Montag, 1. Oktober 2018

Viva Las Vegas

Wir hatten den Wecker auf 6:15 Uhr gestellt, und das war auch nötig. Denn in den eher unbequemen Betten hatten wir alles andere als gut geschlafen und waren dementsprechend noch müde. Das Regent Hotel erstreckte sich über mehrere Gebäude. Sowohl Rezeption als auch Restaurant befanden sich in unterschiedlichen Häusern. Leider hatte Petrus über Nacht das Wasser angestellt, so dass wir für die paar Meter tatsächlich den Hotelschirm aus dem Zimmer benötigten. Das Frühstücksbuffet war recht umfangreich, und so stärkten wir uns erst einmal.


Unser gebuchter Shuttle-Bus zum Flughafen sollte um 7:30 Uhr losfahren. Mit leichter Verspätung und einem ungeplanten Abstecher zum Langzeitparkplatz (ein Ehepaar musste sein Auto noch loswerden) landeten wir zu allem Überfluss auch noch im morgendlichen Berufsverkehr. Aus den 10 Minuten Transferzeit wurden so letztendlich 35 Minuten. Wir waren schon etwas unruhig, hatten aber im Grunde ausreichend Zeit, und als wir das Flughafengebäude betraten und die Mini-Schlange am Eurowings-Schalter sahen, entspannten wir uns zusehends. Schon nach wenigen Minuten hatten wir unser Gepäck aufgegeben und waren eingecheckt. Auch die Sicherheits- und Passkontrolle war in Nullkommanix erledigt, so dass wir schon vor 9:00 Uhr im Boardingbereich saßen.



Das Boarding begann pünktlich. Wir hatten in Reihe 7 prima Plätze, zwar im Mittelblock, aber dafür beieinander und direkt vor einer Trennwand ohne Hintermann. Laut der Stewardess hätten wir sogar schon vor 10:10 Uhr starten können, mussten aber noch auf acht Passagiere warten, deren Flieger aus Köln Verspätung hatte. So erhoben wir uns wiederum mit 35 Minuten Verspätung in die Lüfte.



Der Flug dauerte exakt 12 Stunden, und die zogen sich ziemlich hin. Wir buchten alle drei das Entertainment-Programm (Filme, Musik und Spiele mussten bei diesem günstigen Flugpreis separat zugebucht werden), und vertrieben uns die Zeit mit Filme schauen und Sudoku spielen. Die zwei Essenspausen waren eine angenehme Abwechslung, und hin und wieder standen und liefen wir auch mal durch die Gänge, aber insgesamt ist so ein Langstreckenflug öde und zäh.



Nachdem wir die Uhren um 9 Stunden zurück gedreht hatten, landeten wir um 13:50 Uhr in Las Vegas. Die automatische Einreise am Kiosk (Terminal, an dem der Reisepass gescannt wird und die Einreiseformalitäten am Bildschirm erledigt werden) funktionierte nicht, so dass wir doch an den ganz normalen Schalter mussten. Hier erwischten wir im Gegensatz zu den letzten US-Reisen einen freundlichen Immigration Officer, der nur wissen wollte, wie lange wir bleiben und wo unsere erste Unterkunft ist.

Nach der Gepäckausgabe warteten wir direkt vor der Ankunftshalle auf den Shuttle-Bus zum Rental Car Center. Dort angekommen, mussten wir uns dank Claus‘ Vorbereitung nicht in die ellenlange Schlange bei Alamo anstellen, sondern konnten mit dem „Skip the Counter“-Voucher direkt in die Choiceline gehen und uns ein Auto aus der gebuchten Kategorie aussuchen. Die Auswahl war eher bescheiden: Wir konnten zwischen einem Ford Escape, einem Ford EcoSport und einem Nissan wählen. Aufgrund der Größe und der Marke fiel unsere Wahl sehr schnell auf den weißen Ford Escape mit Panorama-Schiebedach und 11,500 Meilen auf dem Tacho. Unser Gepäck passte locker in den großen Kofferraum.



Nachdem wir an der Ausfahrt unsere Papiere vorgezeigt hatten, wählten wir aus dem bereits zuhause vorprogrammierten Navi die Route zum nächstgelegenen Walmart aus. Gleich am Eingang fiel uns die herbstliche Deko auf. Kürbisse und Geister zeigten deutlich, dass schon alles auf Halloween eingestellt ist. In einem Gang gab es spezielle Süßigkeiten-Pakete für Halloween, teilweise in originellen Verpackungen. Wir kauften uns erst einmal einen Wasservorrat, ein bisschen Obst, verschiedene Kekse und ganz spontan vier Cargohosen.



Schon ziemlich müde kamen wir um 18:00 Uhr im Hotel an. Der Stratosphere Tower war wie erwartet riesig. Die Hotelrezeption ist nur durch das Casino zu erreichen. Vorbei an zig Spieltischen und einarmigen Banditen liefen wir nach dem Check-in zu den Aufzügen, über die wir unser Zimmer in der 15. Etage erreichten.



Für das erste Abendessen des Urlaubs fuhren wir dann nach kurzer Zeit nochmal los. Unser Ziel war das Applebee’s, das wir aus dem letzten USA-Urlaub vor zwei Jahren noch in sehr guter Erinnerung hatten. Wir entschieden uns typisch amerikanisch für Spareribs, Burger und Steak, und haben wirklich hervorragend gegessen.



Um 20:30 Uhr waren wir wieder zurück im Hotel und eine Stunde später machten wir – nach 23 Stunden auf den Beinen – die Augen zu.

Unterkunft
Best Western Stratosphere Tower, Las Vegas

Wetter
München: Regen
Las Vegas: Bewölkt, 30° C

Claus
+ Tolles Auto bekommen. Die Halloween-Atmosphäre im Walmart. Und natürlich das Applebee’s.
- Der lange Flug. Las Vegas sucks.

Chris
+ Schöner Mietwagen. Köstliche Spareribs im Applebee’s.
- Der Flug. Das laute Casino, durch das man immer durch muss, wenn man zum Hotelzimmer will.

Dominic
+ Das Casino ist ja noch krasser als in den Filmen. Das Abendessen und der nette Kellner.
- Die lange Anreise und dass ich so müde war.

2 Kommentare:

  1. Viva Las Vegas ;-)! Ja, so ist es dort: Man laesst die Leute immer schoen an den Automaten vorbeigehen, damit sie eventuell doch da hängen bleiben und bei ihnen spielen, lach! Und Dominic - typisch Jugend - ist natürlich begeistert von der Casino Atmosphäre, lach!

    Viel Spass weiterhin auf eurer Tour wünschen wir euch aus North Carolina ;-)!

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    1. Danke Euch!!!

      Dominics Kommentar zum Casino war: "Das ist ja noch krasser als im Film." ;)

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