Samstag, 6. August 2016

The middle of nowhere is somewhere

Seit unserer Ankunft auf Manitoulin Island wissen wir genau, welche Gegend mit ‘somewhere’ gemeint ist. Und auch auf die Beurteilung des Frühstücks können wir verzichten, es gab nämlich keins im Black Rock Resort.

Um 6.30 Uhr wurden wir glücklicherweise wach und konnten den Sonnenaufgang von unserer Terrasse aus bewundern.




Danach legten wir uns nochmal hin und schliefen uns aus. Erst nach 10.00 Uhr starteten wir in den Tag und suchten uns ein Frühstückslokal, aber nicht bevor wir unseren Wasserzugang aus der Nähe erkundeten. Und auch dieser lohnt sich allemal, so dass wir hier länger verweilten als geplant.




Beim Loco Beanz in Manitowaning gab es um 12.30 Uhr zwar kein Frühstück mehr, aber Chris bekam einen vorzüglichen Kaffee Latte und die beiden Jungs tranken köstlichen Milch-Shake. Süße Stückchen dazu gibt es immer. Wenn man sich erst mal auf die Gemütlichkeit, Ruhe und Gelassenheit der Leute einlässt, fängt man an zu verstehen, dass diese Einfachheit hier zum Lebensstil gehört. Die winzigen Ortschaften mit teils nur wenigen Häusern, einem einzigen Supermarkt und zwei Restaurants, hatten wir bei der Ankunft noch als Kulturschock empfunden, mittlerweile fingen wir an, Gefallen daran zu finden.

Loco Beanz
Loco Beanz
Loco Beanz
Entlang des Lake Manitou, dem größten Binnensee innerhalb der Insel, fuhren wir Richtung Nordwesten über Green Bay nach M’Chigeeng. Dieser Ort hat ein kulturelles Zentrum für die indianischen Ureinwohner und insgesamt hatten wir den Eindruck, dass hier die indianische Kultur noch am Intensivsten gelebt wird. In der kleinen Tankstelle beispielsweise hing ein Foto des Little Native Hockey Teams, links und rechts davon standen Pokale. Nebenan lockte uns die Eingangstür von Lillian’s indianischem Kunstgewerbelädchen. Hier verbrachten wir eine ganze Weile und fanden richtig tolle Sachen.



Nur wenige Kilometer weiter in Kagawong befinden sich die Bridal Veil Falls. Sie verdanken ihren Namen der Assoziation an einen Brautschleier.

Bridal Veil Falls
Bridal Veil Falls
Anfangs waren uns zu viele laute Leute in dem kleinen Becken vor dem Wasserfall, so dass wir erst einmal ein paar Meter den Bach hinunter liefen und hier verweilten. Wir entdeckten haufenweise Frösche, die auf Steinen chillten, und wateten selbst durch den knöcheltiefen Bach. Hier war es ruhig, schattig und schön.





Nun zog es uns aber doch noch einmal zum Wasserfall und siehe da, jetzt war es deutlich leerer. Ab in die Badeklamotten und rein ins kühle Nass.
Ein kleiner Schmetterling verflog sich und landete im Wasser. Dominic eilte ihm zu Hilfe und so kam es, dass der Schmetterling minutenlang auf Dominics Hand saß und seine Flügel trocknen ließ. Ein sehr zauberhaftes Erlebnis für Kind und Schmetterling. Als die Flügel trocken waren, flog der kleine Falter davon. Wir konnten ihm noch lange nachsehen.

Bridal Veil Falls
Bridal Veil Falls
Bridal Veil Falls
Bridal Veil Falls
Um 17.00 Uhr brachen wir auf und fuhren wiederum über M’Chigeeng nach Süden am Lake Mindemoya entlang nach Providence Bay. Hier gab es direkt am feinen Sandstrand einen großen Spielplatz. Zum Baden war es uns mittlerweile zu kühl und zu windig, aber Schaukeln ging für Klein und Groß.

Providence Bay
Providence Bay
Providence Bay
Im School House Restaurant bekamen wir zwar nur noch einen Tisch draußen, haben aber dafür vorzüglich und anscheinend auch sehr vornehm gegessen. Zum Sonnenuntergang kehrten wir nochmal zum Strand zurück. Hier war es inzwischen richtig kalt, so dass wir uns nur kurz aufhielten und dann zu unserer Unterkunft zurück fuhren.

School House Restaurant
School House Restaurant
Providence Bay
Providence Bay
Providence Bay
Unterkunft
Black Rock Resort, Manitowaning

Claus
+ Loco Beanz, Lillian’s Laden, Bach am Bridal Veil Falls
- Die karge Landschaft auf Manitoulin Island. Mir ist das zu viel Gras.

Chris
+ Wie sich doch die Stimmung ändern kann, wenn man sich drauf einlässt; hinterm Wasserfall zu sitzen.
- Kein Kaffee am Morgen.

Dominic
+ Der tolle Spielplatz am Strand.
- Die Steine im Bach und beim Wasserfall waren viel zu spitz.

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