So erreichten wir schon kurz vor halb sechs den South Kaibab Trailhead am Yaki Point. Es war noch stockfinster und ziemlich kalt. Während die meisten der zwölf anderen Wanderer aus dem Bus ihre Stirnlampen aufsetzten und losmarschierten, ging Chris nochmal aufs Klo und kam dabei ins Gespräch mit einer Frau aus Nürnberg, die ebenfalls ganz runter wandern wollte. Um exakt 5:31 Uhr haben wir uns auch in Bewegung gesetzt. Das Licht der Anderen und die eigenen Handytaschenlampen leuchteten uns in den ersten Minuten den Weg. Sowohl oben am Rim als auch auf den ersten paar hundert Metern in den Canyon pfiff uns ein verdammt kalter Wind um die Ohren. Die Wanderer auf den Serpentinen unter uns erinnerten uns mit ihren Lämpchen an Gestalten aus einer Märchenlandschaft – alles wirkte ziemlich surreal.
Nach bereits 25 Minuten erreichten wir den Ooh-Aah-Point, den ersten offiziellen Aussichtspunkt, in der Morgendämmerung.
Kurz nach 6:00 Uhr brach der Tag an: Die Sonne lugte am Rim hervor, die Wolken wurden weniger, der kalte Wind ließ nach und der Canyon begann, in der Morgenröte zu leuchten. Fasziniert von dem gigantischen Anblick, blieben wir immer wieder stehen.
Den Rastplatz Cedar Ridge erreichten wir um 6:20 Uhr. Hier legten wir eine kurze Pause ein, suchten das Plumpsklohäuschen auf und waren zehn Minuten später wieder auf dem Trail.
Wir stiegen ungefähr so schnell die Höhenmeter hinab wie die Sonne aufging und erlebten somit den bislang längsten Sonnenaufgang unseres Lebens.
Die Landschaft zog uns total in ihren Bann. Immer wieder schauten wir uns um, versuchten zu erfassen, wie tief wir schon in den Canyon hinabgestiegen waren, und blieben für ein kurzes Erinnerungsfoto stehen. Die vielen Pfützen auf unserem Weg bestätigten uns in unserer Entscheidung, anstatt gestern heute hier langzugehen.
Um 7:10 Uhr holten uns zwei Mulikarawanen ein, die hier grundsätzlich Vorfahrt haben. Es gibt Mulikarawanen mit Touristen, die sich in den Canyon und wieder heraus transportieren lassen; diese hier waren Versorgungskarawanen, die Lebensmittel und andere Güter hinunter zur Phantom Ranch bringen. Den kurzen Stopp am Wegesrand nutzte Dominic für sein erstes Brötchen.
Zehn Minuten später passierten wir den Skeleton Point, den dritten offiziellen Aussichtspunkt auf dem South Kaibab Trail. Da wir von der Pause kurz zuvor noch erholt waren, liefen wir nach einem Fotostopp direkt weiter.
Direkt nach dem Skeleton Point kam ein Abschnitt, der es in sich hatte. In steilen Serpentinen schraubte sich der schmale Trail in den Canyon hinab, dessen Dimensionen sich auf Fotos nur erahnen lassen.
Auf unserem weiteren Weg kamen wir an einem Schild vorbei, das darüber informierte, dass wir ungefähr auf halber Strecke zur Phantom Ranch waren.
Kurz nach 8:00 Uhr stellte Dominic erschrocken fest, dass sein Rucksack und seine Jacke nass waren. Eine der Wasserflaschen war undicht und schon halb leer, und das obwohl sie noch original verschlossen war. Da wir wussten, dass es zu unserem nächsten Rastplatz nur noch wenige Minuten sind, kümmerten wir uns jetzt am Wegesrand nur notdürftig darum.
Um 8:15 Uhr erreichten wir den Tip Off. Hier legten wir unsere geplante Frühstückspause ein. Zudem nutzten wir die Zeit, um Dominics nasse Sachen über dem Geländer, an dem normalerweise die Mulis angeleint werden, zu trocknen.
Ursprünglich hatten wir vor, uns hier am Tip Off zu trennen. Während Claus alleine weiter nach unten bis zur Phantom Ranch gehen wollte, würden Chris und Dominic auf dem abzweigenden Tonto Trail weiterwandern und sich so 400 Höhenmeter sparen. Später, am Indian Garden, würden sich unsere Wege wieder kreuzen. Soweit der Plan. Schon vor einigen Kilometern sagte Dominic, dass er ebenfalls gerne bis runter zum Fluss wandern würde, da „wir den Papa doch nicht alleine da runter laufen lassen“ können. Nachdem es für die beiden bislang sehr gut lief und der Tonto Trail ziemlich langweilig aussah, fiel die spontane Entscheidung: Wir gehen zu dritt weiter.
