Mittwoch, 17. Juni 2009

Las Vegas -> Lone Pine

Unser Tag begann damit, unsere Vorräte aufzufüllen, schließlich durchquerten wir heute das Death Valley, jene Hunderte von Meilen, in denen so ziemlich nichts überleben kann und das man im Sommer weder im Wohnmobil noch mit dem Motorrad durchqueren darf. In Pahrump tankten wir nochmal voll, und Shoshone war so ziemlich der letzte bewohnte Ort vor dem 'Tal des Todes'. Ich gebe zu, so richtig wohl fühlten wir uns nicht in dieser Gegend, wo einige Stunden lang noch nicht mal Leben ist (abgesehen von einigen dürren Sträuchern). Die vielen zerfetzten Autoreifen am Straßenrand trugen nicht gerade zur Entspannung bei.


Nach einer guten dreiviertel Stunde im Death Valley stand ein ausgehungerter magerer Cojote am Straßenrand. Unser sofortiges Abbremsen (schließlich wollten wir das Tier nicht anfahren) verstand der Cojote wohl als Einladung und lief erwartungsvoll neben unserem Auto her. Nach einigen Beratungen kippten wir Wasser nach draußen, das das Tier allerdings null interessierte. Nach weiteren Beratschlagungen und 10 Minuten später spendeten wir zögerlich unsere letzten zwei Donuts, die wir noch hatten. Er verschlang sie völlig gierig. Ob er davon Bauchweh bekam?



In Badwater, dem tiefsten Punkt Amerikas mit 85,5 Metern unter dem Meeresspiegel, erlebten wir nachmittags mit 106°F (41,1°C) im nicht vorhandenen Schatten die höchste Temperatur unserer ganzen Reise. Wir gingen fast ein in der brütenden Hitze, und somit blieb das Bestaunen der endlosen Dürre und dem salzigen Boden in Badwater entsprechend kurz. Ein paar Meilen weiter fuhren wir den Artist Drive, eine kleine Loop, die an Bergen vorbeiführt, die in der abendlichen Sonne bunt (u.a. kupfern und sogar türkis) schimmern.







Vorbei an der Furnace Creek Ranch, dem einzigen bewohnten Stop im Death Valley (hier kann man auch übernachten und hat das ganze Jahr über einen beheizten Außenpool), ging es bis zu den Stovepipe Wells, großen Sanddünen wie in der Wüste, in denen es sich super tobte.




Um 20:30 Uhr kamen wir an unserem heutigen Ziel, Lone Pine, an und fanden mit Ach und Krach noch ein geöffnetes Restaurant. Der tolle Sternenhimmel, den wir von der Terrasse unseres Zimmers aus bestaunen konnten, entschädigte uns für das schlechte Essen. Hier konnte man sogar die Milchstraße richtig deutlich erkennen.



Unterkunft
Best Western Frontier Motel, Lone Pine

Wetter
hot, hot, hot! Abends dunkle Wolken, ohne Regen, mild bis nachts

Chris
+ Leaving Las Vegas, Badwater, die Sanddünen
- der arme hungrige Cojote :(

Claus
+ Leaving Las Vegas, Badwater
- die Hitze

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