Mittwoch, 10. Juni 2009

Exkurs: Shopping in USA

Sicherlich ist es interessant zu wissen, wo wir gerade sind und was wir erleben. Ich denke aber, dass es ebenso interessant ist, etwas über die USA und das Leben hier zu erfahren. Was wir hier gerne und leider auch viel zu oft tun, ist einkaufen. In den USA gibt es Rabatte, da staunen wir Deutschen nur.

Erstens gibt es alle paar hundert Meilen die eh schon günstigen Outlets, in denen man Kleidung und sonstige Artikel namhafter Hersteller wie z.B. Levis, Nike, Reebok, Adidas, Esprit, Hugo Boss, Fossil usw. zu sehr guten Preisen bekommt. Hier gibt es zusätzliche Angebote wie "kauf zwei, zahle beim zweiten Artikel nur die Hälfte" oder - bei Reebok Schuhen gesehen - "kauf drei, bekomme das dritte Paar für $5". Hat man sich vorab beim jeweiligen Outlet online registriert, bekommt man an der Information ein sogenanntes VIP Couponbook, in dem die einzelnen Geschäfte nochmals zusätzliche Rabatte offerieren.

Zum besseren Verständnis das Beispiel von Reebok: Wir kaufen drei Paar Schuhe. Eins für $69 und zwei für $49. Das wären normalerweise $167. Aufgrund obiger "kauf drei..."-Aktion reduziert sich der Betrag auf insgesamt $123. Und im VIP Couponbook offeriert Reebok einen 10% Rabatt auf einen Einkauf ab $75. Macht also eine Endsumme von knapp $111 oder umgerechnet ca. 79 EUR für die drei Paare.

Zweitens die Supermärkte: Generell sind Lebensmittel in den USA recht teuer. Man kann aber in den Supermärkten enorm Geld sparen, wenn man eine Kundenkarte der jeweiligen Kette besitzt. Diese bekommt man ganz einfach, wenn man an der Info oder der Kasse ein Formular dazu ausfüllt. Die Karte wird einem sofort ausgehändigt und das Sparen kann beginnen. Das haben wir auch gleich am zweiten Tag in San Francisco bei Safeway, der gleich um die Ecke von unserem Hotel war, getan und uns eine Safeway Clubcard geholt.

Im Gegensatz zu Deutschland, wo man mit Payback o.a. Punkte sammelt, die entweder irgendwann verfallen oder zu Prämien führen, die dann in der Ecke liegen, bekommt man in den USA direkt beim Einkauf einen Sofortrabatt. Auch hier ein Beispiel: Eine 500g Schale Himbeeren war mit $3.99 (2.83 EUR) ausgezeichnet. Für Safeway Clubmember wurde am Regal ein Rabatt von $3 offeriert, so dass die Schale an der Kasse nach Einscannen der Clubcard nur noch $0.99 (0.70 EUR) kostet. Auch hier gibt es "kauf zwei..."-Aktionen, bei denen dann der zweite gleiche Artikel weniger kostet. Beispiel gefällig? Kekse für $2.95 pro Paket. Kauf zwei für $5. Macht also eine Ersparnis von 2x $0.45.
Dazu kommt, dass einem an der Kasse immer alles eingepackt wird. Man braucht also nicht wie in Deutschland hektisch das Förderband leeren, weil die Artikel des nächsten Kunden schon hinterher kommen. Dafür geht man dann aufgrund der Einheitsgröße der Plastiktüten mal mehr mal weniger bepackt aus dem Laden.

Für diejenigen unter Euch, die immer sagen, dass in den USA auch nicht alles besser ist, soll hier auch noch ein Nachteil genannt werden. Sämtliche Waren werden ohne Steuer ausgezeichnet. Diese kommt beim Bezahlen an der Kasse auf den Endbetrag mit drauf. Und: Die Steuer ist in jedem Bundesstaat verschieden hoch und setzt sich aus staatlicher und örtlicher Steuer zusammen. In Kalifornien beträgt die staatliche Steuer z.B. derzeit 8,25 %. Inklusive der lokalen Steuern kommt man auf eine "Endsteuer" zwischen 8,25 und 10,25 %, je nachdem, an welchem Ort man sich gerade befindet. In Utah, wo wir momentan sind, liegt der staatliche Steuersatz derzeit bei 4,75 %, inkl. der örtlichen Steuer kommt man auf eine Endsumme zwischen 5,5 und 7 %. Immer noch viel billiger als in Deutschland, aber halt eine komplizierte Rechnerei, die bei uns nur Metro Kunden kennen.

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