Nach 25 Minuten, um 8:40 Uhr, packten wir unsere Sachen wieder zusammen und machten uns auf den Weg. Chris war zwar etwas mulmig zumute, denn nicht umsonst hatte sie in der monatelangen Planung nie in Betracht gezogen, die vollen 1.400 Höhenmeter und 28 km Strecke zu gehen. Aber schon wenige Minuten später, als der Weg über steile Treppen nach unten führte und einen super Blick auf den Colorado River freigab, war sie über diese Entscheidung außerordentlich froh.
An diesem Fotostopp hatten wir einen sehr guten Ausblick auf den Colorado River, die beiden Brücken, die wir später überqueren werden sowie den Campingplatz und den grün bewachsenen Bright Angel Canyon, der zur Phantom Ranch und weiter zum North Rim führt.
Kurze Zeit später trafen wir auf einen Trupp Bauarbeiter, die den Wanderweg instand hielten.
Jetzt sahen wir ständig den Colorado River und kamen der Kaibab Suspension Bridge immer näher. Der Blick ging allerdings immer noch steil nach unten. Wir hatten also noch ein paar Höhenmeter vor uns.
Um 9:45 Uhr erreichten wir den Tunnel, an dessen Ausgang sich direkt die Brücke befindet. Hier überquerten wir den Colorado River zum ersten Mal.
Damit hatten wir den Abstieg komplett geschafft. Jetzt war es nur noch ein guter Kilometer bis zur Phantom Ranch, wo wir unsere Mittagspause verbringen wollten. Mittlerweile war eine zweite Wasserflasche undicht geworden, richtete aber bei weitem nicht so viel Schaden an.
Punkt 10:05 Uhr kamen wir an der Phantom Ranch an. Wenn man hier übernachten möchte, muss man ein Jahr im Voraus an einer Lotterie teilnehmen, bei der die begrenzten Plätze verlost werden. Außerdem ist es die einzige bewirtschaftete Location im Canyon. Getränke und Snacks kann man sich an der Theke kaufen. Eine warme Mahlzeit muss ebenfalls deutlich im Voraus gebucht werden.
Claus hat sich als erstes eine kalte Limo und den Phantom Ranch Patch, den man nur hier unten erwerben kann, gekauft. Das waren zwei der drei Dinge, die er hier unbedingt tun wollte und auf die er sich seit der Urlaubsplanung schon freute. Wir setzten uns an einen der Tische, packten unser Essen aus und genossen es, hier zu sein. Wunsch Nr. 3 war, Postkarten von hier unten zu verschicken. Da die Post (wie alles andere auch) von den Mulis transportiert wird, haben die Postkarten hier den exklusiven Aufdruck ‚Mailed by Mule‘. Der Briefkasten ist dann gleich eine Ledersatteltasche.
Nach einer knappen Stunde, um 11:00 Uhr, setzten wir uns wieder in Bewegung. Am Campingplatz vorbei ging es den Bright Angel Creek entlang zurück in Richtung Fluss. Den South Kaibab Trail hatten wir für den Abstieg gewählt, nun bogen wir nach rechts auf den Bright Angel Trail ab, überquerten den kleinen Bach und gelangten zur Silver Bridge, wo wir wieder zurück auf die südliche Seite des Colorado River wechselten.
Dort wanderten wir knappe 2 km auf dem anfangs sehr sandigen Weg parallel zum Colorado River flussabwärts, bis wir um 12:10 Uhr das River Resthouse erreichten.
Am dortigen Pipe Creek Beach, wo auch Rafting Touren starten, machten wir eine Pause und erfüllten Claus‘ vierten Wunsch: Die Füße in den Colorado River zu strecken. Immerhin haben wir eigens dafür ein kleines Handtuch und Wechselsocken mit in den Canyon getragen. Das Wasser war so eisig kalt, dass wir die Füße immer nur wenige Sekunden im Fluss badeten, um ein Anfrieren zu verhindern. Wider Erwarten war es gar nicht so schlammig wie es aussah, sondern richtig flüssig und lediglich braun gefärbt. Während wir den Colorado River genossen, bereitete sich hinter uns eine Gruppe auf ihre anstehende Rafting-Tour vor.
