Freitag, 21. Juli 2017

Schrammsteine

Wir sind heute zwar schon kurz vor 9:00 Uhr aufgestanden, haben dann aber nach dem Frühstück und Blogschreiben noch ewig getrödelt, so dass wir erst um 12:45 Uhr vom Hof kamen. Was soll's, es ist ja Urlaub. Außerdem hatten wir gestern bei der Bastei gemerkt, dass es von Vorteil ist, etwas später dran zu sein. Erstens sind die meisten Wanderer schon auf dem Rückweg und zweitens taucht die Nachmittags- und frühe Abendsonne die Sandsteine in ein richtig tolles Licht.


Wie immer fuhren wir durch das Kirnitzschtal in Richtung Bad Schandau. Auf ca. der Hälfte der Strecke, nämlich von Bad Schandau bis zum Lichtenhainer Wasserfall, verkehrt eine kleine Straßenbahn, die auf einem Gleis in beide Richtungen fährt, was auf der schmalen Straße dazu führt, dass Autos bei Gegenverkehr ausweichen oder anhalten müssen. Heute haben wir von dieser Straßenbahn mal ein Foto gemacht.



Von Bad Schandau fuhren wir nach Ostrau, wo wir unser Auto auf dem Wanderparkplatz abstellten und mit der ausgesuchten Rundwanderung starteten. Diese begann erst moderat mit einem Abstieg über mehrere Stufen, um dann stetig bergauf zu gehen.



Als erstes erreichten wir das große Schrammtor, welches gar kein echtes Tor ist, sondern ein Durchgang zwischen freistehenden Sandsteinsäulen. Man sieht ihnen die Verwitterung deutlich an. Der Boden war mit viel Sand bedeckt und in den Felssäulen gab es kleinere und größere Löcher.



Ein paar hundert Meter weiter wurde der Weg dann zu einer richtigen Kletterpartie über Felsen und Eisenleitern, die an den Sandsteinen verankert waren und sehr steil nach oben führten. Überall waren Handläufe befestigt, die wir auch brauchten. Selbst am sechsten Wandertag war das abenteuerlich und eine Überraschung.






Schließlich hatten wir die 335m erklommen und wurden wieder von einer fantastischen Aussicht empfangen.




In malerischer Kulisse packten wir unser Proviant aus und ließen es uns schmecken.



Frisch gestärkt und frohen Mutes pfiffen wir auf unsere Höhenangst und machten ein Fotoshooting im Angesicht des Todes. Dominic war derjenige, dem die Höhen und Abgründe am wenigsten ausmachten.





Noch ein paar Stufen und wir waren auf dem Gipfel angekommen.







Um 17:00 Uhr begannen wir mit dem Abstieg von den Schrammsteinen. Obwohl wir einen anderen Weg wählten, mussten wir erneut auf steilen Eisenleitern zwischen den Felsen hinab steigen. Es war schon faszinierend zu wissen, jetzt durch die schmalen Schluchten zu kraxeln, die wir von oben als enge Felsspalten gesehen hatten.



Unten im Tal liefen wir an der Wildwiese entlang und schließlich ging es wieder bergauf, denn unser Rundweg führte am Aussichtspunkt 'Hohe Liebe' in 400m Höhe vorbei. Hier steht auch ein Bergsteigerehrenmal.




Jetzt führte der Weg wieder nach unten auf einen normalen Waldweg. Die letzten paar hundert Meter gingen wir am Feldrand entlang zurück zum Parkplatz, wo wir doch recht erschöpft um 18:30 Uhr unser Auto erreichten und einen letzten Blick auf die Schrammsteine hatten.





Auf dem Heimweg durch das Kirnitzschtal machten wir am Lichtenhainer Wasserfall einen Zwischenstopp und die letzte Rast des Tages bei kühlem Getränk und einer Kleinigkeit zu essen.



Recht früh für unsere Verhältnisse, nämlich schon gegen 20:00 Uhr, waren wir zurück in unserer Ferienwohnung, wo wir noch gemeinsam Kniffel spielten.


Claus
+ Die Schrammsteine
- So langsam lässt die Wanderslust etwas nach

Chris
+ Ich kann mich kaum satt sehen an den tollen Elbsandsteinen
- Hohe Liebe hat mehr versprochen als gehalten

Dominic
+ Das gute leckere Essen (Anm.: Er hat zum ersten Mal Würzfleisch bestellt)
- Mein Fuß hat heute weh getan

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