Fast genau auf den Tag vor einem Jahr waren Sabine und ich auf dem Duran Duran Konzert in Berlin. Inzwischen wohnen wir im Süden der Republik, und als vor einigen Monaten ein Konzert in Stuttgart angekündigt wurde, entschieden wir, dass wir da hingehen wollen. Heute war es nun soweit. Wir hatten schon seit Tagen keine besondere Lust auf das Konzert, weil die Temperaturen derzeit um die 38° C. lagen. Aber der Puma besitzt ja eine Klimaanlage, und so machte ich um 14 Uhr Feierabend, wir aßen noch etwas und machten uns auf den Weg in die baden-württembergische Landeshauptstadt.
Um 16:15 Uhr kamen wir an der Schleyer-Halle an. Ich war hier früher schon häufiger bei Konzerten, aber noch nie hatte ich einen kostenlosen Parkplatz direkt vor der Tür bekommen. Heute war das erste Mal. Ein Auto fuhr direkt vor uns aus einer Parklücke, und wir nutzten diese gerne 😊
Obwohl es bis zum Einlass noch etwas mehr als zwei Stunden waren, stand schon eine Handvoll Fans im Schatten neben dem Eingang. Wir stellten uns dazu, und bald kam eine Bekannte von Sabine, mit der wir uns unterhielten und die Wartezeit gemeinsam überbrückten. Es war wirklich verdammt heiß und kaum auszuhalten.
Eine Dreiviertelstunde vor Einlass begannen die ersten Konzertbesucher, sich an den Einlasstoren in der prallen Sonne anzustellen. Zwei Tore waren mit Front of stage beschriftet. Hier bekam man gegen Vorlage des entsprechenden Tickets dann ein Armbändchen, das einem Zutritt zum Bereich direkt vor der Bühne gewährte. Wir hatten bereits bei unserer Ankunft ein solches Bändchen erhalten und blieben weiterhin abseits der immer länger werdenden Schlange im Schatten stehen. Kurz vor Einlass stellten wir uns dann an eines der zahlreichen anderen freien Tore und waren somit im Nu in der Halle. Hier mussten wir nochmal eine halbe Stunde ausharren, bis die Türen zum Innenraum geöffnet wurden.
Wir waren die ersten Konzertbesucher nach denen, die Early Entry Karten hatten und bereits eine halbe Stunde eher rein durften, und schafften es direkt hinter diese mittig in die zweite Reihe 😉
Support war heute ein DJ Mika, der eine halbe Stunde lang die üblichen Hits aus den 80ern und 90ern auflegte. Das haute nicht vom Hocker, war aber allemal besser als die Berliner Punkband vor einem Jahr 😁
Bereits um 20:15 Uhr betraten die Engländer Duran Duran die Bühne, fünfzehn Minuten früher als geplant. Das habe ich auch zum ersten Mal erlebt, sonst dauert es immer länger als auf dem Ticket angegeben. Die Setlist hatte sich zum letztjährigen Konzert nicht großartig geändert. Nach dem Intro und dem ersten Song kam mit The Wild Boys schon der erste große Hit.
Und die Jungs machten direkt mit Vollgas weiter. A View To A Kill aus dem gleichnamigen James Bond Film (dt. Im Angesicht des Todes) mit Roger Moore war das nächste Lied.
Duran Duran war nie eine meiner Lieblingsbands. Aber ich hatte durchaus einige Lieder in den 80ern aus dem Radio auf Kassette aufgenommen. In der Bravo waren sie auch regelmäßig vertreten. Und so gibt es viele Erinnerungen an die gute alte Zeit. Hungry Like The Wolf und natürlich The Reflex sind bekannte Lieder aus dieser Epoche.
Das Wedding Album erschien Anfang der 90er, und die beiden Singles Ordinary World und Come Undone mochte ich schon damals sehr gerne. Das folgende Coveralbum Thank You war die erste Duran Duran CD, die ich mir gekauft habe.
Notorious ist auch einer jener Songs, die ich in den 80ern aus dem Radio aufgenommen hatte. Ein Klassiker, der live absolut überzeugte.
Erst vor ein paar Wochen veröffentlichten Duran Duran eine neue Single mit dem Titel Free To Love. Und die wurde jetzt gespielt.
Planet Earth hieß das nächste Lied. Auf der Leinwand hinter der Bühne liefen das ganze Konzert über stimmige Videos passend zu den Songs.
Wie schon vor einem Jahr endete das reguläre Konzert mit einem Medley der Lieder Girls On Film und Psycho Killer. Dann verließen die Jungs kurz die Bühne, um nach wenigen Minuten zur Zugabe erneut zu erscheinen.
Und noch ein Foto von Nick Rhodes, dem Keyboarder der Band. Ich erinnere mich noch gut, dass es von ihm einen Sticker in der Bravo gab. Man ist das lange her.
Bei den Zugaben gab es keine Überraschungen mehr. Save A Prayer und Rio beendeten ein abermals erstklassiges Konzert. Dafür, dass wir vorab aufgrund der Hitze keine Lust auf das Konzert hatten, hat es uns hervorragend gefallen. Es war durchaus die Reise wert, wenngleich wir entschieden, zukünftig Konzerte im Hochsommer zu vermeiden.
Wir verließen die Schleyer-Halle, gingen zu unserem Auto und fuhren zum nächstgelegenen McDonald's, wo wir noch eine Kleinigkeit aßen. Das Mittagessen lag immerhin schon acht Stunden zurück. Anschließend begaben wir uns auf den Heimweg nach Rülzheim, wo es um Mitternacht immer noch 30° C. warm war.
Setlist
1. Intro
2. Is There Something I Should Know?
3. The Wild Boys
4. A View To A Kill
5. Hungry Like The Wolf
6. Evil Woman
7. Super Lonely Freak
8. The Reflex
9. Ordinary World
10. Come Undone
11. New Moon On Monday
12. Notorious
13. White Lines (Don't Don't Do It)
14. Free To Love
15. Planet Earth
16. (Reach Up For The) Sunrise
17. Girls On Film / Psycho Killer
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18. Save A Prayer
19. Rio






































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