Zwanzig Minuten später waren die Füße wieder aufgetaut, abgetrocknet und mit frischen Socken in ihren Schuhen verstaut. Während hinter uns das letzte Schlauchboot den Weg stromabwärts antrat, waren wir bereit für den Aufstieg. Dafür hatten wir vereinbart, dass jeder sein eigenes Tempo geht und wir uns dann spätestens bei den drei vor uns liegenden Rastplätzen treffen würden. Die ersten ein bis zwei Kilometer gingen wir noch gemeinsam.
Als der Weg steiler wurde, lief Claus etwas zügiger vorneweg. Chris und Dominic blieben durchgehend beieinander. Sie machten bei den Serpentinen am Devil’s Corkscrew eine kurze Verschnaufpause und tankten Kraft mit einer Tüte Trailmix (Rosinen, Nüsse und M&Ms). Claus konnte die beiden manchmal aus der Ferne sehen.
Schon bei der Überquerung des Garden Creeks wähnten wir uns nahe des Indian Garden, dem ersten Rastplatz auf unserem Weg, denn die karge Felslandschaft wurde hier immer grüner und war üppig mit Bäumen bewachsen. Stattdessen zog sich die Strecke doch noch ein wenig hin. Einen halben Kilometer vor dem Rastplatz erreichten wir die Kreuzung, wo der Tonto Trail auf den Bright Angel Trail trifft. Hier wären Chris und Dominic angekommen, wenn sie sich morgens nicht spontan umentschieden hätten. Der Tonto Trail sieht auch von hier nur mäßig verlockend aus.
Claus erreichte um 13:45 Uhr den Indian Garden, Chris und Dominic kamen eine Viertelstunde später an. Damit hatten wir seit unserem Fußbad gut 5 km Strecke und fast exakt 400 Höhenmeter absolviert und uns eine Pause verdient. Die Wiedersehensfreude feierten wir mit einer Tüte Trailmix und einem Clif Bar Powerriegel.
Gemeinsam brachen wir um 14:15 Uhr wieder auf, nachdem Chris an der Trinkwasserstation zwei ihrer Flaschen wieder aufgefüllt hatte. Die kaputten Flaschen hatte sie bereits an der Phantom Ranch entsorgt.
Die Hälfte der Strecke des Bright Angel Trails hinauf zum South Rim hatten wir bereits geschafft, dabei aber nur ein knappes Drittel der Höhenmeter erklommen. Das bedeutete im Umkehrschluss, dass der Weg vor uns nun immer steiler wurde. Nichtsdestotrotz waren wir nach wie vor begeistert von der wundervollen Landschaft, und auch körperlich waren wir noch lange nicht am Ende unserer Kräfte.
Kurz vor dem 3 Mile Resthouse trafen wir wieder auf die Frau aus Nürnberg, mit der wir morgens gestartet waren. Wir haben uns gefreut, einander wieder zu sehen und festzustellen, dass es uns allen nach wie vor körperlich und mental ziemlich gut ging. Wir gingen dennoch nur wenige Meter miteinander, weil jeder jetzt verstärkt auf sein eigenes Tempo aufpasste.
Mit minimalem Versatz kamen wir alle drei um 15:05 Uhr am 3 Mile Resthouse an. Seit dem Indian Garden hatten wir 280 Höhenmeter bewältigt. Da wir uns immer noch fit fühlten entschieden wir, nur eine kurze zehnminütige Trinkpause zu machen und noch eine Tüte Trailmix zu futtern. Dieser Snack hatte sich sehr gut bewährt: Klein, kompakt und versorgt den Körper mit Elektrolyten.
Auf den nächsten 1,5 Meilen (2,4 km) warteten nun 305 Höhenmeter auf uns. Immer wieder blickten wir zurück und waren erstaunt und auch stolz, wie hoch wir inzwischen schon waren. Der Indian Garden war noch sehr gut zu erkennen, wurde aber immer kleiner. Und dennoch ragte vor uns immer noch eine riesige Steilwand empor, die irgendwie nicht kleiner werden wollte. Bei Chris und Dominic meldeten sich nun erste Erschöpfungserscheinungen. Während Dominic sich mit Musik aus seinem Handy und seinen Kopfhörern motivierte, war es für Chris mental nach wie vor ein tolles Abenteuer.
Das 1.5 Mile Resthouse erreichten wir nach ziemlich genau 50 Minuten Wanderzeit um 16:05 Uhr. Auch hier machten wir nur eine kurze Trinkpause von zehn Minuten. Mit diesem Stopp waren wir so ziemlich die Einzigen, denn die meisten Wanderer liefen direkt weiter oder hielten nur an, um ihr Wasser aufzufüllen. Vielleicht lag es aber auch an den zusätzlichen Treppenstufen, die man zum Resthouse hinaufsteigen musste. Dem einen oder anderen sah man die Erschöpfung schon deutlich an.
