Sonntag, 14. Oktober 2018

Zielgerade

Wir würden gerne schreiben, dass der Flug wie im Schlaf verging. Dem war leider nicht so. Tatsächlich haben wir fast kein Auge zugetan, mehr als dösen bzw. hier und da mal für ein halbes Stündchen einnicken war nicht drin. Morgens um 3:00 Uhr hatten wir ein interessantes Gespräch mit einer der Stewardessen. Sie erzählte, dass sie in dem Flugzeug nach Las Vegas war, mit dem wir vor zwei Tagen zurück nach Deutschland hätten fliegen sollen. Auf dem Hinflug war mit der Maschine noch alles in Ordnung. Üblicherweise verlässt die Crew nach Dienstschluss den Flieger, und der neue Pilot checkt dann das Flugzeug auf Herz und Nieren. Hier fiel eine Pfütze am Boden auf, die sich als Hydraulikflüssigkeit herausstellte. Am verrücktesten war die Info, dass das Flugzeug mittlerweile repariert wurde und am Samstag früh, also ein paar Stunden vor uns, ohne Passagiere (nur mit der Crew) nach Deutschland zurückgebracht wurde. Die Logik soll einer verstehen…



Aufgrund der Zeitverschiebung landeten wir um 12:40 Uhr in Köln/Bonn. Ein letztes Mal hofften wir auf einen früheren Anschlussflug. Aber am Schalter wurden wir kurz und schmerzlos eines Besseren belehrt. Wir waren hundemüde, suchten uns eine einigermaßen ruhige Ecke und machten uns auf den Sitzbänken lang. Einer von uns hielt Wache wegen des Handgepäcks, die anderen beiden versuchten zu schlafen. Das gelang deutlich besser als im Flugzeug. Zwischendrin holten wir uns bei einem Bäckerstand ein Schnitzelbrötchen zum Frühstück bzw. Mittagessen.



Eigentlich hätten wir um 18:50 Uhr weiterfliegen sollen. Allerdings hatten wir ausnahmsweise mal Verspätung. Diese hielt sich mit 25 Minuten zwar im Rahmen, aber irgendwie fragten wir uns schon langsam, ob Eurowings eine Kooperation mit der Deutschen Bahn eingegangen war.


Um 19:15 Uhr ging es endlich los. Für das Stückchen von Köln nach München benötigten wir lediglich 45 Minuten, so dass wir trotz der Verspätung planmäßig um 20:00 Uhr landeten.



Als hätten wir nicht schon genug erlebt in den vergangenen 48 Stunden, war irgendetwas mit der Gepäckausgabe nicht in Ordnung. Wir warteten eine gefühlte Ewigkeit an diesem leeren, sich drehenden Band. Chris fragte zwischendurch eine Mitarbeiterin und bekam nur die Antwort „dauert noch“. Eine zähe Dreiviertelstunde später erschienen endlich die ersten Koffer.

Nachdem wir unser Gepäck hatten, holten wir uns beim Edeka im Flughafen ein paar Bananen und Wasser, da wir nur sehr sporadisch gegessen hatten. Jetzt mussten wir im Park-Sleep-and-Fly-Hotel anrufen und Bescheid geben, dass wir zum Abholen bereit waren. An einer bestimmten Bushaltestelle vor dem Flughafengebäude sollten wir warten.


Schon wenige Minuten später kam das Shuttle und brachte uns zu unserem Auto. Um 21:40 Uhr sind wir letztendlich aus München abgefahren. Mit zwei Pausen, die aufgrund unserer Müdigkeit bitter nötig waren, kamen wir um 1:30 Uhr zuhause an. Wir haben nur das Nötigste ausgepackt und waren gegen 2:30 Uhr im Bett. In drei (Claus) bzw. vier Stunden (Chris und Dominic) klingelte der Wecker…

Claus
- Nicht nur der Flug, die komplette Rückreise war sehr anstrengend und ging an die Substanz. Dagegen ist eine Wanderung in den Grand Canyon ein Klacks.

Chris
- Anstrengender, nutzloser, nerviger Tag mit viel Schlafmangel. Wann wird endlich das Beamen erfunden?

Dominic
- Das Schlafen im Flughafen war sehr ungemütlich. Dass wir alle voll müde waren und am nächsten Tag schon wieder so früh aufstehen mussten.

2 Kommentare:

  1. Also ich muss sagen, dass ich beim Lesen mit euch regelrecht mitgelitten habe. Die ganze Rueckreise war eigentlich eine komplette Katastrophe ;-)! Ein nicht so schoenes Ende von einer tollen Urlaubsreise! "Wenn einer eine Reise tut, so kann er war erzaehlen." Und dann am naechsten Morgen ging es nach ganz kurzem Schlaf fuer euch alle los in den gewohnten Alltag...

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    1. Rückblickend sind wir dankbar, dass uns so etwas nicht auf dem Hinflug passiert ist. Wir haben bei unserem Zwangsaufenthalt in Las Vegas auch Leute getroffen, die schon beim Hinflug 27 Stunden Verspätung hatten. Das hätte unseren Urlaub komplett durcheinander gebracht.

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