Gegen 10:15 Uhr fuhren wir mit dem Auto in den Nachbarort Hinterhermsdorf, wo an der Buchenwaldhalle der 45-minütige Wanderweg zur Ablegestelle Obere Schleuse begann. An Schrebergärten entlang ging es durch den Wald mit vielen Felsen und Treppen stets abwärts, bis wir an der Kirnitzsch, die hier Grenzfluss ist, ankamen.
Wir kauften ein Familienticket für eine einfache Fahrt zur Schleuse, und Dominic nutzte die kurze Wartezeit zur Abfahrt für eine Zwischenmahlzeit.
Um 12:00 Uhr bestiegen wir mit unserem tschechischen, äußerst gut gelaunten und spaßigen Kapitän und weiteren Fahrgästen den Kahn. Wir hatten das Glück, ganz vorne zu sitzen. Während der Fahrt erzählte der Kapitän allerlei interessante und lustige Geschichten über die Gegend hier, z.B. dass der Nationalpark auf der tschechischen Seite völlig naturbelassen bleiben soll. Hier darf kein Baum gefällt werden, und umgestürzte Bäume müssen liegen blieben. Es gibt am tschechischen Flussufer keinen Wanderweg und laut Bootsführer ist dort "so ziemlich alles verboten" (kein Feuer, Camping, usw.).
Während der Fahrt sahen wir am Ufer immer wieder Grenzsteine. Unser Bootsführer machte uns darauf aufmerksam, dass an manchen die schwarze Farbe des "D" abplatzte und man darunter wieder das "DDR" erkannte. Auf die Frage von Dominic, warum es im Kahn nur zwei Rettungswesten gab, antwortete er lustig: "Eine für Kapitän und eine für schönste Frau an Bord."
Nach einer knappen halben Stunde waren wir am Staudamm und somit am Ziel unserer Fahrt. Wir wählten die etwas weitere, anspruchsvollere Wanderroute zu den Rabensteinen und dem Königsplatz. Die ersten Kilometer führten hoch oben am Berg entlang.
Auf dieser Strecke gab es ganz viele Heidelbeersträucher, die haufenweise Früchte trugen. Entsprechend langsam kamen wir voran, weil eine von uns am liebsten alle Heidelbeeren mitgenommen und/oder aufgegessen hätte. Hier die Beweisfotos:
Dann begann der Abstieg über steile Treppen und eine Höhle bis hinunter ans Ufer der Kirnitzsch.
Eine ganze Weile führte unser Weg am Bach entlang durch den Wald. An einer Stelle balancierte Dominic über einen umgestürzten Baum und befand sich so für einige Augenblicke in Tschechien. Später änderte sich die Landschaft und wir liefen am Waldrand durch Wiesen und übermannshohe Farnfelder.
Wir kamen an einer Wegkreuzung an, an der wir uns ein bisschen verzettelten und somit leider die Rabensteine nicht zu Gesicht bekamen. Stattdessen liefen wir direkt den Weg in Richtung Königsplatz. Nach wenigen hundert Metern ging es plötzlich sehr steil bergauf.
Der tolle Ausblick vom Königsplatz entschädigte jedoch für die Strapazen. In diesem tollen Ambiente picknickte es sich gleich doppelt so gut.
Um 15:45 Uhr marschierten wir langsam weiter. Nur wenige Minuten hinter dem Königsplatz zeigte ein Wegweiser den Aussichtspunkt 'Grünstellige' an. Da sich ein Abstecher schon vorgestern gelohnt hatte (Kuhstall), gingen wir auch hier vom Weg ab und besuchten den Aussichtspunkt. Es waren nur ca. 100 Meter zu gehen, und auch hier hat sich uns ein toller Ausblick auf die herrliche Natur geboten.
Zwanzig Minuten später waren wir zurück am Parkplatz. An unserer Ferienwohnung vorbei sind wir nach Bad Schandau gefahren, um uns diesen Ort etwas genauer anzusehen. An den Elbterrassen mit exzellentem Ausblick auf den Fluß und den einige Kilometer entfernten Lilienstein gönnten wir uns ein Stück Kuchen und Kaffee bzw. Eisschokolade. Das 5-Sterne-Hotel Elbterrassen war ursprünglich im Jahr 2013 fertig gestellt und wurde kurz nach der Eröffnung Opfer des schweren Elbe-Hochwassers. Man hatte zwar vorsorglich zwei Meter hohe Schutzwände errichtet, aber das Wasser stieg leider 10cm höher und zerstörte den Neubau. Das Hotel hat erst vor kurzem wieder eröffnet.
Wir gingen noch entlang der Promenade am Elbufer spazieren und entdeckten die Stelle, an der die Kirnitzsch in die Elbe mündet. Hier verweilten wir eine ganze Weile und streckten die Füße ins kalte Wasser. Das Wasser der Kirnitzsch wird übrigens auch im Hochsommer nicht über 8° C warm. Der Unterschied zum Elbwasser war deutlich zu spüren.
Nachdem wir etwas abgekühlt waren, fuhren wir rüber nach Königstein, um im Edeka unsere Pfandflaschen abzugeben und neue Vorräte zu holen. Um 20:00 Uhr waren wir wieder in unserer Ferienwohnung. Auf Empfehlung unserer Vermieterin fuhren wir hier in Saupsdorf den Berg hoch zur Wachbergbaude, um Essen zu gehen. Der Tipp war richtig klasse. Die Aussicht war großartig und das Essen ebenso. Sogar der noch im Bau befindliche Spielplatz ist liebevoll angelegt. Erst um 21:30 Uhr fuhren wir die zwei Kilometer zurück in unsere Ferienwohnung.
Claus
+ Kahnfahrt, Königsplatz, Kirnitzschmündung, Wachbergbaude
- Dass wir die Rabensteine nicht gesehen haben
Chris
+ Kahnfahrt,
Kirnitzschmündung, eigentlich alles
- Viel zu wenig Heidelbeeren
Dominic
+ Die
Kirnitzschmündung und das Restaurant haben mir am besten gefallen
- Der Kahn war zu langsam. Außerdem bin ich an der Kirnitzschmündung
ausgerutscht und komplett nass gewesen
















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