Auf den letzten 1,5 Meilen hatten wir noch satte 340 Höhenmeter zu meistern. Damit lag das steilste Stück noch vor uns. Ein nur etwa 500 m langer Abschnitt mit mehreren Serpentinen hatte es heftig in sich. Hier spürte auch Claus, der wieder ein ganzes Stück voraus ging, endlich seine Füße und schaltete einen Gang zurück. Bis hierher war er selbst überrascht, wie relativ leicht es ihm fiel. Chris und Dominic setzten langsam und konzentriert einen Fuß vor den anderen.
Der Lower Tunnel, den wir um 16:40 Uhr passierten, läutete die Zielgerade ein. Durch unsere Vorbereitung wussten wir, dass es noch einen zweiten Tunnel gibt, den Upper Tunnel, den Claus um 17:00 Uhr durchschritt. Chris und Dominic kamen wenige Minuten später hier durch. Der Upper Tunnel beflügelte Chris, die die letzten Meter nochmal richtig genoss.
Um 17:12 Uhr trafen wir uns oben am Trailhead des Bright Angel Trails. Nach fast 12 Stunden waren wir stolz und super glücklich an unserem Ziel. Wir beglückwünschten uns, und auch mit anderen Wanderern, deren Gesichter wir vom Trail kannten, tauschten wir ein „Yes, we did it!“ aus. Wir waren zudem verdammt stolz auf Dominic, der während der gesamten Wanderung bis zum Schluss nicht ein einziges Mal gejammert oder gemeckert hatte, obwohl er laut eigener Aussage ab dem 3 Mile Resthouse ziemlich fertig war.
Da unser Auto auf dem Parkplatz des Visitor Centers stand, mussten wir nun mit dem Shuttle Bus (blaue Linie) dorthin fahren. An der Bushaltestelle befand sich eine lange Schlange. Während der Wartezeit kamen wir mit einem Ehepaar, das hinter uns stand, ins Gespräch. Sie wohnen in Maine an der Ostküste, ganz in der Nähe des Acadia Nationalparks, den sie uns wärmstens empfahlen. Mit dem zweiten Bus kamen wir und das Ehepaar hinter uns gerade noch mit.
Um 18:00 Uhr waren wir zurück an unserem Auto. Durch die Straßensperrung hatte sich unsere Fahrzeit von 2,5 Stunden auf 5,5 Stunden verlängert. Wir wollten noch so weit wie möglich im Hellen fahren und hatten außerdem noch keinen Hunger, also fuhren wir direkt los. Auf dem Weg nach Williams begleitete uns ein schöner Sonnenuntergang. Als wir Williams nach einer Stunde erreichten, schlief Dominic bereits tief und fest. Da wir immer noch keinen Hunger hatten, fuhren wir einfach weiter. Die nächsten Stunden wurden immer zäher. Der lange Tag und die intensive Wanderung hinterließen nun auch bei uns ihre Spuren, und so hielten wir immer mal wieder am Straßenrand an, stiegen aus und tankten frische Luft.
In Tuba City nutzten wir eine der Pausen, um unser Auto vollzutanken. Wir quälten uns durch die letzten anderthalb Stunden bzw. 80 Meilen. Punkt Mitternacht kamen wir endlich an der Glen Canyon National Recreation Area an. Um diese Uhrzeit und mit der Müdigkeit in den Knochen war es eine echte Herausforderung, am Automaten das benötigte Ticket zu kaufen.
Schlafen ist wichtiger als essen, das haben wir hier gelernt. Und so waren wir super glücklich, als wir nach dem Check-in endlich in unserem Zimmer waren und in die Betten fielen.
Unterkunft
Lake Powell Resort, Page
Wetter
Morgens bewölkt, später sonnig
Claus
+ Die komplette Wanderung runter zum Colorado River und wieder hinauf zum South Rim war ein absoluter Traum! Das Beste, was ich bisher an Wanderungen erlebt habe! Alle Wünsche gingen in Erfüllung: Kalte Limo in der Phantom Ranch getrunken, exklusiver Patch gekauft, Postkarten mit „Mailed by Mule“-Logo verschickt und die Füße im Colorado River gebadet.
- Die lange Fahrt abends war schon heftig.
Chris
+ Was für ein Tag! Fantastischer Sonnenaufgang, grandiose Blicke in eine faszinierende Natur. Das Beste an Allem aber: Die spontane Entscheidung, bis runter zum Fluss zu gehen und es am Abend nicht bereut zu haben. Im Gegenteil.
