Erstens gibt es alle paar hundert Meilen die eh schon günstigen Outlets, in denen man Kleidung und sonstige Artikel namhafter Hersteller wie z.B. Levis, Nike, Reebok, Adidas, Esprit, Hugo Boss, Fossil usw. zu sehr guten Preisen bekommt. Hier gibt es zusätzliche Angebote wie "kauf zwei, zahle beim zweiten Artikel nur die Hälfte" oder - bei Reebok Schuhen gesehen - "kauf drei, bekomme das dritte Paar für $5". Hat man sich vorab beim jeweiligen Outlet online registriert, bekommt man an der Information ein sogenanntes VIP Couponbook, in dem die einzelnen Geschäfte nochmals zusätzliche Rabatte offerieren.
Zum besseren
Verständnis das Beispiel von Reebok: Wir kaufen drei Paar Schuhe. Eins für $69
und zwei für $49. Das wären normalerweise $167. Aufgrund obiger "kauf
drei..."-Aktion reduziert sich der Betrag auf insgesamt $123. Und im VIP
Couponbook offeriert Reebok einen 10% Rabatt auf einen Einkauf ab $75. Macht
also eine Endsumme von knapp $111 oder umgerechnet ca. 79 EUR für die drei
Paare.
Zweitens die
Supermärkte: Generell sind Lebensmittel in den USA recht teuer. Man kann aber
in den Supermärkten enorm Geld sparen, wenn man eine Kundenkarte der jeweiligen
Kette besitzt. Diese bekommt man ganz einfach, wenn man an der Info oder der
Kasse ein Formular dazu ausfüllt. Die Karte wird einem sofort ausgehändigt und
das Sparen kann beginnen. Das haben wir auch gleich am zweiten Tag in San
Francisco bei Safeway, der gleich um die Ecke von unserem Hotel war, getan und
uns eine Safeway Clubcard geholt.
Im Gegensatz
zu Deutschland, wo man mit Payback o.a. Punkte sammelt, die entweder irgendwann
verfallen oder zu Prämien führen, die dann in der Ecke liegen, bekommt man in
den USA direkt beim Einkauf einen Sofortrabatt. Auch hier ein Beispiel: Eine
500g Schale Himbeeren war mit $3.99 (2.83 EUR) ausgezeichnet. Für Safeway
Clubmember wurde am Regal ein Rabatt von $3 offeriert, so dass die Schale an
der Kasse nach Einscannen der Clubcard nur noch $0.99 (0.70 EUR) kostet. Auch
hier gibt es "kauf zwei..."-Aktionen, bei denen dann der zweite
gleiche Artikel weniger kostet. Beispiel gefällig? Kekse für $2.95 pro Paket.
Kauf zwei für $5. Macht also eine Ersparnis von 2x $0.45.
Dazu kommt,
dass einem an der Kasse immer alles eingepackt wird. Man braucht also nicht wie
in Deutschland hektisch das Förderband leeren, weil die Artikel des nächsten
Kunden schon hinterher kommen. Dafür geht man dann aufgrund der Einheitsgröße
der Plastiktüten mal mehr mal weniger bepackt aus dem Laden.
Für
diejenigen unter Euch, die immer sagen, dass in den USA auch nicht alles besser
ist, soll hier auch noch ein Nachteil genannt werden. Sämtliche Waren werden
ohne Steuer ausgezeichnet. Diese kommt beim Bezahlen an der Kasse auf den
Endbetrag mit drauf. Und: Die Steuer ist in jedem Bundesstaat verschieden hoch
und setzt sich aus staatlicher und örtlicher Steuer zusammen. In Kalifornien
beträgt die staatliche Steuer z.B. derzeit 8,25 %. Inklusive der lokalen
Steuern kommt man auf eine "Endsteuer" zwischen 8,25 und 10,25 %, je
nachdem, an welchem Ort man sich gerade befindet. In Utah, wo wir momentan
sind, liegt der staatliche Steuersatz derzeit bei 4,75 %, inkl. der örtlichen
Steuer kommt man auf eine Endsumme zwischen 5,5 und 7 %. Immer noch viel
billiger als in Deutschland, aber halt eine komplizierte Rechnerei, die bei uns
nur Metro Kunden kennen.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen