Sonntag, 16. Juli 2017

Wasserfall, Kuhstall und Himmelsleiter

Heute haben wir lange ausgeschlafen. Erst um 10:30 Uhr fanden wir uns am Frühstückstisch ein und aßen den leckeren Rotweinkuchen, den Dominic zuhause vor der Abreise gebacken hatte.


Wir hatten uns vorab aus dem Internet einige tolle Ausflugsziele notiert. Da der heutige Tag schon halb rum war, entschieden wir uns für eine Wanderung hier im Kirnitzschtal. Kurz nach 12:00 Uhr brachen wir auf und fuhren die zwei Kilometer bis zur Neumannmühle. Der Parkplatz dort war rappelvoll, aber nur zwei Gehminuten weiter fanden wir vor der Buschmühle einen freien Platz. Von dort starteten wir über den Wanderweg Flößersteig, welcher als 'schwierig' eingestuft war und in 1 3/4 Stunden zum Lichtenhainer Wasserfall führen sollte.






Der Flößersteig war früher ein Transportweg für Holz. Heute stehen entlang des Wanderwegs viele Lehrtafeln mit interessanten Informationen. Uns gefiel der Weg sehr gut, der uns auf der linken Seite der Kirnitzsch entlang über Wurzeln und umgestürzte Bäume mal am Wasser entlang und mal weiter oben mit tollem Blick auf das enge Tal führte.





Wir ließen es gemütlich angehen, machten viele Fotostopps und tauchten die Hände in das eiskalte Bachwasser. So brauchten wir für die 5 Kilometer gute zweieinhalb Stunden. Um 15:30 Uhr kamen wir am Lichtenhainer Wasserfall an, welcher erwartungsgemäß nicht den großen Wow-Effekt auslöste. Nett war er allemal, und im angrenzenden Biergarten gab es eine Stärkung für Dominic (Wurst) und Chris (Soljanka).




Nach einer halben Stunde traten wir den Rückweg an. Für diesen wählten wir eine andere Route durch den Wildensteiner Wald. An einem Wegweiser stießen wir auf das Wort 'Kuhstall'. Zufälligerweise hatte Chris vorher aufgeschnappt, dass es sich dabei nicht um einen gewöhnlichen Stall, sondern ein Felsentor handelt. So entschieden wir spontan, einen Abstecher dorthin zu machen. Dieser führte uns über eine Vielzahl an Treppen durch enge Felsformationen steil nach oben.






Am Kuhstall angekommen empfing uns ein atemberaubender Blick durch das 17m breite und 11m hohe Felsentor. Seinen Namen hat der Kuhstall, weil im 30-jährigen Krieg die Kühe hierher getrieben wurden, um sie vor den Feinden zu verstecken.




Geht man durch das Felsentor hindurch, wird man mit einem fantastischen Blick auf das Panorama der Sächsischen Schweiz belohnt.



Auf der linken Seite im Felsentor war ein kleines Schild 'Zur Himmelsleiter'. Über diese lange, schmale Treppe durch den Felsspalt erreichte man das Dach des Kuhstalls.


Oben boten sich uns noch viel atemberaubendere Ausblicke auf den Nationalpark. Hier blieben wir eine ganze Weile.







Nach dem Abstieg von der Himmelsleiter kamen wir um 17:45 Uhr, eine Viertelstunde vor Feierabend, am 'Gasthaus am Kuhstall' vorbei. Mit drei kühlen Getränken machten wir es uns an einem der Tische gemütlich und waren sehr froh, diesen spontanen Abstecher gemacht zu haben - er hat sich mehr als gelohnt!


Anschließend stiegen wir die Treppen in den Felsformationen hinunter und gelangten auf unseren ursprünglichen Weg durch den Wildensteiner Wald. Diesen wanderten wir bis zur Felsenmühle im Kirnitzschtal.



Von hier aus ging es die letzten paar Minuten entlang der Straße vorbei an der Neumannmühle zurück zu unserem Parkplatz an der Buschmühle.


Müde aber voll von vielen schönen Eindrücken fuhren wir in unsere Ferienwohnung, um unseren Plan, heute Abend Rührei mit Würstchen zu braten, umzusetzen. Deutlich früher als gestern, nämlich gegen 23:00 Uhr, legten wir uns schlafen.


Claus
+ Die Wanderung zum Kuhstall und am Flößersteig entlang
- Der Wasserfall war etwas murklig

Chris
+ Die Wanderung zum Felsentor und Himmelsleiter, vor allem der letzte Abschnitt
- Das Wasserfällchen

Dominic
+ Der coole Felsen am Kuhstall und dass ich dort so toll klettern konnte
- Dass ich am Abend so erschöpft war

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