Freitag, 5. August 2016

Eine Stadt, zwei Länder

Das Frühstück war wieder eins der besseren, mit frischem Obst, Waffeln, Toast und Joghurt. Nach dem Auschecken haben wir unseren Proviant aufgefüllt, waren tanken und sind durch eine coole Waschstraße gefahren, bei der die Wassersäule um das Auto herum kreiste.


Mit blitzeblankem Auto fuhren wir ins Stadtzentrum von Sault Ste Marie. Dort waren ein paar Straßen gesperrt, auf denen ein Straßenfest mit Verkaufsständen und Bücherflohmarkt stattfand. Dominic hatten es vor allem die Quads und Racing Cars angetan, wir Erwachsenen waren begeistert von den massiven Echtholzmöbeln. Abgeschreckt waren wir alle, dass man an einem Stand einen gefüllten Waffenschrank mit Gewehren und Pistolen inkl. Munition gewinnen konnte.





Von der Aussichtsplattform des Tower of History hat man einen super Ausblick auf die amerikanische und die kanadische Seite der geteilten Stadt. Wir konnten die Brücke sehen, die die beiden Stadthälften miteinander verbindet und die wir kurze Zeit später befahren sollten.

Tower of History
Sault Ste. Marie von oben
Sault Ste. Marie von oben
Sault Ste. Marie von oben
Beim Befahren der Brücke ist eine Mautgebühr in Höhe von $3.50 zu entrichten. Auf der anderen Seite (der kanadischen) angekommen, steht man an der Grenzkontrolle. Der Immigration Officer war zwar deutlich freundlicher als der, den wir bei der US-Einreise hatten, er wollte aber alles sehr genau wissen, sogar in die wievielte Klasse Dominic geht und was wir Eltern arbeiten. Mit dem von ihm ausgefüllten gelben Zettel mussten wir ins Gebäude nebenan, wo wir die kanadischen Stempel in unsere Reisepässe bekamen.

Mautstation auf US-Seite
Grenzkontrolle Kanada
Nach einer ersten Stärkung bei Subway fuhren wir in Richtung unseres heutigen Etappenziels Manitoulin Island. Auf dem Weg dahin machten wir immer wieder an Picknick-Plätzen halt und genossen die Natur. Leider war die Straße hier in Kanada nicht so nah am Wasser gebaut wie auf der amerikanischen Seite, so dass man anstatt des Lake Huron meist nur Gras oder Bäume sehen konnte.




Je weiter wir nach Manitoulin Island kamen, desto weniger besiedelt erschien uns die Gegend. Kurz nach 18.00 Uhr kamen wir schließlich an unserer Unterkunft auf Manitoulin Island an, dem Black Rock Resort. Hier hatten wir für das komplette Wochenende eine Cabin am Ufer einer der zahlreichen Buchten des Lake Huron gebucht. Beim Check-in erfuhren wir, dass das Pow-Wow (das Indianerfestival, welches ein zentraler Planungsbestandteil unseres Urlaubs war) bereits am vergangenen Wochenende stattgefunden hat. Als wir dann noch gesehen haben, dass die Hütte eher einfach und lieblos eingerichtet war, und wir hier keinen Internetzugang haben, war die Stimmung erst mal im Keller.




Wir wollten jedoch der Insel und uns eine Chance geben, denn bekanntlich ist alles eine Frage der Einstellung. Und wir wurden tatsächlich dafür entschädigt. Mit einem Ausblick von unserer Terrasse, der seinesgleichen sucht.


Nachdem wir unsere Sachen abgestellt hatten, fuhren wir direkt zum Abendessen nach South Baymouth an den südöstlichsten Punkt der Insel. Erst nach dem Sonnenuntergang fuhren wir zurück, setzten uns auf unsere Terrasse und genossen den klaren Sternenhimmel. In der Abgeschiedenheit dieser Gegend sahen wir so viele Sterne und sogar die Milchstraße. Zuhause undenkbar.  Hin und wieder verglühte eine Sternschnuppe in der Atmosphäre. Erst um Mitternacht gingen wir schlafen.


South Baymouth
South Baymouth
Heimweg
Unterkunft
Black Rock Resort, Manitowaning

Claus
+ Der amerikanische Teil von Sault Ste Marie ist richtig schön. Das hatte ich so nicht erwartet.
- Erster Eindruck der Cabin im Black Rock Resort.

Chris
+ Sault Ste Marie mit Straßenfest.
- Kein Pow-Wow, super enttäuscht!

Dominic
+ Tower of History
- Die Hüpfburg beim Straßenfest war leider kostenpflichtig.

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