Wir sind
heute zwar schon kurz vor 9:00 Uhr aufgestanden, haben dann aber nach dem
Frühstück und Blogschreiben noch ewig getrödelt, so dass wir erst um 12:45 Uhr
vom Hof kamen. Was soll's, es ist ja Urlaub. Außerdem hatten wir gestern bei
der Bastei gemerkt, dass es von Vorteil ist, etwas später dran zu sein. Erstens
sind die meisten Wanderer schon auf dem Rückweg und zweitens taucht die
Nachmittags- und frühe Abendsonne die Sandsteine in ein richtig tolles Licht.
Wie immer
fuhren wir durch das Kirnitzschtal in Richtung Bad Schandau. Auf ca. der Hälfte
der Strecke, nämlich von Bad Schandau bis zum Lichtenhainer Wasserfall,
verkehrt eine kleine Straßenbahn, die auf einem Gleis in beide Richtungen
fährt, was auf der schmalen Straße dazu führt, dass Autos bei Gegenverkehr
ausweichen oder anhalten müssen. Heute haben wir von dieser Straßenbahn mal ein
Foto gemacht.
Von Bad
Schandau fuhren wir nach Ostrau, wo wir unser Auto auf dem Wanderparkplatz
abstellten und mit der ausgesuchten Rundwanderung starteten. Diese begann erst
moderat mit einem Abstieg über mehrere Stufen, um dann stetig bergauf zu gehen.
Als erstes
erreichten wir das große Schrammtor, welches gar kein echtes Tor ist, sondern
ein Durchgang zwischen freistehenden Sandsteinsäulen. Man sieht ihnen die
Verwitterung deutlich an. Der Boden war mit viel Sand bedeckt und in den
Felssäulen gab es kleinere und größere Löcher.
Ein paar
hundert Meter weiter wurde der Weg dann zu einer richtigen Kletterpartie über
Felsen und Eisenleitern, die an den Sandsteinen verankert waren und sehr steil
nach oben führten. Überall waren Handläufe befestigt, die wir auch brauchten.
Selbst am sechsten Wandertag war das abenteuerlich und eine Überraschung.
Schließlich
hatten wir die 335m erklommen und wurden wieder von einer fantastischen
Aussicht empfangen.
In
malerischer Kulisse packten wir unser Proviant aus und ließen es uns schmecken.
Frisch
gestärkt und frohen Mutes pfiffen wir auf unsere Höhenangst und machten ein
Fotoshooting im Angesicht des Todes. Dominic war derjenige, dem die Höhen und
Abgründe am wenigsten ausmachten.
Noch ein
paar Stufen und wir waren auf dem Gipfel angekommen.
Um 17:00 Uhr
begannen wir mit dem Abstieg von den Schrammsteinen. Obwohl wir einen anderen
Weg wählten, mussten wir erneut auf steilen Eisenleitern zwischen den Felsen
hinab steigen. Es war schon faszinierend zu wissen, jetzt durch die schmalen
Schluchten zu kraxeln, die wir von oben als enge Felsspalten gesehen hatten.
Unten im Tal
liefen wir an der Wildwiese entlang und schließlich ging es wieder bergauf,
denn unser Rundweg führte am Aussichtspunkt 'Hohe Liebe' in 400m Höhe vorbei.
Hier steht auch ein Bergsteigerehrenmal.
Jetzt führte
der Weg wieder nach unten auf einen normalen Waldweg. Die letzten paar hundert
Meter gingen wir am Feldrand entlang zurück zum Parkplatz, wo wir doch recht
erschöpft um 18:30 Uhr unser Auto erreichten und einen letzten Blick auf die
Schrammsteine hatten.
Auf dem
Heimweg durch das Kirnitzschtal machten wir am Lichtenhainer Wasserfall einen
Zwischenstopp und die letzte Rast des Tages bei kühlem Getränk und einer
Kleinigkeit zu essen.
Recht früh
für unsere Verhältnisse, nämlich schon gegen 20:00 Uhr, waren wir zurück in
unserer Ferienwohnung, wo wir noch gemeinsam Kniffel spielten.
Claus
+ Die
Schrammsteine
- So
langsam lässt die Wanderslust etwas nach
Chris
+ Ich kann
mich kaum satt sehen an den tollen Elbsandsteinen
- Hohe
Liebe hat mehr versprochen als gehalten
Dominic
+ Das gute
leckere Essen (Anm.: Er hat zum ersten Mal Würzfleisch bestellt)
- Mein
Fuß hat heute weh getan












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