gate. Wer noch nicht genug vom Zocken hat, kann direkt im Flughafengebäude weiter machen 😉.



Die Anzeige verriet uns, dass unser Flug 25 Minuten Verspätung haben wird.


Während Dominic am Handy spielte und auf das Handgepäck aufpasste, stöberten Claus und Chris durch die Läden. Im America Shop stellten wir fest, dass die Amerikaner durchaus auch politischen Humor beweisen und jede Menge Anti-Trump Stuff verkaufen.




Außerdem konnte man schon mal für das Präsidentenamt posieren.



Die Kaufunlust unserer Shopping-Queen Claus war schnell wieder verflogen.


Bei Carls Jr. holten wir zwei leckere Milkshakes, um uns die restliche Wartezeit am Gate zu versüßen. Wir konnten zusehen, wie unser Flugzeug bestückt wurde und sich die Crew am Gate sammelte.



Als sich die Boardingzeit näherte, bildete sich die übliche Schlange derer, die es nicht erwarten können, das Flugzeug als erstes zu betreten. Die nächste Durchsage kündigte dann aber an, dass sich wegen technischer Probleme das Boarding um ca. 20 Minuten verzögern würde. Für die dann folgende Durchsage war es gut, dass wir noch saßen: Der Pilot höchstpersönlich informierte uns auf Deutsch, dass das Flugzeug an der Hydraulik kaputt sei. Ein neues Teil sei bereits bestellt worden, würde aber erst morgen eintreffen und müsse dann noch eingebaut werden. Er sagte den Flug hiermit offiziell ab.

Jetzt kam Bewegung in die Menschenmenge. Alles wuselte durcheinander und drängte in Richtung Schalter, um weitere Details zu erfahren. Da von nun an nicht mehr über die Lautsprecher informiert wurde, kamen einige Informationen nur per stille Post zu den Passagieren, die weiter hinten standen. Letztendlich kam heraus, dass bereits ein Hotel für alle Passagiere gebucht sei, wir eine Etage tiefer an der Gepäckausgabe unsere Koffer zurückbekommen sollten und uns dann vor dem Flughafengebäude treffen, um mit Shuttlebussen ins Hotel gefahren zu werden. Und so sahen wir unsere neuen Koffer schneller als erwartet wieder 😉.


Um 19:15 Uhr standen wir mit unserem Gepäck draußen und warteten auf die Busse. Mit den Passagieren vor und hinter uns kamen lustige Gespräche zustande. Alle nahmen die Umstände mit Galgenhumor hin und wider Erwarten verbreitete sich eine positive Stimmung und ein Zusammengehörigkeitsgefühl.



Da nur eine begrenzte Anzahl von Bussen zur Verfügung stand, mussten wir insgesamt eine Stunde warten, die uns allerdings aufgrund der Frotzeleien viel kürzer vorkam. Als wir z.B. kund taten, dass wir heute unseren Hochzeitstag feierten, wurden sofort Geschichten dazu gesponnen, dass Claus das alles inszeniert habe, alle wartenden Passagiere unsere Gäste seien und gleich das fahrende Buffet vorbei käme.

Auf der 15-minütigen Fahrt zum Hotel fragten wir uns, wo man so spontan Zimmer für geschätzte 300 Passagiere bekommt. Die Antwort lautete: Im The Orleans Hotel & Casino, einem riesigen Bunker mit fast 1.900 Zimmern. Um 20:30 Uhr reihten wir uns in die Schlange an der Rezeption ein und bekamen ein Zimmer in der 11. Etage sowie Wertgutscheine für das Abendessen, das morgige Frühstück und das Mittagessen.




Im Zimmer haben wir uns erstmal anhand des Gebäudeplans, den es zur Zimmerkarte dazu gab, orientiert und uns zwei bis drei infrage kommende Restaurants für das Abendessen ausgesucht.


Auf dem Weg zu den Restaurants gingen wir nochmal an der Rezeption vorbei, wo wir uns mit dem einen oder anderen gestrandeten Passagier austauschten und gemeinsam unsere Situation bedauerten.



Zum Abendessen landeten wir letztendlich um 21:45 Uhr im Copper Whisk, nicht zuletzt, weil die Wertgutscheine einen preislichen Rahmen vorgaben. Wir hatten eine sehr freundliche, mitfühlende Kellnerin, und das Essen war auch prima.



Aufgrund der Größe des Hotels waren stets lange Wege zurückzulegen, die immer durch das riesige Casino führten. Um 23:00 Uhr waren wir wieder im Zimmer und sind hundemüde ins Bett gefallen.


Unterkunft
The Orleans Hotel & Casino, Las Vegas

Wetter
Warm, ca. 80° F / 27° C.

Claus
+ Die M&M’s World fand ich beeindruckend.
- Der letzte Urlaubstag ist eh schon nicht so meins, und wenn dann der Ort, von dem man nicht wegkommt, ausgerechnet Las Vegas heißt…

Chris
+ Las Vegas ist irgendwie eine krasse Stadt, und auch wenn sie mir mit ihrem Lärm und Lichtermeer nicht so gut gefällt, sind die Dimensionen doch beeindruckend, was man an der M&M’s World beispielhaft erleben konnte.
- Die Zwangsverlängerung war nicht mein Hauptproblem, sehr unangenehm fand ich das Chaos und das Fehlen jeglicher Informationen.

Dominic
+ Das ganze Essen an diesem Tag. Das Rumlaufen in der Stadt.
Dass wir nicht heim geflogen sind.

2 Kommentare:

  1. Ein schoener "letzter" Tag, bis zu dem Zeitpunkt, wo euch mitgeteilt wurde, dass das Flugzeug kaputt ist und es dann ein bisschen unorganisiert zuging.

    Gut war schon, dass man euch schnell das Hotelzimmer besorgt hatte und die Essensgutscheine. Trotzdem ist es ein doofes Gefuehl, wenn man eigentlich innerlich auf Ende des Urlaubes eingestellt ist und dann eine Zwangsverlaengerung bekommmt.

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    1. Das blöde war, dass es hieß, dass wir am nächsten Tag fliegen. Wenn wir von Anfang an gewusst hätten, dass wir erst am übernächsten Tag fliegen, dann hätten wir an dem zusätzlichen Tag etwas schönes unternehmen können. Aber so war es nur ein Warten im (nervigen) Hotel. Das hat tierisch auf die Stimmung gedrückt.

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