- Die stundenlange Autofahrt nach der knackigen Wanderung.
Dominic
+ Die schönen Aussichten.
- Dass die Wanderung so lange war und ich danach so müde und fertig war. Schade, dass der Colorado so braun war. Die stundenlange Autofahrt.





































































































































































Wow, wow, wow!! Ich bin sehr beeindruckt. Was für eine Wanderung! Was für eine tolle Leistung von euch 3en. Wie toll, dass ihr alle zusammen bis unten hin gegangen seid und es nicht bereut habt! Das ist eine one-in-a-lifetime Experience!
AntwortenLöschenIch fand das so toll zu lesen, wie detailliert du die komplette Wanderung hier im Blog dokumentiert hast. Man hat regelrecht ein bisschen mitgefiebert und hat das Gefühl, dass man stolz auf euch ist, obwohl ich euch doch gar nicht kenne, lach!
Wie alt ist Dominic nochmals (ich glaube mich erinnern zu können, dass er etwas jünger als Ben wäre?). Ganz tolle Leistung besonders auch von ihm. Der Junge ist aber auch riesig gross, so wie es aussieht, lach!
Ich muss zugeben, diese Wanderung wäre körpermäßig ganz sicher nichts für mich. Ich denke, dass man da extra für trainieren sollte. Im Sommer kann ich es mir aber erst recht nicht vorstellen, wie Leute es dann schaffen. Ihr hatte mit Herbst genau die richtige Jahreszeit gewählt.
Und dann noch diese lange Fahrt am Abend. Ich hätte wahrscheinlich das Hotel dort gecancelled, lach! Ganz schön viel Durchhaltevermögen von euch. Hut ab!
Danke. :)
LöschenDiese Wanderung war schon lange ein Traum von mir. Wir haben den kompletten Urlaub nur deswegen gemacht, und ich habe die restlichen Tage drum herum geplant.
Ich jogge eigentlich zwei- bis dreimal die Woche. Nachdem wir den Urlaub gebucht hatten, bin ich dann teilweise 5 bis 6 Mal pro Woche laufen gegangen. Rückblickend war ich total übertrainiert, das hätte es nicht gebraucht. Jeder, der regelmäßig ein wenig Sport macht, sollte das schaffen. Es kommt natürlich noch die mentale Komponente hinzu. Aber da ich mich auf die komplette Wanderung (Abstieg, Fluss und Aufstieg) über Monate im Voraus gefreut habe, war es für mich einfach nur die Erfüllung eines Traums und ich habe jeden Meter genossen und die Natur bewundert. Allerdings ist es in den Sommermonaten bei extremen Temperaturen im Canyon sicherlich eine deutlich anstrengendere Angelegenheit. Nichtsdestotrotz schwebt mir jetzt im Kopf herum, irgendwann mal noch Rim2Rim zu wandern ;)
Dominic war zum Zeitpunkt der Wanderung 14,5 Jahre alt und ist fast so groß wie ich (ich bin 1,83 m).
Das Hotel in Page zu canceln war keine Option. Zum Einen hatten wir es im Voraus für insgesamt drei Nächte im Paket mit einer Bootstour zur Rainbow Bridge gebucht und um Geld zu sparen die nicht stornierbare Rate gewählt. Zum Anderen hätten wir in Tusayan eh nicht bleiben können. Alle Hotels hatten 'no vacancy' Schilder. Wir hätten höchstens irgendwo auf dem Weg (z.B. in Williams) versuchen können, ein Zimmer zu bekommen.
Oh ja, die Steigung bei der Hitze im Sommer ist sicherlich nochmals eine ganz andere Hausnummer ;-))).
LöschenDominic ist also ca. genau 1 Jahr jünger als Ben und schon sehr gross gewachsen, aber ihr Eltern scheint auch beide gross zu sein. Dann ist Ben ca. so gross wie du. Im Sommer wurde er beim jährlichen Checkup gemessen und war 6 ft (= 1.83m) gross. Er meint aber, dass er noch ein bisschen größer wäre seither ;-). Mein Mann ist 10 cm kleiner und ich noch ein ganzes Stück kleiner (bin nur 1.57m). Die Kinder von heute scheinen einfach größer zu wachsen...