Donnerstag, 20. Juli 2017

Schwedenlöcher, Amselsee und Bastei

Heute waren wir Langschläfer und haben erst um 10:30 Uhr gefrühstückt. Eine gute Stunde später machten wir uns auf unseren täglichen Weg durch das Kirnitzschtal. Hier fasziniert uns schon seit Tagen ein Baum, der mit seinen Wurzeln einen Felsen umklammert. Durch Bad Schandau und Waltersdorf näherten wir uns dem Ort Rathen, unserem heutigen Ziel.




Vom Parkplatz aus nahmen wir den Weg in Richtung der Schwedenlöcher und kamen an einem ersten Aussichtspunkt vorbei.




Wenige Meter weiter begannen die Schwedenlöcher, eine Schlucht, in der es über 600 Stufen zwischen hohen, engen Felsen hinunter ins Tal bis zum Amselgrund geht. Die Schwedenlöcher bekamen ihren Namen, weil die Schweden 1639 im 30-jährigen Krieg das Dorf Rathewalde zerstörten und die Bewohner sich und ihr Hab und Gut hier in Sicherheit brachten. Auch gegen Ende des zweiten Weltkriegs dienten sie als Zufluchtsort.







Unten am Amselgrund angekommen nutzten wir einen kurzen Regenschauer für eine Rast.


Entlang des Amselgrundbachs wanderten wir weiter bis zum Amselsee, einem kleinen Stausee, auf dem man Boote mieten kann. Wir erfüllten Dominics Wunsch nach einem Tretboot, und fuhren eine halbe Stunde durch die schöne Natur.






Auf unserem weiteren Weg kamen wir an der Felsenbühne Rathen vorbei. Hier wird neben Momo, der Zauberflöte und vielen anderen Stücken auch Winnetou I aufgeführt. Allerdings hat der Oberindianer laut Auskunft der Frau an der Kasse momentan Urlaub. Wir entschieden uns dennoch für eine Besichtigung der Felsenbühne.





Wir setzten unsere eigentliche Wanderung fort. Jetzt begann der steile Aufstieg hoch zur Bastei, an dem auch fantastische Ausblicke auf uns warteten.







Fast oben angekommen, erreichten wir die Felsenburg Neurathen, einer im Mittelalter bewohnten Burg. Obwohl es schon 16:45 Uhr war, entschieden wir uns, die Burganlage zu besichtigen. Es hat sich total gelohnt. Unten waren die Felsenbühne Rathen sowie der Amselsee winzig klein zu sehen. Und wir hatten sogar schon einen ersten Blick auf die Basteibrücke.






Ein zweiter Regenschauer überredete uns zu einer weiteren kurzen Rast.



Jetzt waren es nur noch wenige Meter bis zur Bastei. Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit - es war mittlerweile 17:45 Uhr - hatten wir die Bastei fast für uns alleine. Zudem tauchte die Abendsonne die Steine in ein herrliches Licht.







Zurück fuhren wir über Pirna, wo wir tankten und anschließend die Elbe überquerten. Eigentlich wollten wir zum Abendessen in einer der Mühlen des Kirnitzschtals einkehren, aber sie hatten allesamt mangels Gäste bereits die Küche geschlossen. So landeten wir letztendlich wieder in Bad Schandau, wo wir uns das Barthel's Restaurant aussuchten. Rückblickend war es eine super Wahl, denn wir wurden mit dem besten Essen des bisherigen Urlaubs belohnt. Erst um 22:00 Uhr waren wir zurück in unserer Ferienwohnung.



Claus
+ Ein richtig cooler Tag, an dem alles geklappt hat, mit tollen Sehenswürdigkeiten

Chris
+ Schwedenlöcher, Amselsee, Burgruine, Basteibrücke, eigentlich alles
- Vergebliche Suche nach schönen Mühlenrestaurants

Dominic
+ Die Gegend war schön
- Zu viele Fotostopps

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