Dienstag, 23. Juni 2009

Half Moon Bay

Nach dem Frühstück (heute um 9:00Uhr) machten wir uns ein weiteres Mal auf den Weg nach Colma, um das Geheimnis des Grabstandortes von Wyatt Earp zu lüften. Der "Eternal Home" Friedhof hatte heute natürlich offen, aber das Grab befand sich auch hier nicht. Glücklicherweise gibt's auf jedem amerikanischen Friedhof ein Office mit Lageplänen und einem freundlichen Menschen. Dieser schickte uns zwei Blocks weiter zum "Hills of Eternity" Friedhof. Im dortigen Office bekamen wir eine Anfahrtskizze, mit deren Hilfe wir bis an das Grab kamen.

Wir standen keine drei Minuten dort, als hinter unserem Auto ein Polizeiwagen parkte. Zwei Officer stiegen aus und kamen zielstrebig auf uns zu. Ob wir im Halteverbot standen? Es stellte sich heraus, dass sie ebenfalls zu Wyatt Earps Grab wollten. Wie sie uns erzählten, ist jener US Marshal noch heute ein Vorbild bei der amerikanischen Polizei, und der Eine zeigte dem Anderen die Grabstätte.

Unsere Überraschung wurde geteilt, denn auch die Officers wunderten sich über den Bekanntheitsgrad von Wyatt Earp bis nach Deutschland. Wir fragten die beiden nach einem Erinnerungsfoto und diesmal waren der kleine und der "große" Junge mit den Polizisten auf dem Bild.



Zwei für uns deutsche Touristen kuriose Dinge sind anzumerken:
1. Man fährt mit dem Auto bis quasi ans Grab.
2. Die Stadt Colma besteht aus einem unvorstellbar großen Areal von Friedhöfen, sortiert nach ethnischen Gruppen, jeweils getrennt durch Zäune und Querstraßen.

Mittags gings weiter zum letzten großen wichtigen Ziel, der Golden Gate Bridge. Das Wetter meinte es gut mit uns - kein Nebel! Wir begannen mit der Fahrt über die Brücke und hielten am Vista Point direkt dahinter. Das Stück zu Fuß auf die Brücke wurde wegen des eisigen Windes sehr kurz.






Unsere nächste Station war der Mt. Tamalpais. In super extremen Serpentinen führte die Straße nach oben zu einem schönen Aussichtspunkt, von dem man einen gigantischen Blick auf San Francisco und die Bay-Area hat. Wir machten einen kurzen Abstecher zum Stinson Beach, der noch etwas nördlicher liegt.



Auf dem Weg zurück erreichten wir die Conzelman Road, wo der wohl beste Aussichtspunkt für die Golden Gate Bridge liegt. Trotz des eisigen Windes hielten wir uns hier recht lange auf und beobachteten Hubschrauber, Schiffe und sogar Wasserskifahrer. Von hier aus wurde uns auch klar, warum Alcatraz-Flüchtlinge keine Chance hatten. Wir konnten sehr gut die Strömung in der Bucht und die Entfernung zum Ufer sehen.





Nachmittags waren wir in Sausalito, einem hübschen und vornehmen Künstlerörtchen, saßen in einem gemütlichen Café, flanierten durch die Straßen und gingen an der Bay entlang spazieren.




Die verbleibende Zeit bis zum Sonnenuntergang, den wir natürlich am Aussichtspunkt der Conzelman Road verbringen wollten, nutzten wir für einen Besuch im Toys'r'us im ca. 10 Meilen entfernten St. Rafael. Das war ganz klar ein Paradies für Dominic, und selbst Claus war erstaunt, was für tolle Spielsachen es hier gab und wie preiswert die waren.

Rechtzeitig zum Sonnenuntergang standen wir auf unserem Lieblingsaussichtspunkt. Selbst der frostige Wind konnte uns die Faszination an der sich immer roter färbenden Brücke nicht nehmen. So standen wir geschlagene 20 Minuten frierend im Sturm und waren obendrein auch noch selig.




Der Weg zurück nach Half Moon Bay ging erneut über die Golden Gate Bridge (die in südlicher Richtung $6 Maut kostet), durch San Francisco und dann weiter über den Pacific Coast Highway. Im Restaurant Joe's, Tür an Tür zum Hotel, gab es unser letztes Dinner des Urlaubs. Um Mitternacht lagen wir in unseren Betten.



Unterkunft
Best Western Half Moon Bay Lodge, Half Moon Bay

Wetter
schön, sonnig und warm. An der Bay windig und dadurch teilweise eisig kalt.

Chris
+ rundum schöner Tag, Highlight war die Brücke im Sonnenuntergang

Claus
+ Golden Gate Bridge, Wyatt Earps Grab, Sausalito

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