Sollen wir oder nicht? Die Frage stand schon länger im Raum, denn am nächsten Tag musste ich schon früh am Flughafen sein, und die Nacht wäre dementsprechend kurz. Aber man bereut immer das, was man nicht getan hat, und so hatten Chris und ich uns im Oktober dann doch Tickets für das Peter Heppner Konzert in Wiesbaden bestellt. Natürlich kam pünktlich zum Termin der Wintereinbruch, und es war ziemlich kalt am Abend. Zum Glück waren wir bei den ersten in der Schlange und hatten somit das Glück, in einem überdachten Vorraum auf den Einlass warten zu dürfen.
Die Halle war eher klein. Wir stellten uns direkt vor die Tische auf der Bühne. Tische? Ja, genau. Denn - wie wir im Vorfeld erfahren hatten - handelte es sich eher um ein DJ-Set anstatt einem Konzert. Und so gab es auch keine Vorband, sondern eine DJane legte eine Weile eher nichtssagende Musik auf, bevor um 21 Uhr Peter Heppner und Dirk Riegner die Bühne betraten und loslegten. Der Anfang war noch etwas verhalten: Im Nebel, ein Gedicht von Hermann Hesse, eröffnete den Abend. Aber schon mit dem zweiten Song Just One Word zog das Tempo an, denn die Tour stand unter dem Motto TanzZwang.
Wie immer spielte Peter Heppner solo auch ein paar Wolfsheim Lieder und die eine oder andere Kooperation mit anderen Musikern darf natürlich ebenfalls nicht fehlen. So kamen wir über den Abend verteilt u.a. in den Genuss von Künstliche Welten, Kein Zurück und Die Flut. Mit persönlich ging durch die enorme Tanzbarkeit der Songs die Emotionalität der Texte verloren. War zwar mal was anderes und schön zu sehen, dass man Lieder auch komplett anders aufführen kann, aber das ging mir insgesamt zu sehr zu Lasten der Songs.
Nach einer guten Stunde war der Spuk auch schon vorüber. Im Anschluss brachte ein DJ-Team die Halle zum Beben. Die Musik gefiel mir deutlich besser als das, was vor dem Konzert aufgelegt wurde. Trotzdem machten Chris und ich uns auf den Heimweg, denn wir hatten noch anderthalb Stunden Rückfahrt vor uns, und morgen sollte der Wecker bereits um 5:30 Uhr klingeln. Alles in allem ein nettes Konzert der etwas anderen Art, aber durchaus mal sehenswert.
Setlist
1. Im Nebel
2. Just One Word
3. Once Again
4. Leben... I Feel You
5. The Sparrows And The Nightingales
6. Künstliche Welten
7. Kein Zurück
8. Fremd in diesem Land
9. ...und ich tanz'
10. Sedate Yourself
11. All Is Shadow
12. Die Flut / Once In A Lifetime








Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen