Dienstag, 16. August 2016

Berlin: Im Amish Country

Die Augen in einem so tollen Holzhaus aufzuschlagen, macht gleich gute Laune. Und als Chris im Küchenschrank Kaffee entdeckte, konnte der Tag gar nicht mehr schlecht werden. Wir drei hatten noch keinen Frühstückshunger, so dass wir uns auf machten, den kleinen Ort Berlin zu erkunden.

Unser Cottage von außen
Chris vor unserem Cottage
Ortseingang Berlin
Entlang der Hauptstraße befinden sich Tür an Tür kleine Geschäfte, meist mit Antiquitäten, selbst gefertigten Handarbeiten und Deko-Artikeln sowie Bäckereien und kleine Lebensmittelläden. Einziger Wermutstropfen: Wir waren ausgerechnet zu dem Zeitpunkt hier, als die Hauptstraße einen neuen Belag bekam und die Gehwege verschönert wurden.



Chris mit unserem neuen Rasenmäher
Der Stoffladen war natürlich ein Muss für Chris. Mit der Verkäuferin haben wir uns lange und interessant unterhalten. Wir haben zum Beispiel erfahren, dass in Berlin bis vor 20 Jahren noch Autos und landwirtschaftliche Geräte verkauft wurden, und erst danach die Amish ihre Kultur dem Tourismus geöffnet haben. Die Amish sind sehr auf Tradition bedacht, fahren noch mit Kutschen, kleiden sich nach Richtlinien der Bibel und bleiben ganz gerne unter sich. Da Amish-Frauen nicht arbeiten gehen, machen sie zuhause unheimlich viel Handarbeit. In diesem Stoffladen namens 'Helping Hands' können sie ihre liebevoll gefertigten Quiltdecken und -kissen anbieten und sich so doch ein bisschen Geld verdienen.

Helping Hands (Stoffladen)
Der Gründer des Ortes kam aus Berlin (Deutschland), weswegen er ihm denselben Namen gab. Die Amish reden eine Mischung aus holländisch, deutsch und englisch, was wohl nur sie selbst verstehen. Die Bibel wird in der Kirche auf Deutsch gelesen.

Im German Village Store ist sowohl ein kleiner Baumarkt als auch ein Lebensmittelladen und eine Bank untergebracht. Da die Amish dafür bekannt sind, sehr viel selber zu kochen und zu backen, sehen die Regale entsprechend so aus:



Die Werbung der Bank erinnert sehr an den schwäbischen Dialekt:


So langsam wurden wir hungrig. Da es mittlerweile 12.00 Uhr war, begaben wir uns ins Berlin Farmstead, einem amishen Restaurant. Wir konnten aus der Karte wählen oder uns für das Buffet entscheiden. Am Buffet gab es Kartoffelbrei, Kassler, Bohnen und sogar Nudeln. Da wir neugierig waren, wie die vertrauten Gerichte hier schmecken, entschieden wir uns für das Buffet. Es war tatsächlich ganz ähnlich und wohlschmeckend.




Nach dem Essen fuhren wir in den Nachbarort Millersburg. Zusammen mit Berlin soll dieser Ort laut Reiseführer die Hochburg des Amish Country sein. Allerdings waren in Millersburg die meisten Geschäfte geschlossen und die Schaufenster leer. Als es auch noch anfing zu regnen, entschieden wir uns, das schöne Cottage zu genießen und uns etwas auszuruhen.




Erst kurz nach 18.00 Uhr brachen wir nochmal auf, um uns die restlichen Geschäfte in Berlin anzuschauen. Wir hatten nicht vermutet, dass die meisten Läden hier nur von 9 - 17 Uhr geöffnet haben. Aber am urigen viktorianischen Haus, das uns am Morgen schon aufgefallen war, prankte noch ein großes 'Open' Schild. Als wir durch die Tür kamen, betraten wir eine ganz andere Welt: Wir fühlten uns wie in einer riesigen Puppenstube mit zig kleinen Vitrinen, die über und über befüllt waren mit hübschem Porzellan, Schmuck, eleganter Kleidung, Deko-Artikeln, und vielem mehr. Die Verkäuferin erzählte uns, dass das Haus Ende des 19. Jahrhunderts erbaut wurde und einem Arzt gehörte.


Eingangsbereich mit Brautkleid und Weihnachtsbaum
Eines der insgesamt 5 Zimmer auf zwei Etagen

Nach diesem netten Erlebnis sind wir in unser Häuschen gefahren, haben auf der Terrasse sitzend die Vögel zwitschern und die Grillen zirpen gehört, und haben anschließend noch ein paar Runden Billard gespielt. Nachdem Dominic im Bett war, haben Chris und Claus noch die Whirlpool-Badewanne getestet.

Unterkunft
Coblentz Country Cabins, Berlin

Claus
+ Das Wohnen im Cottage. Die urigen Läden in Berlin.
- Millersburg.

Chris
+ Der Ort Berlin. Das viktorianische Haus. Die tolle Unterkunft (die schönste des gesamten Urlaubs).
- Der Regen und die Baustelle waren schade.

Dominic
+ Ich konnte mit meinen neuen Nike Schuhen rum laufen und sie ausprobieren.
- Genau dann, wo wir in der Stadt waren, war hier eine Baustelle, wo der Asphalt neu gemacht wurde.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen